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3GSM Angriff auf das iPhone

12.02.2007 ·  Die großen Musikverlage und 23 Mobilfunkkonzerne blasen zum Angriff auf das neue iPhone des Computerkonzerns Apple. Mit der „MusicStation-Plattform“ sollen für 2,99 Euro pro Woche uneingeschränkt Musiktitel aus einem Katalog gehört werden können.

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Mit Unterstützung führender Musiklabels und Mobilfunkanbieter will eine neuer Konkurrent Musik auf das Handy bringen und fordert abermals Apples iPod und das kommende iPhoneheraus. Mit der MusicStation-Plattform sollen für 2,99 Euro pro Woche uneingeschränkt Musiktitel aus dem Katalog gehört werden können, dabei anfallende Verbindungsgebühren inklusive, kündigte die Betreiberfirma Omnifone am Montag auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona an.

Vier große Mobilfunk-Anbieter wollen den Dienst im zweiten Quartal in wichtigen Märkten Westeuropas und in asiatischen Ländern starten. Weitere wollen im dritten Vierteljahr nachziehen. Omnifone verweist auf eine theoretische Kundenbasis von 690 Millionen Nutzern in 40 Ländern bei 23 teilnehmenden Mobilfunkanbietern.

iPhone als zentraler Rivale

Firmenchef Rob Lewis macht keinen Hehl daraus, dass man Apples kommendes erstes iPod-Handy iPhone als zentralen Rivalen im Visier hat. „Wir werden sicherstellen, dass, wenn das iPhone nach Europa kommt, die große Mehrheit der Europäer bereits eine Wahl haben wird“, sagt er. Das iPhone soll im Juni in den Vereinigten Staaten und Ende des Jahres in Europa und Asien starten. 2008 will Apple zehn Millionen Geräte absetzen.

Bei dem Omnifone-Modell wird die Musik nicht wie bei Apple erst auf den Computer heruntergeladen, sondern direkt über das Mobilfunknetz abgespielt. Nur die Lieblingssongs werden auf einer Speicherkarte im Telefon gespeichert, damit sie zudem Offline verfügbar sind. Auch beim iPhone ist unterdessen bisher nicht vorgesehen, sich die Musiktitel unterwegs direkt auf das Handy laden zu können.

Ähnlich wieder iPod

Unter den Ländern, in denen der MusicStation-Dienst gestartet werden soll, wurden auch Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Spanien genannt. Der Markt, in dem Apple mehr als 70 Prozent Marktanteil hat, gehört nicht dazu. Für einen Euro im Monat
mehr kann man die Musik von Omnifone nicht nur auf dem Handy, sondern auch auf dem Computer hören. Apple verkauft die Songs über iTunes von Beginn an für 0,99 US- oder Euro-Cent. Bisher konnten sich Konkurrenten mit Abo-Modellen nicht dagegen durchsetzen.

Die Menüs bei MusicStation sind sehr ähnlich wie die beim iPod aufgebaut. Es gibt zusatzfunktionen wie Nachrichten über Künstler, Informationen über Tourdaten und Neuerscheinungen, sowie die Möglichkeit, Playlists auszutauschen und von Nutzer zu Nutzer Kurznachrichten zu versenden.

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Von Heike Göbel

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