21.02.2013 · Macht die Sparpolitik in den Euro-Krisenländer alles noch schlimmer? Der IWF schätzt die Effekte der Sparpolitik in einer Studie deutlich negativer ein als bisher. Das Bundesfinanzministerium hält dagegen: Die Studie sei wenig belastbar.
Von Manfred Schäfers, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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...auf Untersuchungen der EU-Kommission und der Europäischen
Zentralbank. Nach beiden sind langfristig sogar positive Effekte von
Sparmaßnahmen möglich. „In der längeren Frist
können Konsolidierungen nach der EZB-Studie nicht nur die
Tragfähigkeit der Staatsfinanzen, sondern sogar auch das
Bruttoinlandsprodukt erhöhen“, heißt es.
Selbstverständlich ist im Leben vieles möglich und auf Regen
folgt der Sonnenschein. Diese Binsenweisheiten aber als
wirtschaftspolitische Erkenntnis zu verkaufen, ist schon wirklich ein
starkes Stück. Im übrigen fragt man sich, was die unkritische
Verlautbarung derartiger Äußerungen in der FAZ zu suchen hat.
Andererseits ist es vielleicht folgerichtig, dass dieses Blatt, das sich
gerne auf seine Wirtschaftskompetenz beruft, das Thema IWF und fiscal
multiplier erst aufgreift, wenn darüber zu berichten ist, dass das
Bundesfinanzministeriuim die Expertise des IWF "zerlegt" (wie
eine Weihnachtsganz ?) hat. Ach liebe FAZ, ist das dein
Qualitätsjournalismus ?
Hätte der IWF vor dem Start der Retterei einen Multiplikator von deutlich groesser als 1 genannt, wäre das Fass ohne Boden unübersehbar gewesen und diese Art der Rettung wäre unterblieben. Aber mit dem Multiplikator von 0,5 wurde die Rettung als nicht unmöglich dargestellt. Nun sind die privaten Gläubiger mit einem blauen Auge davon gekommen, die Steuerzahler und der IWF haben alle Risiken übernommen. Der IWF will bekanntlich aussteigen und auch irgendwann sein Geld zurückhaben. Dazu muss GR nun von den Steuerzahlern wieder kräftiger subventioniert werden. Der Multiplikator ist halt groesser als zunächst gedacht. Die Griechen stellen neue, wissenschaftlich begründete Forderungen. Das Finanizministerium bleibt bei dem alten Multiplikator, die Ökonomik verliert weiter an Glaubwürdigkeit. Zynischer Umgang mit der Wahrheit ist typisch für totalitäre Systeme.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 18:45 UhrWeitgehend einverstanden
Den letzten Satz hätten Sie weglassen sollen (es ist ja nicht so,
dass es Bürgerproteste hageln würde, die die Regierung
überginge), aber ansonsten sehe ich das genauso.
Der Multiplikator ist in der Volkswirtschaft eine absolut unbestrittene
Erkenntnis, tendenziell auch in seiner Höhe. Ich möchte einen
Ökonomen sehen, der hier öffentlich und ohne Eigeninteresse
verkündet, der Multiplikator läge bei 0,5 oder vergleichbar tief.
Weiterhin gilt in der VWL die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre als
Negativbeispiel einer prozyklischen, rezessionsverstärkenden
Sparpolitik. Es ist erstaunlich, wie es so einfach gelang, dieses
traurige Fallbeispiel und seine Erkenntnisse so einfach wegzuwischen.
Immerhin glaube ich an die Dummheit der Regierung, nicht an die Bosheit:
Man sieht es an der Schuldenbremse: Ein absolut prozyklisches Dogma -
und das haben wir uns immerhin auch selbst auferlegt. Auch wir werden
eines Tages Abwärtsspiralen erleben.
Herr Schäuble sagt im wesentlichen Punkt nicht die relevante
Wahrheit.
Das BIP sinkt. Dass ein weniger verschuldeter Staat – auf sehr
lange Sicht – aus mehreren Gründen eine bessere Grundlage
für Wirtschaftswachstum bietet, ist eine Binsenweisheit und hat mit
den derzeit in Rede stehenden Auswirkungen nichts, aber auch gar nichts
zu tun.
Der Multiplikator entspricht modelltheoretisch dem Kehrwert der
Sparquote, wird aber durch andere Effekte (z.B progressive ESt &
zinsabhängige Inv.) vermindert. Die Auswertung der 12 wichtigsten
Modelle unter Abgleich mit realen Entwicklungen ergibt einen Wert von
1,2
(vgl. z.B. Lutz Arnold: Makroökonomik)
Eine gesparte Mrd. lässt eine Schrumpfung des BIP von 1,2 Mrd.
erwarten. Das wäre auf etwa zwei Jahre zu verteilen, allerdings
bleibt es dabei, wenn man zwei Jahre hintereinander entsprechend spart.
Klar gilt das c.p. und kann anders kommen. Aber dafür würde
ich gerne eine schlüssige Begründung hören. Die aktuellen
Zahlen sind keine.
Finanzministerium = Menschenverachtend
"....Der IWF habe nur kurzfristige statische Auswirkungen auf die
wirtschaftliche Aktivität abgebildet, urteilen die Volkswirte aus
dem Finanzministerium..."
Sicher, ist es "nur" eine kurzfristige statische Auswirkung.......
- 20 Mill. Arbeitslose im Euroraum
- minus 0,6% BIP in Q4/2012
- minus 2% Einzelhandelsumsatz
- völliges soziales Ungleichgewicht mit steigender Tendenz.
- und es lassen sich noch viele Argument finden
Es liegen in dieser Regierung eindeutig neoliberale Vorstellungen des
letzten Jahrhunderts vor.
Ein Krise hat es nie gegeben - oder doch?
Mir fehlen die Worte in meiner unendlichen Wut auf die dümmliche
Ignoranz dieser Regierung.
Goldman Sachs + Co lassen grüßen.
Wer solche Debatten vom Zaun bricht, muß Alternativen zeichnen können?
Der Kapitalbedarf in den €URO-Staaten übersteigt bei
realistischer Betrachtung jedwede Tragfähigkeit, für einzelne
Staaten selbst und auch in der Vergemeinschaftung. Der eingeschlagene
Weg, über skurrile Mehrheitsverhältnisse in ESM, EZB, etc.pp.,
führt alle in die Pleite. Das ist gesicherte Erkenntnis, denn es
befördert das Betrugs- und Korruptionsprinzip, welches die EU und
den €URO-Raum in seinem Geber-/Nehmerverhältnis auszeichnet.
Wenn DE heute von u.a. GS, IWF mit €URO-Ausstiegskosten bedroht
wird, werden doch die Langfristkosten in "neu eingeregelten
Bahnen" (ESM) das mehrfache dessen ausmachen. Unstreitig ist,
daß dies auf der Zeitachse etwas entspannter sein wird als aktuell
von ca. 1 Billion €URO Schuldenübernahme Dritter per sofort
bedroht zu sein.
Wie die Debatte zeigt, wird nun ein Schuldiger gesucht für
zukünftige Reparationskosten! Die laufende Debatte zeigt nicht, wie
man zu vertraglichen Bedingungen zurückkehren will/kann. Bis auf
FIN steigen überall die Schulden!
Die EU ist nur noch ein trostloses Zwischenspiel
Ich denke,
daß Menschen, die in der EU-Hauptstadt BRÜSSEL
nicht n u r dem eigenen Wohl dienen wollen
--- in höchst ungesunder und giftiger Luft leben.
Hier wurde kaum eine Sekunde lang dem Wohl der
EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFT
gedient, sondern --- bei üppigster Bezahlung ---
n u r dem eigenen Wohlbefinden.
Eine „UNION“ ohne Zukunft!!!
Ganz oben muss zuerst gespart werden.
Gehälter und Ausgaben für EU-Politiker, EU-Beamte, Politiker die sich der EU so toll verschrieben haben, Ausgaben für alles radikal kürzen. Dann klapts auch mit der Sparsamkeit bei den anderen. Wenn das üppige Gehalt für eingedampft wird auf 2000 €. Mehr gibts eben nicht für die Verursacher von Millardenschäden. Wenn die Heizung gestrichen wird, das WC-Papier billigst, das Büromaterial selber mitgebracht werden muss. Dann kapieren diese Verschwender, wofür sie nicht da sind.
