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Nach Pleite der Drogeriemarktkette Nur wenige Schlecker-Frauen schulen zur Erzieherin um

 ·  Monate nach dem Aus von Schlecker sind nur wenige ehemalige Beschäftigte dem Vorschlag von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen gefolgt und machen eine Umschulung als Erzieherin oder Altenpflegerin. 81 von den 23.000 Betroffenen meldeten sich bislang zu einer Umschulung an.

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Sie sollten die Fachkräftelücke in Pflegeheimen und Kitas füllen - doch kaum eine der 23.300 arbeitslosen Schlecker-Frauen hat sich bislang für diesen Weg entschieden. Bis Ende September hätten bundesweit lediglich 81 der rund 23.300 früheren Beschäftigten der Drogeriemarktkette überhaupt eine Aus- oder Fortbildung absolviert. Nur ein Bruchteil davon wiederum lasse sich derzeit zur Erzieherin oder Altenpflegerin umschulden, teilte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

Nach dem endgültigen Aus der insolventen Drogeriemarktkette hatte sich vor allem von der Leyen dafür stark gemacht, den arbeitslosen Schlecker-Frauen eine neue berufliche Perspektive in Pflegeheimen und Kindertagesstätten zu bieten. Die Arbeitsagenturen würden den Frauen vollwertige Umschulungen in diesen Mangelberufen anbieten, hatte von der Leyen zusammen mit BA-Chef Frank-Jürgen Weise im Juni in Berlin angekündigt. Eine solche Beschäftigung böte vor allem vor Schlecker-Frauen in strukturschwachen Gebieten einen Neuanfang.

Noch immer sind 14.000 frühere Schlecker-Mitarbeiterinnen auf Arbeitssuche

Nach Angaben der Bundesagentur erschweren derzeit vor allem gesetzgeberische Hürden den Ausbildungsstart arbeitsloser Schlecker-Frauen. Die Fachschulausbildungen zur Erzieherin und zur Altenpflegerin dauerten drei Jahre. „Nach dem Sozialgesetzbuch III dürfen Arbeitsagenturen aber nur maximal zweijährige Ausbildungen fördern“, erläuterte ein BA-Sprecher. Ausbildungswillige ehemalige Schlecker-Beschäftigte müssten also das dritte Jahr ihrer Ausbildung aus der eigenen Taschen bezahlen, wozu anscheinend nur wenige Frauen bereit seien.

Derzeit werde geklärt, ob unter Umständen die Bundesländer die Kosten für das dritte Ausbildungsjahr übernähmen. Dazu hätten sich bislang bereits drei Bundesländer - Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz - bereiterklärt. Zudem gibt es nach Angaben des BA-Sprechers Überlegungen, die von Fachschulen angebotenen dreijährigen Ausbildungen für bestimmte Bewerber auf zwei Jahre zu verkürzen. Diese neuen Ausbildungsgänge müssten aber erst noch von den Länder zertifiziert werden, bevor sie angeboten werden könnten.

Von den ursprünglich 23.300 arbeitslos gemeldeten früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen sind bundesweit noch immer 14.000 auf Arbeitssuche. Eine neue Stelle hatten nach Bundesagentur-Angaben bis Ende September 7100 gefunden. Dies sind 1200 mehr als noch Ende August. Weitere 2100 hätten sich aus anderen Gründen, etwa wegen Krankheit, Rentenbezug oder aus familiären Gründen nicht länger arbeitslos gemeldet.

Viele der noch unvermittelten Schlecker- Beschäftigten sind nach Informationen aus dem BA-Verwaltungsrat älter als 50 Jahre, hätten keine abgeschlossene Ausbildung oder seien alleinerziehend. Wegen der Schlecker-Pleite haben in Deutschland 25.000 Menschen ihren Job verloren.

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