23.06.2012 · Eine anonyme Masse treibt die Politiker im Netz vor sich her. Das hat jüngst der Fall des internationalen Urheberrechtsabkommens Acta gezeigt. Dessen Scheitern ist Ausdruck eines „Governance by Shitstorm“. Demokratie sieht anders aus.
Von Melanie AmannRichtlinien für Lesermeinungen
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Wahlen sind doch auch anonym! Demokratie sieht nicht anders aus!
Max Frisch sagte mal "Demokratie ist, sich in die eigenen
Angelegenheiten einzumischen."
Wenn Leute sich nicht engagieren, werden sie als politikverdrossen und
uninteressiert abgestempelt. Wenn sie sich einmischen, ist es auch nicht
okay? Ein seltsames Rätsel.
Ein Paradebeispiel für die Probleme der Demokratie
ACTA ist ein Paradebeispiel für alles, was in dieser Politik schief läuft.
Und das Problem ist definitiv nicht, dass ein Vertrag an einem Shitstorm
gescheitert ist, sondern dass dieser Vertrag so wie er ist
überhaupt zu Stande gekommen ist. Ein Vertrag wie ACTA hätte
in einer Demokratie gar nicht erst passieren dürfen.
Insofern können wir allen, die mit diesem "Shitstorm"
ACTA in die Parade gefahren sind, nur dankbar sein. Und darauf hoffen,
dass die Wachsamkeit der Bürger nicht nachlässt.
ACTA lesen und mit der gegenwaertigen Rechtslage vergleichen
Gesetze lesen 8und verstehen koennen die Pirate3n nicdht. Ausserdem sind
sie technikverliebte Soziopathen. Freunde sind die Teilnehzmer an
P2P-Netzwerken. Wenn es so waere, haetten sie wohl keine Freunde, mit
denen sie freundschaftlich Dateien tauschen koennten. USB-Sticks fuer 64
GB gibt es heute schon fuer 25 Euro. Man kann den Austausch nur marginal
beeinflussen.
ACTA ist der Abschied vom gewerblichen Ausmass, das eine Nachfrage nach
der Identitaet eines Computernutzers erlaubt. Ausserhalb der
Verwertungtsphase eines Werkes findet ein Schutz praktisch nicht statt.
Ist das nicht auch gut so?
ACTA hat einen aehnlich witrkenden Beschraenkungsnmechanismus. Der ist
aber eben nur funktional aehnlich und nicht festgelegt. Eine grenzenlose
Ueberwachung aller Downloads ist grundsaetzlich moeglich. Diesen
Unterschied kann man nicht ernst genug nehmen.
ACATA richtet sich im Uebrigen nicht gegen die Verursacher der Downloads
insgesamt, sondern nur gegen die Verbraucher.
Wer am lautesten schreit, hat recht...
Das ist schon seit 1968 so - nur dass man damals zumindest noch sein Gesicht gezeigt hat. Viele unserer angeblichen gesellschaftlichen Errungenschaften gehen darauf zurück, dass sich eine kleine elitäre Gruppe mit viel Zeit mit dem Duktus der moralischen Überlegenheit über die Mehrheitsmeinung der angeblich stumpfen Masse hinwegsetzte und dabei eine Intoleranz und Ignoranz gegenüber kausaler Argumentationen an den Tag legte, dass man glauben sollte, dass man nunmehr endlich der Wahrheit entgegentrat (die man Jahrhunderte nicht gesehen hat). Ob nun der Kampf gegen Kernkraft, Kirche Nation, für Abtreibung, Feminismus etc.. Gegenargumente sind ohnehin nicht zulässig, denn sie sind nicht korrekt - warum also nicht anonym die Wahrheit mit Hilfe des Netzes durchsetzen? Wenn Politiker eine eigene Meinung hätten, die sie nicht aus den Medien, sondern aus Wählergesprächen speist, könnte das problemlos verhindert werden, indem dieses Internetgeschrei einfach ignoriert wird.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2012 13:50 UhrKostengünstiger und schneller vielleicht...
...aber eben auch leichter manipulierbar. Masse und Schnelligkeit sollte nicht alles sein bei der politschen Meinungsbildung. Man sollte nicht jedem Trend hinterlaufen, sondern durchaus auch mal sich bewährten Grundsätzen treubleiben - das gilt fürs Leben wie für die Politik. Modernität an sich ist kein Selbstwert. Der unverschämte Ton des Politikdarstellers aus dem Kanzleramt ist - da gebe ich Ihnen recht - eine Mischung aus altem Autoritätsdünkel, gepaart mit Post-68er Rotzigkeit - aber dafür hätte man früher - als die "Everything goes"-Gesellschaft noch nicht erfunden war, zurücktreten müssen. Heute muss man das nur noch, wenn man das Wort "Autobahn" im falschen Kontext erwähnt.
Das Gespräch mit dem Bürger und Wähler
Ist auf eine sehr kleine begrenzte Menge an Menschen die diesen
dierekten Kontakt suchen beschränkt. Auch wenn sich alle oder auch
nur ein Großer Teil der Bürger daran versuchen würden
mit den Entscheidungsträgern in Kontakt zu kommen würde es
sehr schnell an die technischen terminplanerischen Grenzen stoßen.
.
In den 68ern war ich noch nicht auf der Welt daher kann ich wenig
über die Methoden der damaligen Protestkultur sagen. Dennoch
Unzufriedenheit einfach mit Ignoranz zu begegnen führt dazu, dass
sich die Unzufriedenen neue Wege suchen mit denen sie ihre Positionen
vertreten können.
.
Prinzipiell ist der Kommunikationsweg des Internets kostengünstiger
und schneller wodurch sich Strukturen entwickeln lassen in denen ein
größerer Teil der Bürger erreicht werden kann.
.
Dass sich die Lauten durchsetzten gibt es aber auch in der klassischen
Politik. Oder wie nennen sie den Unverschämten Ton mit dem Herr
Bosbach von einem Kollegen diffamiert wurde?
Ob Acta ein schlechter Gesetzentwurf war oder nicht, ist doch gar nicht
das Thema dieses Artikels ... "Internetdemokratie" bedeutet
für mich auf dem derzeitigen Niveau:
- Mehr Befindichkeiten als Argumente
- Individuen ver"man"schen in der Masse
- Durch die Massengestütze JA/NEIN Kodierung den Verlust jeglicher
Kompromissfähigkeit in der politischen Arbeit
- Die Mittelmäßigkeit der Vielen regiert über Kompetenz
der Spezialisierten.
.
Im Grunde wird das, was die heutige Politik so unerträglich macht,
das ewige Schielen nach Massenwirksamen Botschaften plus die Tendenz zum
Einheitsparteiverhalten, noch schlimmer gemacht.
.
Bei genauerer Betrachtung geht es schlicht um die Gefahren
fundamentalistischen Denkens. Vermutlich kann dem ganzen Prozess aber
nur über eine differenzierte, den neuen Medien angemessen
begegnende Schulbildung entgegengewirkt werden.
Danke
Danke, das waren ein paar sehr kluge Bemerkungen.
In der Struktur geht es doch darum, wer den Politikern die Richtung vorgibt:
- die aus dem Volk, die sich einer Abstimmung (meist Wahl genannt) anschliessen
- Monopolisten (Lobbyisten), die ihre Definition von Urheberrecht
durchdrücken wollen
Und in diesem Fall sind Wähler aktiv geworden und haben
"ihren" Politikern ihre Meinung gesagt, und die Politiker
haben verstanden, dass sie ein Mandat haben dem Wähler gegenüber.
Wenn das nicht als Demokratie verstanden wird, sollten wir den Begriff
mit Lobbykratie ersetzen.
wo unterscheidet sich das "undemokratische" Gebahren der
ACTA-Gegner in irgendeiner Weise von dem Vorgehen anderer
Interessengruppen wie Banken, Versicherungen, Großindustrie,
Gewerkschaften, etc. die mind. genauso viel Druck auf Abgeordnete
ausüben und mit Konsequenzen drohen, wie Abwanderung von
Arbeitsplätzen, Streiks, keine Wiederwahl etc., und das nicht
öffentlich, sondern anonym in Hinterzimmern. Nicht zu vergessen
die Medien - auch ein Onlineartikel bleibt im Netz, auch Zeitungen
können Kampagnen gegen Politiker fahren und so Druck ausüben.