Anpassungsprogramme in den Euro-Krisen-Ländern ???????????? steht im Beitrag
Welche Anpassungsprogramme? Bisher hat kein Land (inkl. D) strukturelle
Reformen umgesetzt. Alle grossen Länder produzieren munter neue
Schulden. Ausser Absichtserklärungen und einigen z.T.
populistischen Steuererhöhungen ist nichts passiert.
Alle haben einzig von der EZB-Notenpresse/ESM-Rettungsschirmen
profitiert, die die Zinslasten künstlich reduziert haben.
Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen ist ein langer Prozess, der
Generationen dauern kann, weil mühsam Mentalitäten
geändert werden müssen.
Beispiele für problematische Mentalitaten in den EU-Ländern:
Korruption, Mafia-Organisationen, Arbeitsethos (35 Std./Wo in F),
Bildungsethos (warum haben junge Spanier/Griechen/Italiener keine
Berufsbildung? = bis 60% arbeitslos), Staatsgläubigkeit ( z.B. in
D) etc.
Der Versuch, in Europa Mentalitäten in einigen Ländern zu
ändern läuft praktisch seit dem 19 Jhdt., bisher ohne Erfolg -
mit oder ohne EU, teilw. sogar mit Diktaturen (NS, Kommunismus...).
Schlechte Aussichten!
@David Miller > Wie in den 30iger Jahren...?
Ich meine, dass die heutige Situation in bestimmten Ländern ursächlich nicht mit damals verglichen werden kann. Heute haben die Staaten längere Zeit wesentlich über ihre Verhältnisse gelebt und einen Schuldenberg aufgetürmt, bis die Blasen platzten und neues Geld nicht mehr bezahlbar wurde. Übrigens: Sparen kann man nur, wenn vom Vorhandenen etwas zurückgelegt werden kann. Hier greifen Kürzungsmaßnahmen, die natürlich weh tun, um das Schuldenniveau einzufrieren oder sogar peu a peu abzubauen. Manche Staaten haben gar nicht mehr produziert, sondern vom Export gelebt, den die EU subventionierte. Wenn man Maß hält und Schwerpunkte setzt, kann man sein Ziel erreichen. Problematisch wird es auch deswegen, weil man nicht bereit ist, Abstriche hinzunehmen und die Lage richtig einzuschätzen. Früher gingen die Staaten einfach bankrott, überwanden eine Durststrecke über viele Jahre und kamen wieder auf die Füße. Heute unterstützt die Gemeinschaft, was es in den 30iger Jahren eben nicht gab.
Nein, Herr Noll, auch Sie sitzen der Politpropaganda auf; die Wettbewerbsfaehigkeit ist nicht
wiederherstellbar; wenn wir im Euro alleine waeren, stellte ich ich mich gegen Wettbewerb aus D auf, indem ich z.B. Ueberstunden schwarz bezahlte etc. In der EU sind wir nicht alle im Euro und haben zudem Staaten mit Monats-Eckloehnen von 300 Euro brutto; der Audi Q 7 aus Bratislava bleibt immer ein Audi "made in Germany" und wird irgendwie ergebniswirksam in D ... aber der kleine Zulieferer aus Italien, Spanien, Portugal, der durch einen noch billligeren Tschechen oder Litauer ersetzt wird ... der fehlt in der italienischen etc. Leistungsrechnung fuer immer. Wir werden deindustrialisiert und Ihr werdet Importland fuer die Sozialhilfeempfaenger aus Rest-Europa, mit dem Euro oder ohne ... und einige Schwachkoepfe reden weiterhin vom EU-Beitritt der Tuerkei; das Grundproblem ist nicht wirtschaftlich, das ist ausschliesslich politisch, die vereinigten Gutmenschen im gesamteuropaeischen Staatsdienst und die Geo-Strategen in der NATO, die bringen West-Europa gegen die Wand, alternativlos.
Der Staatsausgaben Multiplikator war schon immer politisch verseucht.
