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Nach Spekulationsskandal JP Morgan peilt Gewinn an

 ·  Trotz Spekulationsverlusten in Milliardenhöhe rechnet die amerikanische Großbank JP Morgan mit einem soliden Gewinn im laufenden Quartal. „Alle unsere Geschäftsaktivitäten bleiben profitabel“, sagte Konzernchef Jamie Dimon.

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Die amerikanische Großbank JP Morgan erwartet trotz eines milliardenschweren Spekulationsverlustes einen soliden Gewinn im laufenden Quartal. Diese Prognose will Bankchef Jamie Dimon an diesem Mittwoch bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats abgeben.

Das Finanzinstitut veröffentlichte bereits am Dienstag (Ortszeit) den Text von Dimons Äußerungen. Dimon sagte demnach, dass der Verlust einzig den Aktionären der Bank schade, nicht aber den Steuerzahlern. Im vergangenen Monat hatte JP Morgan mitgeteilt, bei Geschäften mit Kreditderivaten sei überraschend ein Verlust von mindestens zwei Milliarden Dollar entstanden. Eine neue Schadensschätzung gab Dimon nicht ab.

Zwar dauere das Quartal noch zwei Wochen, doch rechne JP Morgan mit einem solide profitablen Abschneiden. Ein neues Team im Investmentgeschäft der Bank habe bereits einige Fortschritte erzielt und die Risiken minimiert. Damit seien künftige Verluste aber nicht ausgeschlossen. Zwar könne JP Morgan nicht versprechen, fehlerlos zu sein, die Verluste seien ein „isoliertes Ereignis“, für das eine schlechte Handelstrategie verantwortlich sei. Diese sei von der Führungsspitze nicht geprüft worden.

Mindestens zwei Milliarden Dollar oder umgerechnet 1,5 Milliarden Euro hatte Amerikas größtes Kreditinstitut bei riskanten Zockereien in den Sand gesetzt. Am Ende könnten es bis zu fünf Milliarden Dollar werden, schrieb das „Wall Street Journal“ Mitte Mai, ohne dass sich die Bank dazu äußerte.
Die Fehler seien entstanden im Zusammenhang mit dem Vorhaben, in Vorbereitung auf die neuen internationalen Kapitalregeln (Basel III) die eigenen Risiken zu reduzieren. Laut Dimon bleibt die Bank in einer gesunden Verfassung. Die Größe des Finanzkonzerns sei nicht das Problem.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters, dpa-AFX
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