10.04.2008 · Rupert Murdoch hat die Seiten gewechselt. Zunächst als Retter von Yahoo gehandelt, unterstützt er jetzt Microsoft. Dem Softwarekonzern, der Yahoo übernehmen will, kann das nur recht sein: Auf diese Weise könnte er sogar dem Erzkonkurrenten Google eins auswischen.
Von Holger SchmidtWenn weiße Ritter die Seiten wechseln, wird es ernst. Rupert Murdoch, zunächst als Retter von Yahoo gehandelt, hat sich auf die Seite von Microsoft geschlagen. Yahoo hat daher - mangels Alternative - den Schulterschluss mit AOL gesucht. Ausgerechnet AOL, der kränkelnde Online-Dienst, der vor lauter Strategiewechseln und Verkaufsgerüchten sicher kein starker Partner ist.
Ein Zusammenschluss mit AOL macht für Yahoo strategisch auch gar keinen Sinn. Einziger Zweck des Pakts: Die Finanzspritze des AOL-Mutterkonzerns Time Warner, der sich damit elegant des Problems AOL entledigen könnte, würde Yahoo nutzen, um seine Aktionäre bei der Stange zu halten.
Eindeutiger Gewinner der Entwicklung ist Microsoft. Murdoch ist ein starker Partner, der eine Kooperation seiner Online-Gemeinschaft MySpace mit Yahoo schon lange im Auge hat, aber klug genug war, sich nicht auf ein Bietergefecht mit Microsoft einzulassen. Besonders pikant: MySpace wird von Google vermarktet. Sollte Microsoft mit Murdoch paktieren, könnte Microsoft den Erzrivalen herausdrängen und dann mit MySpace und Facebook die beiden weltgrößten Online-Gemeinschaften in sein - um Yahoo erweitertes - Werbenetz integrieren.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.999,18 | +0,58% |
| EUR/USD | 1,3241 | +0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 118,28 $ | +0,32% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |