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Veröffentlicht: 08.03.2017, 16:01 Uhr

Dating-App Reiche und Schöne dürfen im Geheimklub tindern

Die wahre Elite bleibt auch im Internet gerne unter sich: Für die wirklich Begehrten bietet die Dating-App Tinder einen eigenen, bisher geheimen Klub.

© dpa Mr. Right: Wer jemanden bei Tinder nach rechts wischt, will ihn kennenlernen.

Haben Sie schon mal von „Tinder Select“ gehört? Falls nein, sinkt die Chance, dass Sie besonders reich oder ein Supermodel sind. Das amerikanische Portal „Techcrunch“ hat nun enthüllt, dass die Macher der Dating-App Tinder innerhalb der Plattform einen geheimen Klub betreiben: „Tinder Select“.

„Tinder Select“, so schreibt Autor Jordan Crook, sei nicht für gewöhnliche Tinder-Nutzer. Ihnen bleibe der Zutritt verwehrt. Einlass erhielten nur „die Elite-Nutzer der App, die Supermodels, Firmenchefs und andere extrem attraktive oder einflussreiche Leute“. Tinder selbst habe offenbar zuerst einige Leute in den VIP-Klub eingeladen. Einige der Eingeladenen hätten dann wiederum selbst das Recht erhalten, andere zu nominieren. Letztere könnten zwar beitreten – aber nicht andere Nutzer einladen. So bleibe kontrollierbar, dass sich der VIP-Klub nicht mit Menschen füllt, für die er nicht gedacht ist.

Je höher der „Elo score“, desto begehrter ist der Nutzer

Wie „Techcrunch“ schreibt, ist nicht vollständig klar, wie Tinder genau entscheidet, wer in den „Select“-Klub darf und wer nicht. Allerdings hätte das Unternehmen einen machtvollen Algorithmus, den es dafür wunderbar einsetzen könnte: Den „Elo score“. Der Begriff kommt aus dem Schach und gibt die Spielstärke eines Spielers an.

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Im Tinder-Universum gibt der „Elo score“ an, wie begehrt der Tinder-Nutzer ist. In die Punktzahl fließt nicht nur die reine physische Attraktivität ein. Tinder hat zweieinhalb Monate lang einen Algorithmus programmiert, der eine Vielzahl von Daten heranzieht. Welche genau, ist nicht bekannt. Es liegt nahe, dass das Verhältnis aus gemachten und abgelehnten Angeboten eine entscheidende Rolle spielt. Vermutet wird aber, dass auch Bildungsstand und berufliche Stellung eine Rolle spielen.

Wer genau kommt in den Tinder-Olymp?

Aus Computerspielen ist zudem der Mechanismus bekannt, dass ein Sieg gegen sehr starke menschliche Gegner mehr Punkte gibt als ein Sieg gegen Einsteiger. Wer umgekehrt von einem Neuling besiegt wird, muss mit erheblichen Punktabzügen rechnen. Ziel der Computerspiele-Hersteller ist, dass man immer gegen etwa gleich gute Menschen spielt, damit das Spiel spannend ist. Sollte Tinder diese gut funktionierende Methode anwenden, würden attraktive Menschen vor allem andere attraktive Menschen angezeigt bekommen. Die höchst Attraktiven ließen sich dann in „Tinder Select“ einladen.

Auf den Bildschirmfotos, die „Techcrunch“ zeigt, hat der Tinder Olymp eine etwas andere Optik als die herkömmliche App. Es arbeitet mit dunklen Blautönen statt mit orange. Dem Portal zufolge ist „Tinder Select“ seit mindestens sechs Monaten schon online, hat es aber abgelehnt, den Bericht zu kommentieren. Was könnte man auch all den 99 Prozent sagen, die nicht in den Club der Schönen und Reichen eingeladen wurden?

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