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Nach Fukushima Japan kehrt zum Atomstrom zurück

 ·  Japan hatte nach der Katastrophe in Fukushima alle verbliebenen 50 Atomreaktoren für Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen. Jetzt befürchten Regierung und Wirtschaft ohne Atomstrom im Sommer Energieengpässe.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (10)

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Silvan Wittenberg
Silvan Wittenberg (se1f) - 17.06.2012 20:16 Uhr

Juhu!

Na endlich wird dort wieder mit Atomstrom Vollgas gegeben. Leider versteht auch hier anscheinend keiner, dass die Sicherheit der Atommeiler das kleinste Problem von Atomstrom ist. Gewichtiger ist die bis dato nicht mögliche Endlagerung, von der man nun seit knapp 60 Jahren redet.

Die Kosten für die Lagerung von der giftigsten und todbringendsten Substanz, die unsere Welt zu bieten hat für die nächsten 100.000 bis 1.000.000 Jahre wird Unsummen verschlingen und wenn wir Pech haben eine Menge Menschen das Leben kosten. Im Vergleich dazu sind die Kosten für die Energiewende ein paar Mark Fünzig. Nach Hochrechnungen kostet die kWh Atomstrom nicht einige Cent, sondern mind. 5€!

Man schaue sich nur hunderten von Milliarden Euro an Subventionen der letzten Jahrzehnte für diese Branche an, da ist noch nichts für die Endlagerung ausgegeben worden. Die dilettantisch Entsorgung in der Sasse lässt grüßen. Ein Wahnsinn und für unsere Wirtschaft auf Dauer nicht zumutbar... Change now!

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 15:39 Uhr
Christian Wrobel

Herr Pietz,

ohne jetzt Schleichwerbung zu betreiben, beim deutschen Marktführer Enercon (60% Marktanteil) wird k e i n Neodym eingesetzt! Alle anderen Windkraftanlagen in Deutschland sind im Wesentlichen Anlagen mit Getriebe. Der einzige wichtige Hersteller in Deutschland, der Neodym überhaupt einsetzt, ist Siemens. Der Marktanteil von Siemens-Anlagen liegt Onshore unter "ferner liefen" im einstelligen Prozentbereich. Und dass es auch ohne [Neodym] geht, ist mittlerweile hinlänglich bewiesen!

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.06.2012 15:28 Uhr

Herr Pietz.

Ich weiss ja nicht, was Ihr Neodym mit den angeblichen radioaktiven Stoffen der deutschen Ölförderung, von denen Herr Michelsen sprach, zu tun hat.... aber gut.

Herr Pietz, danke dass Sie einem Chemiker, der seine Masterarbeit über Neodymkomplexe verfasst hat einen kleinen Diskurs über Neodym halten - dass keine Quellenangabe dabei genannt wird (200kg/MW??) ist bedauerlich. Genauso wie Sie Gold oder Kupfer oder Aluminium usw. mit und ohne Freisetzung von Radioaktivität fördern können, können Sie Lanthaniden dementsprechend fördern, alles eine Frage der Kosten.

Es ist ziemlich obskur, den Windkraftherstellern anzulasten, dass die Bergbauindustrie weltweit die Lanthanidminen geschlossen hat, als China in den 80er und 90er Jahren Preisdumping betrieben hat. Genausogut können Sie den Kohlekraftwerken vorwerfen, dass Kohle in China nicht mit gleichen Standarts abgebaut wird wie in Bottrop.

Mit Verlaub - Nonsens.

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Hans-Ulrich Pietz

Herr Diesing: Neodym

Neodym
Zunehmend werden WKA als getriebelose Anlagen gebaut was viele Vorteile hat. Allerdings benötigen die getriebelosen Generatoren (Synchrongeneratoren) starke Permanentmagnete, die große Mengen des Metalls Neodym aus der Gruppe der Seltenen Erden enthalten –ca. 200 kg pro Megawatt Leistung. Neodym ist aber ohne große Mengen begleitenden radioaktiven Abfalls (Thorium, Uran) nicht zu gewinnen. Da das radioaktive Thorium nicht verwendet wird, häuft es sich rund um die chinesischen Minen, aus denen derzeit 97 % der Weltproduktion an Neodym stammen, in riesigen Mengen unter freiem Himmel an.

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Hannes Ehrmann

Ihre Logik...

...ist leider verkehrt.
Wenn man so viel an privaten wie auch oeffentlichen Geldern (Steuern, Subventionen) in diese Form der Energiegewinnung gesteckt hat, warum soll man sich die "Ernte" (billige, stabile Energiequelle) jetzt nehmen lassen? Das macht volkswirtschaflich ueberhaupt keinen Sinn.
Und was die Sicherheit angeht: Es existiert nach bestem wissenschaftlichen Erkentnissstand kein Hinweis, dass der Betrieb deutscher KKW irgendwelche gesundheitlichen Folgen hat.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.06.2012 09:36 Uhr

Soso Herr Michelsen.

2000 Tonnen Atommüll fallen in der deutschen Erdölförderung pro Jahr an... hochinteressant, führen Sie das doch mal aus Herr Michelsen, denn das wäre mir neu.

"chem. Gifrmüll" wie bspw. Dioxine lassen sich komplett und kostengünstig vernichten - durch verbrennen bei hohen Temperaturen. Probieren Sie das bitte nicht mit Atommüll aus, der strahlt. Da können Sie machen was Sie wollen - es sei denn, Sie finden einen Weg, kostengünstig Transmutationen durchzuführen, und das halte ich für ähnlich fragwürdig wie "2000 Tonnen Atommüll" in der "deutschen Erdölförderung".

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Hannes Ehrmann

Endlich kehrt...

...zumindest in Japan ein wenig Vernunft und "Realpolitik" in das Leben zurueck.
Waere auch Europa sehr zu wuenschen...zu unserem Besten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 23:07 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 17.06.2012 23:07 Uhr

Vernunft und Realpolitik

Na, wenn Sie ein Regieren gegens Volk statt mit dem Volk so toll finden...zu "unserem" Besten? Eher zum Besten der hochunrentablen Atomlobby...

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Peter Nicol
Peter Nicol (pnicol) - 17.06.2012 18:23 Uhr

Atomstrom

Die kommen in Japan eben schneller zur Realität zurück als hier.

Aber ihre Anlagen waren schlecht geplant und wurden nicht nachgerüstet.
An der Küste muß man mit entsprechend hohen Wellen rechnen, die hier in Sekunden alle Notstromdiesel zerstörten. Das war kein Problem für GE im sicheren Amerika.

Darüber hinaus hat man in D eine erheblich höhere Zahl von Notstromdiesel und muß in Biblis nicht mit einem solchen Tsunami rechnen.

Daß Wasserstoff in einem Reaktor frei gesetzt werden kann ist seit Jahren bekannt. Man hätte seit Jahren entsprechend nachrüsten müßen und auch können. So flog eben die Anlage in die Luft. Logisch!

Daß Druckwasserreaktoren in D die Schwerkraft für die Regelstäbe nutzen ist sicherer als die Regelstäbe von unten einzuschieben. Konstruktionfehler eben in J.

Aber wir sollten erheblich mehr Notkühlwasser vorhalten. Die bisherigen Vorräte kochen nach einem Tag.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 21:44 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 17.06.2012 21:44 Uhr

Notkühlwasser als Pumpspeicherwerk in dem man Notfalls das Gefälle nutzt?

Könnte man Kernkraftwerke eigentlich nicht so bauen das der Reaktorbehälter unter der Erdoberfläche liegt? Dann hätte man auch den Vorteil das die Penetration durch ein Flugzeug ausgeschlossen wird. Warum hatte man das nicht so versucht? Die in D gebaute Variante mit Stahlmantel in Kugelform mit Betonhülle das den Reaktoren die in D übliche Form gab wird ein Flugzeug draußen halten, allenfalls die Turbinenachsen hätten eine Chance was ich nicht wirklich Glaube. Da wäre auch das Reichstagsgebäude das leichte Ziel.
Ich bin gespannt wie man künftig bauen wird. Einige Öl+Erdgaslieferländer werden den Strom fürs eigene Land in Kernkraftwerken herstellen und uns Öl und Gas liefern. Ich denke die Leute wissen wie hoch die Produktionskosten für die KW-Stunde sind bei den einzelnen Kraftwerkstypen.

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Jahrgang 1959, Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

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