Home
http://www.faz.net/-gqe-75h9g
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.01.2013, 02:38 Uhr

Nach Schul-Massaker Amerikaner kaufen mehr Schusswaffen

Das grausame Massaker an einer amerikanischen Grundschule hat offenbar dazu geführt, dass mehr Amerikaner eine Schusswaffe kaufen. Darauf deuten neue Zahlen der Bundespolizei FBI hin.

© dpa Der Ulmer Waffenhersteller Walther startet mit einer Verkaufsoffensive in Amerika ins neue Jahr.

Neue Daten der amerikanischen Bundespolizei FBI deuten auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den Vereinigten Staaten nach dem Massaker an einer Schule in Connecticut hin. Im Dezember seien knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen (“background checks“) vorgenommen worden, teilte das FBI mit. Dies sei ein Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum und ein Rekord.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 19,6 Millionen Prüfungen vorgenommen worden, was ebenfalls ein Rekord darstellt und eine Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Die Prüfung ist seit 1998 landesweit eine Voraussetzungen dafür, bei einem Händler eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Die Zahl der Waffenverkäufe selbst wird in den Vereinigten Staaten nicht erfasst.

Änderung an den Waffengesetzen weiter unklar

Am 14. Dezember war ein Mann in eine Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut eingedrungen. Er tötete 20 Kinder und sechs Erwachsene und beging dann Selbstmord. Dieses Massaker löste vorübergehend eine Diskussion über die amerikanischen Waffengesetze aus.

Mehr zum Thema

Ob es zu Gesetzesänderungen kommen wird, ist dabei weiterhin unklar. Nach Amokläufen werden in den Vereinigten Staaten mehr Schusswaffen gekauft, weil strengere Vorschriften oder gar Verbote befürchtet werden. Allgemein sinkt allerdings offenbar seit Jahrzehnten die Zahl der amerikanischen Haushalte, in denen es Schusswaffen gibt: Im Jahr 1977 betrug die Quote nach Angaben der University of Chicago noch 54 Prozent, 2010 lag sie bei 32 Prozent.

Quelle: Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Parteien Gabriel für Beobachtung der AfD durch Verfassungsschutz

Für den Vizekanzler sind die Forderungen der AfD nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar. Unterdessen erreicht die junge Partei bei einer Umfrage einen neuen Rekordwert. Mehr

31.01.2016, 05:53 Uhr | Politik
Spezialeinsatzkräfte der Armee Vereinigte Staaten verstärken Präsenz im Irak

Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Präsenz im Irak. Amerikanische Ausbilder sollen noch mehr irakische Soldaten auf Sondereinsätze vorbereiten. Mehr

22.01.2016, 11:02 Uhr | Politik
Meistgekaufte Musikerin 2015 Adele bricht mit ihrem Album Rekorde

Nach Justin Bieber und One Direction in den vergangenen Jahren, war die britische Künstlerin Adele 2015 die meist verkaufte Musikerin der Welt - und das obwohl ihr Album erst Ende November erschien. Mehr

08.02.2016, 09:56 Uhr | Wirtschaft
Amerika Trump stellt Wählbarkeit von Ted Cruz infrage

Im Kandidatenrennen der amerikanischen Republikaner wird die nächste skurrile Seite aufgeschlagen. Donald Trump wirft seinem aktuell härtesten Mitstreiter Ted Cruz vor, nicht in den Vereinigten Staaten geboren zu sein. Damit stellt Trump dessen Wählbarkeit infrage. Mehr

15.01.2016, 12:40 Uhr | Politik
AfD-Spitzenkandidat Meuthen Niemand hat die Absicht, auf Flüchtlinge zu schießen

Die AfD-Vorsitzende Petry soll mit ihrer Forderung nach dem Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge missverstanden worden sein, sagt ihr Ko-Vorsitzender Meuthen. Und schafft damit womöglich gleich das nächste Kommunikationsproblem. Das Kinderhilfswerk fordert Ermittlungen wegen Volksverhetzung. Mehr

01.02.2016, 15:30 Uhr | Politik

Das Syriza-Virus

Von Leo Wieland, Lissabon

Wie in Griechenland gefährdet in Portugal und Spanien die Politik die wirtschaftliche Erholung. Portugals Ministerpräsident sagt das Richtige, tut dann aber das Falsche. Mehr 19 24


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden