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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Multiplexkinos Cinemaxx wird britisch

 ·  Der britische Kinobetreiber Vue will Deutschlands zweitgrößte Kinokette Cinemaxx für 174 Millionen Euro übernehmen. Gemeinsam wird die Gruppe 119 Multiplexkinos betreiben.

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Der britische Kinobetreiber Vue die deutsche Kette Cinemaxx übernehmen. Den Aktionären der Hamburger Kinokette liegt seit Dienstag ein Übernahmeangebot im Wert von 174 Millionen Euro vor. Großaktionär Herbert Kloiber hat bereits zugegriffen und verkauft seinen knapp 85-prozentigen Anteil. Der Übernahme müssen die Kartellbehörden noch zustimmen.

Cinemaxx begrüßt den neuen Eigner grundsätzlich. „Wir sind sehr zuversichtlich, mit Vue eine gute Perspektive zu haben“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Cinemaxx betreibt in Deutschland 31 und in Dänemark 3 Kinocenter mit rund 75.000 Plätzen. 2011 kamen 16,3 Millionen Besucher in die mehr als 290 Kinosäle.

Vue Entertainment verfügt über 85 Kinos mit rund 800 Sälen in Großbritannien, Irland, Portugal und Taiwan. Seinen Umsatz gibt das Unternehmen mit 300 Millionen Pfund (rund 378 Mio Euro) an, bei Cinemaxx beträgt er knapp 200 Millionen.

Durch die Verbindung zweier bedeutender Kinobetreiber unternimmt Vue einen wichtigen Schritt zur Schaffung einer neuen europäischen Kinogruppe, die in Großbritannien, Irland, Deutschland, Dänemark und Portugal aktiv sein wird. Gemeinsam wird die Gruppe 119 Multiplexkinos mit knapp 1100 Kinosälen, über 230.000 Sitzplätzen, mehr als 5100 Mitarbeitern und über 55 Millionen Besuchern jährlich betreiben.

Mehrheitseigner Kloiber, der nach acht Jahren seine Anteile verkauft, erwartet für Cinemaxx unter dem Dach der Briten einen Expansionskurs. In knapp fünf Jahren habe der Cinemaxx-Vorstand mit Christian Gisy an der Spitze die Aktiengesellschaft in durchaus turbulenten Zeiten zu einem profitablen und schuldenfreien Unternehmen gemacht, teilte der Manager mit.

Der Vorstandschef von Vue Entertainment, Tim Richards, sieht in den Cinemaxx-Multiplexkinos eine perfekte Ergänzung zur eigenen Marke. Die Expansion auf das europäische Festland sei Teil der Unternehmensstrategie seit Gründung 2003. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die neue Gruppe die Zahl der Kinobesuche weiter steigern kann, indem sie ein herausragendes Kinoerlebnis bietet, das seinesgleichen sucht. “
 

Die Kinokette Cinemaxx

Die Kinokette Cinemaxx blickt auf eine wechselvolle 35-jährige Unternehmensgeschichte zurück. 1977 brachte Hans-Joachim Flebbe in Hannover in ersten Kinosälen Filme auf die Großleinwand. Er gründet 1989 auch die Cinemaxx-Gesellschaft, begibt sich als Vorreiter der Mulitplexkinos und mit einer Auslandsexpansion aber auf schwerer werdendes Terrain. Im harten Wettbewerb um Kinogänger gerät das Unternehmen vor gut zehn Jahren in einen Strudel: die Besucherzahlen gehen zurück, der Markt ist mit Kinosälen nahezu überbestückt, hohe Mieten für die kaum anders zu nutzenden Vorführungssäle belasten.

Im Juni 2008 gibt Pionier Flebbe vor der Hauptversammlung seine Abschiedsvorstellung, der Hauptaktionär und Filmrechtehändler Herbert Kloiber verlangt einen Wechsel. Der damalige Finanzvorstand Christian Gisy rückt an die Spitze - und bringt den Sanierungsprozess voran.
Ein Jahr später kehrt das Unternehmen nach langer Verluststrecke in die Gewinnzone zurück.

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Von Johannes Pennekamp

Die SPD und noch mehr die Grünen haben höhere Steuern für Top-Verdiener angekündigt - und finden sich dabei besonders ehrlich. Was sie gerne verschweigen: Zu den Top-Verdienern im Land zählen nicht nur Millionäre mit Sportwagen, sondern auch schon leitende Angestellte, Handwerksmeister und Beamte. Mehr 3


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