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Veröffentlicht: 05.11.2012, 11:16 Uhr

Nebeneinkünfte Vortragsmillionär Steinbrück

Die SPD demontiert ihren Kanzlerkandidaten, wenn Parteichef Gabriel seine Einkünfte offenlegt und nebenbei mehr Gehalt für künftige Kanzler fordert, während Steinbrück nur zögernd sein Honorar als Vortragsreisender offenbart.

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Wer hätte Peer Steinbrück einen solchen Fehlstart zugetraut? Die SPD demontiert ihren eigenen Kanzlerkandidaten, wenn Parteichef Sigmar Gabriel seine Einkünfte offenlegt und nebenbei ein höheres Gehalt für künftige Kanzler fordert, während Steinbrück zögernd sein Millionenhonorar als Vortragsreisender offenbart.

Holger Steltzner Folgen:

Die nicht zuletzt durch den linken Flügel der SPD erzwungene „Transparenzoffensive“, der Steinbrück scheibchenweise nachkommt, wird ihm im Wahlkampf wie ein Mühlstein um den Hals hängen. Wäre er doch bei seiner ursprünglichen Haltung geblieben. Er machte seine Nebeneinkünfte den Richtlinien des Bundestags entsprechend transparent, rechtlich war ihm nichts vorzuwerfen: Die genaue Höhe seiner Honorare ist Privatsache, und für die Tatsache, dass er als attraktiver Redner einen guten Marktwert hat, braucht er sich nicht zu entschuldigen.

Jetzt kennt die Hatz nach völliger „Transparenz“ kein Halten mehr. Was hat der Vortragsmillionär zusätzlich mit Büchern verdient, was gab es als Aufsichtsrat, wie hoch waren Ruhegehalt sowie Aufwandsentschädigung von Land und Bund? Will Steinbrück damit für die SPD in den Wahlkampf für mehr Umverteilung ziehen?

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