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Musik Bertelsmann und Sony legen Musiksparten zusammen

06.11.2003 ·  Die Konzerne Sony und Bertelsmann wollen ihre Musiksparten Sony Music und BMG zum weltweit zweitgrößten Musikkonzern fusionieren.

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In der Musikbranche entsteht ein neuer Riese: Bertelsmann und der japanische Unterhaltungskonzern Sony legen ihre Musiksparten zusammen. Darüber wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wie die Unternehmen am Donnerstag in New York und Gütersloh mitteilten. Das Unternehmen soll Sony BMG heißen und zu je 50 Prozent im Besitz von Bertelsmann und Sony sein.

Nach den Worten von Bertelsmann-Chef Gunter Thielen keine Ausgleichszahlungen geplant. „Der Deal beruht auf einer 50/50-Bewertung der Assets. Es wird kein Cash fließen", sagte Thielen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Mit der Unterzeichung der Absichtserklärung seien „im Prinzip alle Fragen geklärt". Jetzt folge noch eine vertiefte Wirtschaftsprüfung (Due Dilligence). „Es werden keine Überraschungen erwartet, ausschließen kann man das aber nicht", sagte Thielen. Die endgültige Einigung werde innerhalb der nächsten Wochen erwartet. Die Genehmigung durch die Kartellbehörden steht noch aus.

Nicht fusioniert werden sollen die Musikverlage, die Auslieferung sowie die Herstellung beider Unternehmen. BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz soll Chairman of the Board werden, das paritätisch besetzt werden soll. Sony-Music-Chairman Andrew Lack soll Chief Executive Officer werden.

Kopf-An-Kopf-Rennen um die Spitzenposition

In Marktanteilen aus dem Jahr 2002 gerechnet würden Sony (derzeit Nummer zwei) und BMG (Nummer 3) mit zusammengerechnet 26,7 Prozent den derzeitigen Marktführer Universal Music (25,9 Prozent) ablösen. Auch mit möglichen aktuellen Veränderungen ist davon auszugehen, daß die beiden Unternehmen sich ein Kopf-An-Kopf-Rennen um die Spitzenposition liefern werden. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden in Washington und Brüssel.

Im Rennen um Platz zwei in der internationalen Musikbranche verhandelt derzeit außerdem der amerikanische Medienkonzern Time Warner mit dem britischen EMI-Konzern. Weltmarktführer ist Universal Music. Zuvor hatte Time Warner auch mit Bertelsmann Gespräche geführt.en sich ein Kopf-An-Kopf-Rennen um die Spitzenposition liefern werden. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden in Washington und Brüssel.

Branchenexperten zufolge droht Bertelsmann, derzeit die weltweite Nummer fünf, ohne einen starken Partner im Musikgeschäft langfristig bedeutungslos zu werden.

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Von Heike Göbel

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