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Nach Dioxin-Fund Wohl doch noch belastete Eier im Handel

Offenbar sind nach dem Fund dioxin-belasteter Eier auf einem Biobetrieb in Ostwestfalen doch noch verdächtige Chargen im Handel. Grund sei ein Etikettierungsfehler, teilte das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf mit.

© dapd Vergrößern Wo sind die Eier? Nach dem Fund dioxin-belasteter Eier im Kreis Minden-Lübbecke sind offenbar doch noch Chargen im Handel

Nach dem Dioxin-Fund in Hühnereiern sind möglicherweise doch noch verdächtige Bio-Eier des betroffenen Erzeugerbetriebs im Handel. Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium warnte deshalb erneut vor Eiern mit der Stempelnummer 0-DE-0521041. Sie sollten nicht verzehrt werden.

Bisher waren die Behörden davon ausgegangen, dass letztmalig am 7. März Eier mit dieser Nummer ausgeliefert wurden und längst verkauft sind. Inzwischen sei aber bekanntgeworden, dass durch einen Etikettierungsfehler Eier auch danach noch in den Handel gelangt seien, erläuterte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Von einer neuen Dimension des Falls wollte er aber nicht sprechen.

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Auch ein Eierhof aus Euskirchen, der Eier des Betriebs aus Ostwestfalen-Lippe bezogen hatte, gab am Donnerstag eine Warnung heraus. Entgegen der bisherigen Einschätzung könnten die verdächtigen Eier auch das Mindesthaltbarkeitsdatum 8. April tragen, teilte die Eierhof Hennes GmbH mit. Zuvor war lediglich vor Eiern mit Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März gewarnt worden.

Eier des Betriebs mit 25.000 Legehennen hatten eine bis zu sechsmal über dem Grenzwert liegende Konzentration des dioxinähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufgewiesen. Wie das Ministerium erläuterte, besteht jetzt auch der Verdacht, dass Eier des Erzeugerbetriebs über bisher nicht bekannte Wege in den Handel gelangten. Auf Veranlassung des Ministeriums würden daher zusätzliche Betriebsprüfer des Landesumweltamtes entsandt, „um alle Unterlagen des Biohofs zu sichern und die Vertriebswege zu ermitteln“.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
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