Warum ist das besser oder wenigstens anders als das was sie kritisieren??
Da ist mir das Netz lieber, denn Sie vergessen in ihrem
"Artikel" zwei Dinge:
1. "Netz" ist nicht automatisch "anonym", wie auch
schon Vorkommentatoren angemerkt haben. Auch Online-Petitionen
unterschreibt man in der Regel mit seinem Klarnamen.
2. die "dauerhaft dröhnende, anonyme Masse" sind
Bürger, die ihre Meinung äußern. Anonym hin oder her,
Sie sind nicht besser.
Es ist ja auch viel leichter, einen Shitstorm zu entfesseln, als sich ernsthaft über
einen längeren Zeitraum in der Politik zu engagieren. Wenn es wirklich die Bürger sind, die da aktiv werden, warum passiert dann so wenig bei den Issues, die die Bürger (anscheinend aber nicht die Netzgemeinde) wirklich beschäftigen, wie z. B. der Überschuldung Deutschlands durch Bürgschaften auf Generationen? Etwar weil das langweiliger Kram aus der Erwachsenenwelt ist, der nix mit dem Internet zu tun hat? Schade, da werden wir nämlich wirklich verkauft...
Phänomen des "Governance by Shitstorm"
Man muss dabei auch den Hintergrund der Netzpolitik und
Netzrealität der letzten 5 Jahre beachten.
Denn in dieser Zeit hat es so viele Datenskandale seitens der Wirtschaft
gegeben, aber auch seitens der Regierung unangemessene Pläne der
Kontrolle und Überwachung des Internets, Mobilfunks und
insbesondere der Nutzer, dass diese schon sehr empfindlich geworden
sind.
So dass auch ohne nähere Prüfung alles abgelehnt wird, das
irgendwie nach staatlichen Eingriff in das Nutzerverhalten aussieht.
Diese beeinträchtigen das Lebensgefühl der Bürger, die
sich mit ihrem Informationsaustausch immer stärker diesen neuen
Techniken anvertrauen. Das haben sich die Politik und die Wirtschaft
selbst zuzuschreiben. Überwachung ist m.E. bedrohlicher als
Terrorismus, denn diese träfe jeden Bürger jeden Tag
... nannte man das früher einen Lynch-Mob. Der Shitstorm ist nichts weiter als die modernisierte Version davon.
Es ist immer wieder lustig zu lesen, dass die Netzgemeinde anonym wäre
Jeder Twitter-Account hat neben dem Pseudonym in der Regel einen realen Namen sowie eine angegebene E-Mail-Adresse. Selbst wenn diese beeinflussende Masse anonym wäre, ist dies doch irrelevant. Sie besteht nahezu ausschließlich aus deutschen Staatsbürgern, über die in der Politik debattiert und entschieden wird. Merkwürdig ist auch, dass der Autor kritisiert, dass gar nicht bekannt sei, um wie viele es sich bei Shitstorms handele. Bevor man aber einen Shitstorm als solchen bezeichnen kann, muss eine große Menge an Internetnutzern sich aktiv beteiligen. Shitstorm-Themen sind dann auch häufig in den Top-10-Twitter-Trends zu finden. Bevor dort ein Thema (z.B. #stopACTA) überhaupt auftaucht und für die breite Masse interessant wird, muss es mehrere tausende Male erwähnt werden, was wahrlich keine kleine Anzahl darstellt. Im Falle Actas waren es aber weitaus mehr als die auf den Straßen demonstrierenden Menschen.
Ich widerspreche dem Autor des Artikels. Sie sind zwar "(...) nur
ihrem Gewissen verpflichtet" (GG Art. 38, 2) und die
Mandatsträger sollen ohne Einfluss anderer entscheiden, doch im
Sinne der Basisdemokratie ist es doch nur zu begrüßen, wenn
das Volk einen solchen Einfluss auf die Politik hat.
Gerade die Schwarmintelligenz führt meiner Meinung nach zu besseren
Entscheidungen bei sämtlichen Themen.
