Home
http://www.faz.net/-gqe-73wh4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

App Store Apple erhöht die Preise

Unangenehme Überraschung für Apple-Kunden in Europa: Die kostenpflichtigen Programme im App Store wurden über Nacht unangekündigt um mehr als zehn Prozent teurer.

© dpa Preiserhöhung im App-Store: Der amerikanische Konzern hat den Einstiegspreis von 79 Cent auf 89 Cent angehoben.

Apple hat überraschend die Preise für Software-Programme auf dem iPhone und dem iPad angehoben. Der Konzern verteuerte die kostenpflichtigen Angebote im App Store in der Nacht zum Freitag um durchschnittlich mehr als zehn Prozent. Das kalifornische Unternehmen gab keine Gründe dazu an.

Die Betroffenen wurden vorher nicht informiert

Die Preise für die Angebote im App Store werden grundsätzlich von den Entwicklern der Apps festgelegt. Apple behält dann 30 Prozent des Umsatzes, 70 Prozent gehen an den Entwickler. Allerdings hat Apple feste Preisstufen vorgegeben. Diese wurden nun angepasst. Der Einstiegspreis von 79 Cent wurde auf 89 Cent angehoben. Hat eine App bisher 1,59 Euro gekostet, werden jetzt 1,79 Euro fällig. Und eine Software von bisher 7,99 Euro kostet jetzt 8,99 Euro.

Mehr zum Thema

Ärgerlich für die Betroffenen ist vor allem, dass sie über die Preiserhöhung nicht vorher informiert wurden. Vielmehr verschickte Apple in der Nacht eine Mail mit dem Betreff „iTunes Connect: New App Store currencies available“ (deutsch: iTunes Connect: Neue Währungen im App-Store verfügbar). Erst weit im hinteren Drittel fällt ein Sätzchen, wonach die Preise auch „angepasst“ worden seien.

Bei Verlagen in Deutschland stieß dieses Vorgehen auf Kritik. „Es ist schwer zu verstehen, warum das über Nacht gemacht wurde und ohne die Betroffenen vorher zu informieren“, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverlage (BDZV) der Nachrichtenagentur dpa. „Die Verlage werden ebenso wie ihre Kunden vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Wenn sich dies so bestätige, sei dies „sehr bedauerlich und nicht hinnehmbar“. Daher seien Verlage gezwungen, sich nach weiteren Geschäftspartnern umzusehen, sagte der Sprecher und nannte den Online-Händler Amazon sowie die Google-Plattform Android.

Quelle: DPA

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
iPhone-Verkäufe Apple schürt Zweifel

Das rasante Wachstum des Elektronikkonzerns reicht der Wall Street nicht. Die Entwicklung der Apple Watch bleibt ein Rätsel. Und mit seinem Vorzeigeprodukt iPhone steht der Konzern vor einer großen Herausforderung. Mehr Von Roland Lindner, New York

22.07.2015, 03:50 Uhr | Wirtschaft
Apple Watch Nur angucken, nicht mitnehmen

Ab sofort ist das neueste Produkt der Apple-Familie in Deutschland zu bestaunen: die sogenannte Apple Watch. Vor dem Apple Store in Berlin bildeten sich prompt Warteschlangen. Mehr

10.04.2015, 16:01 Uhr | Technik-Motor
Neues von Microsoft Fenster Nr. 10

Früher bereiteten manche Betriebssysteme von Microsoft wahre Bauchschmerzen. Am Mittwoch erscheint Windows 10 – und es macht alles besser. Sogar das Startmenü kehrt zurück. Mehr Von Raymond Wiseman und Michael Spehr

28.07.2015, 17:32 Uhr | Technik-Motor
Apple-Quartalsbericht Börse reagiert enttäuscht trotz Wachstum

Apple ist dank deutlich gestiegener iPhone-Verkäufe im Frühjahr kräftig gewachsen. Die Börse reagierte allerdings enttäuscht auf die Quartalszahlen des wertvollsten Unternehmens der Welt - aber aus einem anderen Grund. Mehr

22.07.2015, 11:30 Uhr | Wirtschaft
Deutsche und Aktien BASF ist die Lieblingsaktie der Deutschen

Scheuen die Deutschen die Aktie? Keiner kennt die Privatanleger besser als Comdirect-Chef Arno Walter. Sie kaufen, was sie kennen. Am liebsten deutsch. Mehr Von Dyrk Scherff

20.07.2015, 09:45 Uhr | Finanzen

Veröffentlicht: 26.10.2012, 14:11 Uhr


Aktienkurse
Name Kurs Änderung
  Nasdaq 100 --  --
  Facebook --  --
  Google --  --
  Apple --  --
  Zynga --  --

Sanktionen schärfen

Von Benjamin Triebe

Rund ein Jahr liegt die bedeutendste Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zurück. Die an sie geknüpften Hoffnungen mögen trügerisch gewesen sein. Dennoch wäre es falsch, sie aufzugeben. Mehr 4

Grafik des Tages Junge Männer sind oft arbeitslos

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland ist gut; das spürt auch die junge Generation; die Jugendarbeitslosigkeit sinkt. Allerdings: Frauen profitieren stärker von der Entwicklung als Männer. Mehr 1