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Netzpolitik Die Furcht vor dem Shitstorm

 ·  Eine anonyme Masse treibt die Politiker im Netz vor sich her. Das hat jüngst der Fall des internationalen Urheberrechtsabkommens Acta gezeigt. Dessen Scheitern ist Ausdruck eines „Governance by Shitstorm“. Demokratie sieht anders aus.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (63)

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Stephan Müller

Wahlen sind doch auch anonym! Demokratie sieht nicht anders aus!

Max Frisch sagte mal "Demokratie ist, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen."

Wenn Leute sich nicht engagieren, werden sie als politikverdrossen und uninteressiert abgestempelt. Wenn sie sich einmischen, ist es auch nicht okay? Ein seltsames Rätsel.

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Christian Treczoks

Ein Paradebeispiel für die Probleme der Demokratie

ACTA ist ein Paradebeispiel für alles, was in dieser Politik schief läuft.

Und das Problem ist definitiv nicht, dass ein Vertrag an einem Shitstorm gescheitert ist, sondern dass dieser Vertrag so wie er ist überhaupt zu Stande gekommen ist. Ein Vertrag wie ACTA hätte in einer Demokratie gar nicht erst passieren dürfen.

Insofern können wir allen, die mit diesem "Shitstorm" ACTA in die Parade gefahren sind, nur dankbar sein. Und darauf hoffen, dass die Wachsamkeit der Bürger nicht nachlässt.

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fritz Teich

ACTA lesen und mit der gegenwaertigen Rechtslage vergleichen

Gesetze lesen 8und verstehen koennen die Pirate3n nicdht. Ausserdem sind sie technikverliebte Soziopathen. Freunde sind die Teilnehzmer an P2P-Netzwerken. Wenn es so waere, haetten sie wohl keine Freunde, mit denen sie freundschaftlich Dateien tauschen koennten. USB-Sticks fuer 64 GB gibt es heute schon fuer 25 Euro. Man kann den Austausch nur marginal beeinflussen.

ACTA ist der Abschied vom gewerblichen Ausmass, das eine Nachfrage nach der Identitaet eines Computernutzers erlaubt. Ausserhalb der Verwertungtsphase eines Werkes findet ein Schutz praktisch nicht statt. Ist das nicht auch gut so?

ACTA hat einen aehnlich witrkenden Beschraenkungsnmechanismus. Der ist aber eben nur funktional aehnlich und nicht festgelegt. Eine grenzenlose Ueberwachung aller Downloads ist grundsaetzlich moeglich. Diesen Unterschied kann man nicht ernst genug nehmen.

ACATA richtet sich im Uebrigen nicht gegen die Verursacher der Downloads insgesamt, sondern nur gegen die Verbraucher.

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Dr. Christian Jäger

Wer am lautesten schreit, hat recht...

Das ist schon seit 1968 so - nur dass man damals zumindest noch sein Gesicht gezeigt hat. Viele unserer angeblichen gesellschaftlichen Errungenschaften gehen darauf zurück, dass sich eine kleine elitäre Gruppe mit viel Zeit mit dem Duktus der moralischen Überlegenheit über die Mehrheitsmeinung der angeblich stumpfen Masse hinwegsetzte und dabei eine Intoleranz und Ignoranz gegenüber kausaler Argumentationen an den Tag legte, dass man glauben sollte, dass man nunmehr endlich der Wahrheit entgegentrat (die man Jahrhunderte nicht gesehen hat). Ob nun der Kampf gegen Kernkraft, Kirche Nation, für Abtreibung, Feminismus etc.. Gegenargumente sind ohnehin nicht zulässig, denn sie sind nicht korrekt - warum also nicht anonym die Wahrheit mit Hilfe des Netzes durchsetzen? Wenn Politiker eine eigene Meinung hätten, die sie nicht aus den Medien, sondern aus Wählergesprächen speist, könnte das problemlos verhindert werden, indem dieses Internetgeschrei einfach ignoriert wird.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2012 13:50 Uhr
Dr. Christian Jäger

Kostengünstiger und schneller vielleicht...

...aber eben auch leichter manipulierbar. Masse und Schnelligkeit sollte nicht alles sein bei der politschen Meinungsbildung. Man sollte nicht jedem Trend hinterlaufen, sondern durchaus auch mal sich bewährten Grundsätzen treubleiben - das gilt fürs Leben wie für die Politik. Modernität an sich ist kein Selbstwert. Der unverschämte Ton des Politikdarstellers aus dem Kanzleramt ist - da gebe ich Ihnen recht - eine Mischung aus altem Autoritätsdünkel, gepaart mit Post-68er Rotzigkeit - aber dafür hätte man früher - als die "Everything goes"-Gesellschaft noch nicht erfunden war, zurücktreten müssen. Heute muss man das nur noch, wenn man das Wort "Autobahn" im falschen Kontext erwähnt.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 24.06.2012 12:45 Uhr

Das Gespräch mit dem Bürger und Wähler

Ist auf eine sehr kleine begrenzte Menge an Menschen die diesen dierekten Kontakt suchen beschränkt. Auch wenn sich alle oder auch nur ein Großer Teil der Bürger daran versuchen würden mit den Entscheidungsträgern in Kontakt zu kommen würde es sehr schnell an die technischen terminplanerischen Grenzen stoßen.
.
In den 68ern war ich noch nicht auf der Welt daher kann ich wenig über die Methoden der damaligen Protestkultur sagen. Dennoch Unzufriedenheit einfach mit Ignoranz zu begegnen führt dazu, dass sich die Unzufriedenen neue Wege suchen mit denen sie ihre Positionen vertreten können.
.
Prinzipiell ist der Kommunikationsweg des Internets kostengünstiger und schneller wodurch sich Strukturen entwickeln lassen in denen ein größerer Teil der Bürger erreicht werden kann.
.
Dass sich die Lauten durchsetzten gibt es aber auch in der klassischen Politik. Oder wie nennen sie den Unverschämten Ton mit dem Herr Bosbach von einem Kollegen diffamiert wurde?

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Harald Schmidt
Harald Schmidt (Harry67) - 24.06.2012 07:22 Uhr

Masse statt Indviduen

Ob Acta ein schlechter Gesetzentwurf war oder nicht, ist doch gar nicht das Thema dieses Artikels ... "Internetdemokratie" bedeutet für mich auf dem derzeitigen Niveau:
- Mehr Befindichkeiten als Argumente
- Individuen ver"man"schen in der Masse
- Durch die Massengestütze JA/NEIN Kodierung den Verlust jeglicher Kompromissfähigkeit in der politischen Arbeit
- Die Mittelmäßigkeit der Vielen regiert über Kompetenz der Spezialisierten.
.
Im Grunde wird das, was die heutige Politik so unerträglich macht, das ewige Schielen nach Massenwirksamen Botschaften plus die Tendenz zum Einheitsparteiverhalten, noch schlimmer gemacht.
.
Bei genauerer Betrachtung geht es schlicht um die Gefahren fundamentalistischen Denkens. Vermutlich kann dem ganzen Prozess aber nur über eine differenzierte, den neuen Medien angemessen begegnende Schulbildung entgegengewirkt werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 12:46 Uhr
Joachim Nettelbeck

Danke

Danke, das waren ein paar sehr kluge Bemerkungen.

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Yabanda Gruppanowitsch

Klar ist das Demokratie!

In der Struktur geht es doch darum, wer den Politikern die Richtung vorgibt:

- die aus dem Volk, die sich einer Abstimmung (meist Wahl genannt) anschliessen
- Monopolisten (Lobbyisten), die ihre Definition von Urheberrecht durchdrücken wollen

Und in diesem Fall sind Wähler aktiv geworden und haben "ihren" Politikern ihre Meinung gesagt, und die Politiker haben verstanden, dass sie ein Mandat haben dem Wähler gegenüber.

Wenn das nicht als Demokratie verstanden wird, sollten wir den Begriff mit Lobbykratie ersetzen.

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Oliver Winkelmann

Liebe Frau Amann,

wo unterscheidet sich das "undemokratische" Gebahren der ACTA-Gegner in irgendeiner Weise von dem Vorgehen anderer Interessengruppen wie Banken, Versicherungen, Großindustrie, Gewerkschaften, etc. die mind. genauso viel Druck auf Abgeordnete ausüben und mit Konsequenzen drohen, wie Abwanderung von Arbeitsplätzen, Streiks, keine Wiederwahl etc., und das nicht öffentlich, sondern anonym in Hinterzimmern. Nicht zu vergessen die Medien - auch ein Onlineartikel bleibt im Netz, auch Zeitungen können Kampagnen gegen Politiker fahren und so Druck ausüben. Warum ist das besser oder wenigstens anders als das was sie kritisieren??
Da ist mir das Netz lieber, denn Sie vergessen in ihrem "Artikel" zwei Dinge:
1. "Netz" ist nicht automatisch "anonym", wie auch schon Vorkommentatoren angemerkt haben. Auch Online-Petitionen unterschreibt man in der Regel mit seinem Klarnamen.
2. die "dauerhaft dröhnende, anonyme Masse" sind Bürger, die ihre Meinung äußern. Anonym hin oder her, Sie sind nicht besser.

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Roland Wagner

Es ist ja auch viel leichter, einen Shitstorm zu entfesseln, als sich ernsthaft über

einen längeren Zeitraum in der Politik zu engagieren. Wenn es wirklich die Bürger sind, die da aktiv werden, warum passiert dann so wenig bei den Issues, die die Bürger (anscheinend aber nicht die Netzgemeinde) wirklich beschäftigen, wie z. B. der Überschuldung Deutschlands durch Bürgschaften auf Generationen? Etwar weil das langweiliger Kram aus der Erwachsenenwelt ist, der nix mit dem Internet zu tun hat? Schade, da werden wir nämlich wirklich verkauft...

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Adam Felix

Phänomen des "Governance by Shitstorm"

Man muss dabei auch den Hintergrund der Netzpolitik und Netzrealität der letzten 5 Jahre beachten.

Denn in dieser Zeit hat es so viele Datenskandale seitens der Wirtschaft gegeben, aber auch seitens der Regierung unangemessene Pläne der Kontrolle und Überwachung des Internets, Mobilfunks und insbesondere der Nutzer, dass diese schon sehr empfindlich geworden sind.
So dass auch ohne nähere Prüfung alles abgelehnt wird, das irgendwie nach staatlichen Eingriff in das Nutzerverhalten aussieht.
Diese beeinträchtigen das Lebensgefühl der Bürger, die sich mit ihrem Informationsaustausch immer stärker diesen neuen Techniken anvertrauen. Das haben sich die Politik und die Wirtschaft selbst zuzuschreiben. Überwachung ist m.E. bedrohlicher als Terrorismus, denn diese träfe jeden Bürger jeden Tag

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Joachim Nettelbeck

Im Wilden Westen ...

... nannte man das früher einen Lynch-Mob. Der Shitstorm ist nichts weiter als die modernisierte Version davon.

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Dorian Spange

Es ist immer wieder lustig zu lesen, dass die Netzgemeinde anonym wäre

Jeder Twitter-Account hat neben dem Pseudonym in der Regel einen realen Namen sowie eine angegebene E-Mail-Adresse. Selbst wenn diese beeinflussende Masse anonym wäre, ist dies doch irrelevant. Sie besteht nahezu ausschließlich aus deutschen Staatsbürgern, über die in der Politik debattiert und entschieden wird. Merkwürdig ist auch, dass der Autor kritisiert, dass gar nicht bekannt sei, um wie viele es sich bei Shitstorms handele. Bevor man aber einen Shitstorm als solchen bezeichnen kann, muss eine große Menge an Internetnutzern sich aktiv beteiligen. Shitstorm-Themen sind dann auch häufig in den Top-10-Twitter-Trends zu finden. Bevor dort ein Thema (z.B. #stopACTA) überhaupt auftaucht und für die breite Masse interessant wird, muss es mehrere tausende Male erwähnt werden, was wahrlich keine kleine Anzahl darstellt. Im Falle Actas waren es aber weitaus mehr als die auf den Straßen demonstrierenden Menschen.

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Dorian Spange

Mitmachdemokratie = Negativ?!

