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Nach der Schuldenkrise : Portugal zahlt IWF-Hilfskredit früher zurück

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Am Parlament in Lissabon: Portugal hat im vergangenen Jahr das 3-Prozent-Defizitkriterium wieder eingehalten. Bild: dapd

Auch Portugal geriet im Zuge der Schuldenkrise in Not. Doch das kleine Land zahlt bekomme Hilfe nun teils schneller zurück als geplant.

          Portugal hat früher als erwartet eine weitere Tranche von 1,7 Milliarden Dollar an Hilfskrediten aus der Zeit der Schuldenkrise an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Der um sechs Monate vorgezogene Schritt spiegele „die robusten wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen“, erklärte das Finanzministerium in Lissabon.

          Damit hat Portugal inzwischen die Hälfte der im Jahr 2011 vergebenen Gelder des IWF zurückgezahlt. Die portugiesische Regierung hatte in der vergangenen Woche für das Jahr 2016 ein Haushaltsdefizit von 2,1 Prozent des BIP angegeben und war damit erstmals unter der EU-Vorgabe von drei Prozent geblieben.

          In der Schuldenkrise hatte das kleine Euroland insgesamt 78 Milliarden Euro Finanzhilfe von den anderen Euroländern und dem IWF erhalten. Etwa ein Drittel stammt vom Währungsfonds, der dafür höhere Zinsen verlangt als die Europäer.

          Seit dem Jahr 2015 zahlt Portugal den IWF- Anteil vorzeitig zurück. Das Geld dafür konnte das Land zu günstigeren Konditionen am Markt aufnehmen.

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