Und der IWF wird stark von Kräften (USA) beeinflußt die ein
Interesse an einem schnellen Aufschwung haben, egal wie dieser zustande
kommt. Klar wurde dies spätestens mit den Foderung nach Eurobonds.
Aber hier mal ein Beispiel wie man einen hohen Mulitpikator erhält:
Wenn der Staat jedem Bauherrn 20% der Baukosten schenkt, dann würde
ein Euro vier Euro Investitionen nach sich ziehen.
Wenn ich richtig informiert bin, war es in Spanien so, dass die
Bauherren die Hypotheken-Zinsen von der Steuer absetzen konnten. Da es
jetzt Bauruinen gibt und Wohnraum leersteht, zeigt gut wie wenig
nachhaltig solche Konjunktur-Programme sein können.
... nach einer durchzechten Nacht und dem "Schädel" als
unmittelbarer Folge - so wurde schon früher erzählt - helfe es
am besten, wenn man noch mehr Alkohol hinterher trinkt. Also: nach der
Party ist vor der Party. Politiker können nunmal eines besonders
gut: Probleme in Geld ertränken.
Sparen ist weder sexy, noch "bewegt man damit etwas", noch
liefert es "Gestaltungsspielraum". Kein Wunder, dass Politiker
einfach nicht sparen können. Hinzu kommt noch, dass ihr Werdegang
sie zumeist nie im persönlichen Umfeld zum Haushalten erzogen hat:
die meisten der uns momentan so furchtbar effizient
"führenden" Politiker haben immer schon nur das Geld
anderer Leute ausgegeben.
Das allerdings sehr "nachhaltig", sehr "innovativ",
sehr "ökologisch" .... oder wie der Politik-Neusprech das
noch so nennen mag.
ueber 90 % der Italiener werden in 3 Tage Parteien waehlen, die das gleiche denken ... und die so
handeln werden; der deutsche Euro ist tot, weil er in den 16 anderen Laendern nicht mehr vermittelbar ist; einige kleiner Laender, wie Finnland, definieren ihre eigenen Schutzmechanismen ... und die suedliche Front ist ab naechster Woche, mit Italien, kompakt, wir muessen soziale unruhen bei uns verhindern, bei euch gibt es ja keine, nur ein unwilliges Murren. Es wird wohl Zeit, das Thema den Deutschen nahezubringen ... aus der Euro-Falle kommt Ihr nicht mehr raus, also werdet Ihr bei Euren Oeko-Sozial-Spinnereien im Inland sparen muessen, beginnend mit der Energiewende und irgendwann beim Sozialstaat selbst ... eh' Euch Erdogan 10 Millionen tuerkischer Rentner schickt.
Man muss in der EU endlich die Wahrheit sagen, sonst zerbricht das künstliche Gebilde.
Aha, Super-Peer, wenn „aus Sparen ein Kaputtsparen“ lohnt es sich nicht. Warum sagt man in der EU nicht die Wahrheit? Nämlich das Südeuropa weit über seinen Verhältnissen gelebt hat und nun auch nicht darauf verzichten will. Das heißt, sämtliche Unterstützung wird nur für soziale Ausgaben verwandt werden. Und selbst dies wird nicht reichen, diese Länder werden weiter Neuschulden aufnehmen. Damit werden also max. kurzfristig Mehrbeschäftigung geschaffen und Zeit vertan. Diese Länder müssen schrumpfen, das ist die einfache Wahrheit. Schrumpfen auf das selbst aufrecht zu erhaltende Lebensniveau und damit auf die entsprechenden Ansprüche bei Lohn und Sozialleistungen um eine Basis für Wirtschaftswachstum zu schaffen. Und was das Wirtschaftsministerium sagt ist egal, wenn der Minister fast nur lügt kann man kaum mehr als Lügen erwarten.
Es geht hier nicht um das Einsparen von ein paar Prozent der Haushaltsausgaben der Staaten ...