Ich widerspreche dem Autor des Artikels. Sie sind zwar "(...) nur ihrem Gewissen verpflichtet" (GG Art. 38, 2) und die Mandatsträger sollen ohne Einfluss anderer entscheiden, doch im Sinne der Basisdemokratie ist es doch nur zu begrüßen, wenn das Volk einen solchen Einfluss auf die Politik hat.
Gerade die Schwarmintelligenz führt meiner Meinung nach zu besseren Entscheidungen bei sämtlichen Themen.
Der Artikel zeigt und bestätigt jedoch, dass das Internet immer wichtiger für die Politik wird, was auch meine Meinung darstellt. Wenn mehr Bürger und auch andere Parteien die Vorteile von LiquidFeedback etc. erkennen und diese Anwenden (Erste Gemeinde will LiquidFeedback einführen), wird das Internet nahezu unerlässlich für unsere Politik und diese dadurch für den einzelnen Bürger um einiges interessanter und allgemein besser.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2012 17:58 Uhr
Oliver Haag

Seltsamer Artikel

Ich schliesse mich hier an. Verstehe absolut nicht, was schlecht dran sein soll wenn Demonstrationen (übrigens wesentlich mehr als 20k Menschen in Deutschland, wo kam die Zahl denn her?) und Kritik im Netz von den Politikern wahrgenommen werden und eine genauere Ausseinandersetzung (und damit ein Umdenken) auslösen. Zuvor gabs eine Schicke Empfehlung, dem Krampf einfach zuzustimmen, und die Zeit sich diesen Wischiwaschi-Vertrag durchzulesen fehlte den meisten ohnehin.
Übrigens ging es immer noch nicht hauptsächlich um irgendwelche Filesharer die damit eher eins auf die Glocke bekommen. Das wurde von den Medien wieder fleissig verbreitet und bei den Demos standen leider auch einige Vollpfosten, die das so verstanden hatten (2. Demo in München konnte am Ende jeder seinen Senf ablassen - die ohne jegliche Ahnung haben die Gelegenheit auch gleich wahrgenommen...). Was die Probleme sind zähl ich hier nich nochmal auf, da die Zeichen gleich aus sind - Google is da aber sicher hilfsbereit.

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Roland Wagner

Schwarmintelligenz = bessere Entscheidungen bei sämtlichen Themen?

Tut mir leid, ich muss beim Stichwort Schwarmintelligenz immer an die Nationalsozialisten und alternativ an die Blattschneiderameisen denken. Wie ging das nochmal? Ein Mensch ist intelligent, eine Horde Menschen ist ...

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Matthias Ulmer
Matthias Ulmer (mulmer) - 24.06.2012 00:15 Uhr

Lernphase

Von Anthony Burgess gibt es das Zitat: Die willentliche Zurückhaltung der Defäkation ist die Grundlage menschlicher Zivilisation. Das bekommt heute wieder neu Bedeutung. Nur wenn man sich den Shitstorm verkneift, und das erfordert eben ein gewisses zivilisatorisches Niveau, ist Dialog noch möglich. Die Nutzung des Internet muss von den Nutzern genau so wie von den Politikern erst noch erlernt werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2012 14:02 Uhr
Richard van Felde

Die Voraussetzung stimmt nicht

Der Kommentar setzt voraus, daß es sich um einen "Shitstorm" handelt. Ersetzt man die polemische Bezeichnung durch einen Sturm der Entrüstung, dann funktioniert dieses Wortspiel nicht mehr und wir können uns den eigentlichen Vorgang ansehen.

Der Sturm der Entrüstung ist an sich nichts Verwerfliches oder Unzivilisiertes. Der Gegenstand der Entrüstung mag vielleicht verwerflich sein. Vielleicht auch rein auf Emotionen oder Angst basierende Entrüstung unzivilisiert. Um dies jedoch zu beantworten, bedarf es einer sorgfältigeren Betrachtung, als es in dem Artikel erfolgt ist.

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Jörg Bauer

ACTA ist nicht tot...

- ACTA ist nicht tot...
Am 21.6 hat der INTA-Ausschuss (Handelsausschuss und federführend bei ACTA) eine EMPFEHLUNG ans Europäische Parlament gegen ACTA abgestimmt.
ACTA ist damit absolut nicht vom Tisch sondern kommt voraussichtlich am 4. Juli zur Abstimmung ins Plenum (das ist die wirkliche Abstimmung und solange ist ACTA ganz und gar nicht vom Tisch, die Contentlobby läuft ja schon seit geraumer Zeit zu hochtouren auf...)

- Die Zahl der Demonstranten ist absolut falsch.
kommentarlos...

- Nur die Leute hinter der Maske mussten vor der ersten Demo über ACTA ganz toll Bescheid? Sonst niemand?
Demonstrationen, Emails und Telefonate sinnlos - Bloggen das Allheilmittel?

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Thomas Frieling

ACTA? Läppisch!

