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Nach Warnung des Tüvs Umweltministerium: Kein Risiko bei neuem Biodiesel

20.04.2008 ·  Auf die Warnung des Tüvs, dass auch der neue Biodiesel möglicherweise Schäden an Automotoren hinterlassen könnte, hat das Bundesumweltministerium nun reagiert: „Dieser Biodiesel wird seit Anfang des Jahres in Frankreich ohne Probleme getankt“.

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Anders als beim Biobenzin sieht das Bundesumweltministerium kein Risiko bei der neuen Biodiesel-Sorte B7. „Dieser Biodiesel wird seit Anfang des Jahres in Frankreich ohne Probleme getankt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Der Biodiesel B7 soll Anfang 2009 auf den Markt kommen. Er hat einen Anteil von bis zu sieben Prozent Biosprit statt wie bisher maximal fünf Prozent.

Die „Bild am Sonntag“ hatte den TÜV-Experten Walter Geier mit den Worten zitiert: „Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Erhöhung der Biodiesel-Beimischung auf sieben Prozent nicht zu mehr Ausfällen führen kann.“ Die neueste Generation von Dieselmotoren sei vermutlich dafür geeignet, sagt Geier: „Aber bei Fahrzeugen der älteren Generation ist die Verträglichkeit nicht geklärt.“

Biodiesel könne bestimmte Gummimischungen angreifen, warnte der Tüv-Experte: „Dichtungen quellen auf oder lösen sich, Diesel tritt aus. Nicht zu vernachlässigen ist die nicht vorhandene Schmierwirkung des Biodiesels, was ebenfalls zu Ausfällen und zu erheblichen und teuren Schäden führen kann.“

Keine Einwände gegen Biodiesel

Der Ministeriumssprecher betonte, dieser Bericht einer Unterarbeitsgruppe sei vom DIN-Ausschuss verworfen worden. Zudem hätte sowohl der Verband der Deutschen Automobilhersteller (VDA) als auch der Verband der Autoimporteure keine Einwände gegen den Biodiesel. Der ADAC hatte ebenfalls erklärt, er sehe keine Probleme, will aber bei Herstellern noch einmal nachfragen. Der Sprecher des Ministeriums betonte, der Sprit werde erst freigegeben, wenn der DIN-Ausschuss seine Beratungen abgeschlossen habe. Dies ist noch nicht der Fall.

Das Umweltministerium hatte kürzlich die geplante Freigabe des Biobenzins E-10, mit einem bis zu zehnprozentigen Anteil Ethanols, gestoppt. Die Autoimporteure hatten gewarnt, mehrere Millionen Autos vertrügen womöglich das Benzin nicht. Damit bleibt es vorerst bei der Begrenzung auf maximal fünf Prozent Ethanol im Benzin. Die Bundesregierung musste in der Folge aber auch ihre Strategie zum weiteren Ausbau des Biosprit-Anteils kippen.

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