Sparen, das hieße 3, 4 vielleicht 5 % weniger auszugeben. Nein, es geht hier um den Ausgleich der in der Zeit des EURO massiv verloren gegangenen Wettbewerbsfähigkeit der PIIGS+F. Diese Anpassungen wären unter normalen Umständen (d.h. dem Vorhandensein der nationalen Währungen) durch die Änderung der Währungsparitäten (Abwertungen) quasi automatisch und ohne größere Friktionsverluste erfolgt - unter dem EURO geht dies nicht. Im Bereich der Gemeinschaftswährung versucht man nun die Wettbewerbsfähigkeit dadurch wieder zu erlangen, dass man die Einkommen mit der großen Keule, genannt "Innere Abwertung", um (je nach Land) bis zu 50 % niederzuknüppeln versucht. Sparen jedenfalls ist das nicht zu nennen, sondern dies ist ein brutaler Amoklauf um "Unmögliches" zu beweisen - nämlich dass disparate Volkswirtschaften und Mentalitäten doch in eine Einheitswährung gepresst werden können. Gewissenlos wird, nur um den EURO zu retten, die wirtschaftliche Existenz vieler Millionen Menschen vernichtet.
Vor einigen Jahren schossen südeuropäische Staatsanleihen durch die Decke. Wollen wir dahin zurück? Es steht den südeuropäischen Staaten völlig frei so viele Staatsanleihen aufzulegen wie sie möchten. Offensichtlich will sie nur keiner.
Keynesianischer Multiplikator ist Milchmädchenrechnung
Sparpolitik heißt nicht, dass Regierung im Strumpf Geld hortet,
und dadurch man mit dem Multiplikator rechnen kann. Selbst bei der
Geldhortung führt der Multiplikator in die Irre, denn man hortet
nicht für immer, sondern gibt später das Geld bei einem
größeren Kauf aus.
Sparen in der "modernen" Interpretation heißt einfach
weniger Schulden aufnehmen und im besten Fall mit dem Geld auskommen,
was man einsammelt.
Die Regierung kann nun mehr ausgeben, indem sie entweder mehr Steuern
eintreibt - was die Regierung hier jedoch ausgibt, fehlt dem
Steuerzahler in der Tasche - der Multiplikator greift nicht.
Oder die Regierung kann mehr ausgeben, in dem sie mehr Schulden aufnimmt
- dadurch nimmt sie dem Gläubiger das Geld, das er selbst ausgeben
könnte, oder sie vergrößert die Geldmenge - dadurch
verlieren effektiv die Sparer ihr Geld, und können selbst weniger
ausgeben - wieder kann man von keinem Multiplikator sprechen.
An sich alles triviale Sachverhalte, braucht man dafür Studien?
Der IWF, vertreten durch Mme Lagarde.....
argumentiert im Vergleich zur EZB und der Bundesbank heute eher politisch, indem Ziele gesetzt werden, wie Krisen bewältigt werden können und gleichzeitig soziale Eckpunkte erfüllt werden, die Anstrengungen zum Schuldenabbau mildern. Früher war der IWF dagegen knallhart, wenn er Geld zur radikalen Gesundung bereitstellte und dies zur Bedingung machte. Siehe Argentinien, Schweden u.a. Seit Lagarde und ihrem Vorgänger Strauss-Kahn hat sich das aber geändert, auch weil europäische Staaten betroffen sind, denen eine Radikaltour erspart werden soll. So ändern sich die Zeiten. Deswegen ist es richtig, wenn D am derzeitigen Kurs, der auch Wachstum fördert festhält. Wer gesündigt hat, muss notfalls abspecken und den Gürtel vorübergehend enger schnallen. Das würde auch der EU guttun, wenn die Subventionen abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird.
Niemand zweifelt daran, dass Griechenland durch massiv überhöhte Staatsausgaben seine Finanzen und mit dazu auch gleich seine ganze Wirtschaft ruiniert hat. Aber der einzige Weg, die Staatsausgaben zu senken, ist nun einmal das Sparen. Oder gibt es etwa noch einen anderen?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.02.2013 11:16 UhrJa, aber
Das "aber" würde mich interessieren. Was ist damit gemeint?
Niemand?
dann machen Sie sich doch die Mühe einen Griechen zu fragen ob GR
durch "massiv überhöhte Staatsausgaben seine
Finanzen" ruiniert hat?
Sie werden bestenfalls ein "ja, aber" hören.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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