In dem ganzen ACTA-Abkommen steht nichts, was nicht sowieso bereits nationales Gesetz wäre. Die Piraten und andere Aktivisten, die so gern die Welt retten möchten, dürfen sich an diesem Stöckchen abarbeiten. Sie dürfen sogar mal gewinnen.

Parallel dazu findet die ESM-Verabschiedung ganz ohne Begleitung durch neofolkloristische Rituale wie "Shit Storms". statt. Die Aktivisten sind hier Zuschauer - genau wie bei der EM. Aktuell hoffen sie, daß der Bundespräsident und das Verfassungsgericht die Enttdemokratisierung stoppen können. Mitspielen oder irgendwie protestieren - das kommt hier (ESM) wie dort (EM) nicht in Frage. TV reicht.

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Thomas Frieling

ACTA? Läppisch!

In dem ganzen ACTA-Vertrag steht nichts, was nicht sowieso bereits Gesetz ist. Die Piraten und andere Eiferer, die sich so gerne als Weltenretter betätigen, haben hier ein prima Stöckchen, an dem sie sich abarbeiten können. Sie dürfen sogar gewinnen. Was aber parallel abläuft, wird ganz ohne "Shit-Storm" und andere neofolkloristischen Aktivitäten durchgewinkt. Im Moment lässt man die Nummer "ESM" noch einmals stoppen, damit der Unmut der Bevölkerung umgeleitet wird auf die gewohnte Zuschauerrolle: Gacuk vor, noch ein Tor!

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 23.06.2012 23:06 Uhr

Acta ist bewusst in Hinterzimmern ausgehandelt

und ein sehr einseitiges Produkt, dass die Interessen der Mehrheit der Menschen und die Realitäten nicht beachtet.
Es ist völlig falsch, dass die Parteien vor der Netzgemeinde zittern.
Warum entschieden die Parteien gegen über 90% der Bevölkerung, um nicht nicht einmal 1% der Bevölkerung in der gegenwärtigen Spekulationskrise mit fast 400 Mrd. € Finanzmittel zu stützen, da dieses "unabdingbar" und "zum Nutzen Aller sei"?
Die Parteien scheren sich m.E. ein Dreck um die Meinung der Mehrheit.
Eine Ausnahme sind drei Monate vor einer Wahl. Dann wird wieder gegen eine deutliche Mehrheit der Bürger "Politik" gemacht.

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Karl Dietrich Naumann

Ich finde es großartig, dass die ACTA Mauschelei noch gestoppt werden konnte !

Das sogar gegen die z.T. einseitig interessierten Medien und die eingelullte Politik . Die Medien transportieren alle möglichen Themen der Gutmenschen andererseits auf der unbewiesenen Unterlage : " der überwiegen Teil der Deutschen ist gegen " : Betreuungsgeld, Stuttgart21,
mehrgliedriges Schulsystem, qualifizierte Einwanderung, Gentechnik, Kernkraftwerke....
Nur wenn es zum Schwur kommt und eine Volksabstimmung das beweisen soll, wie
in Hamburg und Stuttgart, fallen sie durch. Nur machen die Medien unverdrossen weiter !
Endlich gibt es eine Plattform auf der sich erheblich mehr beteiligen können.

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Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 23.06.2012 22:05 Uhr

"der vorauseilende Gehorsam der Regierenden"?

Wie ist denn dann das rücksichtslose Durchdrücken von immer neuen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der "Staaten- und Bankenrettung" durch die deutsche Regierung zu nennen - gegen alle Kritik, und dem normalen Steuerzahler Bürden auferlegend, die er kaum noch schultern kann?

Wo ist da der "vorauseilende Gehorsam"?

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Gerhard Winterstein

Habe ich da was übersehen?

Ich habe in der F.A.Z keinen Hinweis gelesen, dass bereits eine Pauschalabgabe (=Urheberrechtsabgabe) für viele technische Geräte und Datenträger u. a. an GEMA, VG Wort und VG Bild-Kunst entrichtet wird. Siehe Wikipedia Pauschalabgabe
Zum Beispiel Mobiltelefonen: 12,00 € (ohne Touchscreen) bis 36,00 € (mit Touchscreen ab 8 GB), DVD-Brenner 10,68 €, 50 CD-Rohlingen zu 80 Minuten 4,09 €, …

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Weitersagen

Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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