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Apple-Handys funktionierten nicht Panne beim iPhone-Verkaufsstart in Amerika

11.07.2008 ·  Enttäuschte Kunden und ein sinkender Aktienkurs waren die Folge. Denn beim Verkaufsstart des neuen iPhones in Amerika ereignete sich ein peinliche Panne: Zahlreiche Geräte wollten einfach nicht funktionieren. In Deutschland immerhin wurden die Verkaufserwartungen von T-Mobile übertroffen.

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Für zahlreiche iPhone-Fans in den Vereinigten Staaten wurde der erste Verkaufstag des neuen Gerätes zur bitteren Enttäuschung: Als sie am Freitag endlich die Neuauflage des Multimediatelefons in den Händen halten konnten, wollten viele Geräte einfach nicht funktionieren. Auf die kurze Freude folgte bitterer Frust über das neue Handy, das am ersten Verkaufstag de facto nutzlos war. Die Telefongesellschaft AT&T, die das iPhone in den Vereinigten Staaten exklusiv vertreibt, machte den Hersteller Apple als Schuldigen aus.

Der iPod-Konzern habe Probleme beim Synchronisieren zwischen dem Telefon und dem Online-Musikdienst iTunes, sagte ein Sprecher. Wie lange es dauere, bis das Problem behoben sei, könne er nicht sagen. „Das ist eine gute Frage für Apple.“

Auf die Begeisterung folgte der Frust

Der Computer- und Unterhaltungskonzern äußerte sich zunächst nicht. Die Apple-Aktie wurde in New York ein Prozent niedriger gehandelt.

Viele Kunden kamen am Morgen zunächst begeistert aus den New Yorker Läden mit ihrem neuen Telefon, das im Vergleich zum Vorgängermodell technisch aufgerüstet wurde. Doch als sich die Probleme bei vielen Kunden gegen Nachmittag einstellten, machte Trübsal schnell die Runde. „Das ist ziemlich schwach“, sagte ein 60-Jähriger, der in New York vier Stunden Schlangegestanden hatte, um zu den ersten Besitzern des neuen iPhones zu gehören. „Mein altes Telefon funktioniert nicht und mein neues auch nicht. Jetzt muss ich wohl ein Münztelefon finden. Gibt es so etwas überhaupt noch“, beschwerte sich eine Marketingspezialistin.

15.000 neue iPhones in Deutschland verkauft

Bei der Telekom-Tochter T-Mobile sind am ersten Verkaufstag mehr als 15.000 neue iPhones über die Ladentheke gegangen. Damit legte das UMTS-Mobiltelefon des amerikanischen Konzerns Apple einen besseren Start hin als sein Vorgängermodell, das seit dem November 2007 in Deutschland vertrieben wird. Vom ersten iPhone habe T-Mobile am ersten Tag 10.000 Stück verkauft, sagte eine Sprecherin.

Der Ansturm der Käufer bringt auch ein Nachschub-Problem mit sich. Die Verkaufszahlen lägen über den Erwartungen, sagte T-Mobile-Deutschland-Chef Philipp Humm. Vor Verkaufsstart hatte sich T-Mobile gegenüber FAZ.NET noch eher zurückhaltend geäußert: Mit einem kleinen Ansturm sei zwar zu rechnen, hatte ein Sprecher gesagt. Dadurch dass viele Mobilfunkkunden in Deutschland aber an laufende Verträge gebunden seien, rechne man nicht unbedingt mit langen Schlagen zum Verkaufsstart, hatte es geheißen. „Aus purer Liebe zum iPhone werden nur die wenigsten einen zweiten Vertrag neben ihrem bestehenden abschließen.“

Es gibt Engpässe

Zahlreiche Shops seien bereits ausverkauft, sagte nun jedoch eine Sprecherin. T-Mobile bemühe sich, die Engpässe möglichst schnell zu beseitigen. Vorbestellungen seien möglich. In Branchenkreisen hieß es, Apple habe nicht so viele Geräte geliefert wie bestellt worden seien. T-Mobile wollte sich dazu nicht äußern.

Das iPhone ist in Deutschland nur mit einem Zweijahresvertrag von T-Mobile erhältlich. Erstmals gibt es zusammen mit dem Modell auch die Möglichkeit, stark subventionierte iPhones zu erhalten. Wer das Gerät aber für einen symbolischen Preis von einem Euro bekommen will, muss sich an die teuerste mögliche Vertragsvariante binden. Doch sogar T-Mobile selbst gibt zu, dass Kunden schon Vielsurfer, Vieltelefonierer und Viel-SMS-Schreiber sein sollten, damit sich der Abschluss eines solchen Vertrags lohnt.

Schlangen auch in Großbritannien und Japan

Auch beim Verkaufsstart in Großbritannien bildeten sich seit der Nacht lange Schlangen vor den Geschäften. In Japan - einem der Länder, in denen das neue Gerät das erste verfügbare iPhone ist - war der Ansturm besonders groß: Vor einem Geschäft des Mobilfunkanbieters Softbank in Tokio versammelten sich rund 1000 Kunden, um als erste das neue Multimediahandy zu bekommen.

Auch in der Schweiz löste das Apple-Handy einen Ansturm aus: Schon kurz nach Mitternacht gingen in einer Swisscom-Filiale in Zürich die ersten iPhones über den Ladentisch, Hunderte Kunden hatten sich dafür in langen Wartereihen angestellt.

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