Der Artikel zeigt und bestätigt jedoch, dass das Internet immer
wichtiger für die Politik wird, was auch meine Meinung darstellt.
Wenn mehr Bürger und auch andere Parteien die Vorteile von
LiquidFeedback etc. erkennen und diese Anwenden (Erste Gemeinde will
LiquidFeedback einführen), wird das Internet nahezu
unerlässlich für unsere Politik und diese dadurch für den
einzelnen Bürger um einiges interessanter und allgemein besser.
Seltsamer Artikel
Ich schliesse mich hier an. Verstehe absolut nicht, was schlecht dran
sein soll wenn Demonstrationen (übrigens wesentlich mehr als 20k
Menschen in Deutschland, wo kam die Zahl denn her?) und Kritik im Netz
von den Politikern wahrgenommen werden und eine genauere
Ausseinandersetzung (und damit ein Umdenken) auslösen. Zuvor gabs
eine Schicke Empfehlung, dem Krampf einfach zuzustimmen, und die Zeit
sich diesen Wischiwaschi-Vertrag durchzulesen fehlte den meisten ohnehin.
Übrigens ging es immer noch nicht hauptsächlich um
irgendwelche Filesharer die damit eher eins auf die Glocke bekommen. Das
wurde von den Medien wieder fleissig verbreitet und bei den Demos
standen leider auch einige Vollpfosten, die das so verstanden hatten (2.
Demo in München konnte am Ende jeder seinen Senf ablassen - die
ohne jegliche Ahnung haben die Gelegenheit auch gleich wahrgenommen...).
Was die Probleme sind zähl ich hier nich nochmal auf, da die
Zeichen gleich aus sind - Google is da aber sicher hilfsbereit.
Schwarmintelligenz = bessere Entscheidungen bei sämtlichen Themen?
Tut mir leid, ich muss beim Stichwort Schwarmintelligenz immer an die Nationalsozialisten und alternativ an die Blattschneiderameisen denken. Wie ging das nochmal? Ein Mensch ist intelligent, eine Horde Menschen ist ...
Von Anthony Burgess gibt es das Zitat: Die willentliche Zurückhaltung der Defäkation ist die Grundlage menschlicher Zivilisation. Das bekommt heute wieder neu Bedeutung. Nur wenn man sich den Shitstorm verkneift, und das erfordert eben ein gewisses zivilisatorisches Niveau, ist Dialog noch möglich. Die Nutzung des Internet muss von den Nutzern genau so wie von den Politikern erst noch erlernt werden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.06.2012 14:02 UhrDie Voraussetzung stimmt nicht
Der Kommentar setzt voraus, daß es sich um einen
"Shitstorm" handelt. Ersetzt man die polemische Bezeichnung
durch einen Sturm der Entrüstung, dann funktioniert dieses
Wortspiel nicht mehr und wir können uns den eigentlichen Vorgang ansehen.
Der Sturm der Entrüstung ist an sich nichts Verwerfliches oder
Unzivilisiertes. Der Gegenstand der Entrüstung mag vielleicht
verwerflich sein. Vielleicht auch rein auf Emotionen oder Angst
basierende Entrüstung unzivilisiert. Um dies jedoch zu beantworten,
bedarf es einer sorgfältigeren Betrachtung, als es in dem Artikel
erfolgt ist.
- ACTA ist nicht tot...
Am 21.6 hat der INTA-Ausschuss (Handelsausschuss und federführend
bei ACTA) eine EMPFEHLUNG ans Europäische Parlament gegen ACTA
abgestimmt.
ACTA ist damit absolut nicht vom Tisch sondern kommt voraussichtlich am
4. Juli zur Abstimmung ins Plenum (das ist die wirkliche Abstimmung und
solange ist ACTA ganz und gar nicht vom Tisch, die Contentlobby
läuft ja schon seit geraumer Zeit zu hochtouren auf...)
- Die Zahl der Demonstranten ist absolut falsch.
kommentarlos...
- Nur die Leute hinter der Maske mussten vor der ersten Demo über
ACTA ganz toll Bescheid? Sonst niemand?
Demonstrationen, Emails und Telefonate sinnlos - Bloggen das
Allheilmittel?
In dem ganzen ACTA-Abkommen steht nichts, was nicht sowieso bereits
nationales Gesetz wäre. Die Piraten und andere Aktivisten, die so
gern die Welt retten möchten, dürfen sich an diesem
Stöckchen abarbeiten. Sie dürfen sogar mal gewinnen.
Parallel dazu findet die ESM-Verabschiedung ganz ohne Begleitung durch
neofolkloristische Rituale wie "Shit Storms". statt. Die
Aktivisten sind hier Zuschauer - genau wie bei der EM. Aktuell hoffen
sie, daß der Bundespräsident und das Verfassungsgericht die
Enttdemokratisierung stoppen können. Mitspielen oder irgendwie
protestieren - das kommt hier (ESM) wie dort (EM) nicht in Frage. TV reicht.
In dem ganzen ACTA-Vertrag steht nichts, was nicht sowieso bereits Gesetz ist. Die Piraten und andere Eiferer, die sich so gerne als Weltenretter betätigen, haben hier ein prima Stöckchen, an dem sie sich abarbeiten können. Sie dürfen sogar gewinnen. Was aber parallel abläuft, wird ganz ohne "Shit-Storm" und andere neofolkloristischen Aktivitäten durchgewinkt. Im Moment lässt man die Nummer "ESM" noch einmals stoppen, damit der Unmut der Bevölkerung umgeleitet wird auf die gewohnte Zuschauerrolle: Gacuk vor, noch ein Tor!
Acta ist bewusst in Hinterzimmern ausgehandelt
und ein sehr einseitiges Produkt, dass die Interessen der Mehrheit der
Menschen und die Realitäten nicht beachtet.
Es ist völlig falsch, dass die Parteien vor der Netzgemeinde
zittern.
Warum entschieden die Parteien gegen über 90% der Bevölkerung,
um nicht nicht einmal 1% der Bevölkerung in der gegenwärtigen
Spekulationskrise mit fast 400 Mrd. € Finanzmittel zu stützen,
da dieses "unabdingbar" und "zum Nutzen Aller sei"?
Die Parteien scheren sich m.E. ein Dreck um die Meinung der Mehrheit.
Eine Ausnahme sind drei Monate vor einer Wahl. Dann wird wieder gegen
eine deutliche Mehrheit der Bürger "Politik" gemacht.
Ich finde es großartig, dass die ACTA Mauschelei noch gestoppt werden konnte !
Das sogar gegen die z.T. einseitig interessierten Medien und die
eingelullte Politik . Die Medien transportieren alle möglichen
Themen der Gutmenschen andererseits auf der unbewiesenen Unterlage :
" der überwiegen Teil der Deutschen ist gegen " :
Betreuungsgeld, Stuttgart21,
mehrgliedriges Schulsystem, qualifizierte Einwanderung, Gentechnik,
Kernkraftwerke....
Nur wenn es zum Schwur kommt und eine Volksabstimmung das beweisen soll,
wie
in Hamburg und Stuttgart, fallen sie durch. Nur machen die Medien
unverdrossen weiter !
Endlich gibt es eine Plattform auf der sich erheblich mehr beteiligen können.
"der vorauseilende Gehorsam der Regierenden"?
Wie ist denn dann das rücksichtslose Durchdrücken von immer
neuen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der "Staaten- und
Bankenrettung" durch die deutsche Regierung zu nennen - gegen alle
Kritik, und dem normalen Steuerzahler Bürden auferlegend, die er
kaum noch schultern kann?
Wo ist da der "vorauseilende Gehorsam"?
Ich habe in der F.A.Z keinen Hinweis gelesen, dass bereits eine
Pauschalabgabe (=Urheberrechtsabgabe) für viele technische
Geräte und Datenträger u. a. an GEMA, VG Wort und VG
Bild-Kunst entrichtet wird. Siehe Wikipedia Pauschalabgabe
Zum Beispiel Mobiltelefonen: 12,00 € (ohne Touchscreen) bis 36,00
€ (mit Touchscreen ab 8 GB), DVD-Brenner 10,68 €, 50
CD-Rohlingen zu 80 Minuten 4,09 €, …
Melanie Amann Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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