26.11.2009 · Bislang steht der britische Popstar beim Musikkonzern EMI unter Vertrag. Doch das Traditionslabel steckt tief in der Krise. Nun sucht Robbie Williams nach neuen Wegen. Und tritt damit in die Fußstapfen von David Bowie.
Von Marcus TheurerDer britische Popstar Robbie Williams wird seine zukünftigen Alben möglicherweise nicht mehr in Zusammenarbeit mit einer Plattenfirma, sondern mit Finanzinvestoren herausbringen. "Wir reden mit mehreren Musikkonzernen über einen neuen Vertrag für Robbie, aber wir wollen mit allen potentiellen Investoren sprechen, einschließlich Finanzinstituten", kündigte dessen Manager Tim Clark an.
Angeblich soll Williams bereit sein, für eine garantierte Vorauszahlung von 50 Millionen Pfund (rund 55 Millionen Euro) die Hälfte seiner Einnahmen aus weiteren Alben, Konzerten und Sponsorenverträgen abzugeben. Die Investorensuche sei für das erste Halbjahr 2010 geplant, sagte Clark.
Als Pionier auf diesem Gebiet gilt David Bowie: Der Sänger begab bereits 1997 eine Anleihe, die mit Einnahmen aus seiner Musik besichert war und ihm 55 Millionen Dollar einbrachte.
Williams ist bisher beim krisengeschüttelten britischen Musikkonzern EMI unter Vertrag. Sein im Herbst 2002 geschlossener Kontrakt über vier Alben läuft aus. EMI hat dem Musiker dafür die Rekordsumme von geschätzten 55 Millionen Pfund bezahlt. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Williams von einer Plattenfirma noch einmal so viel Geld bekommt, weil das kriselnde Tonträgergeschäft immer weiter schrumpft (siehe auch Plattenfirma EMI: Der englische Patient). Außerdem ist der Musikstar, der seit Ende der neunziger Jahre rund 50 Millionen Alben verkauft hat, heute längst nicht mehr so populär wie früher.
Erst vor wenigen Wochen versuchte Williams mit "Reality killed the Video Star", seiner ersten Veröffentlichung seit drei Jahren, ein Comeback. Das Album schaffte es in Deutschland an die Spitze der Verkaufsliste, in Großbritannien aber bisher nicht. In den Vereinigten Staaten, dem größten Musikmarkt der Welt, hat der Musiker nie den Durchbruch geschafft.
Williams wäre nicht der erste Musikstar, der den Plattenkonzernen den Rücken kehrt. Madonna kooperiert inzwischen lieber mit dem Konzertveranstalter Live Nation und Paul McCartney mit der Kaffeehauskette Starbucks. Die britische Band Radiohead bringt ihre Musik in Eigenregie heraus.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |