Home
http://www.faz.net/-gqe-75h9g
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach Schul-Massaker Amerikaner kaufen mehr Schusswaffen

 ·  Das grausame Massaker an einer amerikanischen Grundschule hat offenbar dazu geführt, dass mehr Amerikaner eine Schusswaffe kaufen. Darauf deuten neue Zahlen der Bundespolizei FBI hin.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)

Neue Daten der amerikanischen Bundespolizei FBI deuten auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den Vereinigten Staaten nach dem Massaker an einer Schule in Connecticut hin. Im Dezember seien knapp 2,8 Millionen gesetzlich vorgeschriebene Zulassungsprüfungen (“background checks“) vorgenommen worden, teilte das FBI mit. Dies sei ein Anstieg von 49 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum und ein Rekord.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 19,6 Millionen Prüfungen vorgenommen worden, was ebenfalls ein Rekord darstellt und eine Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Die Prüfung ist seit 1998 landesweit eine Voraussetzungen dafür, bei einem Händler eine Schusswaffe kaufen zu dürfen. Die Zahl der Waffenverkäufe selbst wird in den Vereinigten Staaten nicht erfasst.

Änderung an den Waffengesetzen weiter unklar

Am 14. Dezember war ein Mann in eine Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut eingedrungen. Er tötete 20 Kinder und sechs Erwachsene und beging dann Selbstmord. Dieses Massaker löste vorübergehend eine Diskussion über die amerikanischen Waffengesetze aus.

Ob es zu Gesetzesänderungen kommen wird, ist dabei weiterhin unklar. Nach Amokläufen werden in den Vereinigten Staaten mehr Schusswaffen gekauft, weil strengere Vorschriften oder gar Verbote befürchtet werden. Allgemein sinkt allerdings offenbar seit Jahrzehnten die Zahl der amerikanischen Haushalte, in denen es Schusswaffen gibt: Im Jahr 1977 betrug die Quote nach Angaben der University of Chicago noch 54 Prozent, 2010 lag sie bei 32 Prozent.

  Weitersagen Kommentieren (10) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Firmen parken Geld im Ausland Steuertricks für 2,1 Billionen Dollar

Amerikanische Unternehmen müssen im Ausland erzielte Gewinne nur dann versteuern, wenn sie diese in die Vereinigten Staaten zurückbringen. Viele parken ihr Geld deshalb in Übersee. Mehr

09.04.2014, 14:22 Uhr | Wirtschaft
Deflations-Angst EZB schmiedet Pläne gegen sinkende Preise

Was tun, wenn die Preise sinken? Die Europäische Zentralbank denkt offenbar nach, von Banken Geld für ihre Einlagen zu verlangen. Auch ein Anleihe-Kaufprogramm wird weiter ausgearbeitet. Mehr

19.04.2014, 14:01 Uhr | Wirtschaft
Marktbericht Technik-Aktien verlieren deutlich

Ob Solar-Technik, Computer oder Telekommunikation - Technik-Aktien ging es am Montag nicht gut. Sie waren aber nicht die einzigen Verlierer. Mehr

07.04.2014, 18:17 Uhr | Finanzen

03.01.2013, 02:38 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 3 3


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --