Die Zeiten, in denen ein Gerät nur eine Funktion hatte, sind lange vorbei. Drucker können heute ganz selbstverständlich auch scannen, faxen und kopieren. Wer einen Player zum Abspielen von MP3-Dateien kauft, erwirbt gleichzeitig einen USB-Stick und ein digitales Diktiergerät, wie bei dem neuen USB-MP3-Player U250. Die tecorgange GmbH hat das 38 Gramm leichte und 179 Euro teure Gerät Ende Januar unter der Marke Jamba auf den Markt gebracht.
Zur Cebit kommen neue, noch vielseitigere digitale Multifunktionsgeräte auf den Markt. Sie enthalten integrierte Radios, können Videos abspielen, Textdateien anzeigen, sind Terminkalender und Notizbuch in einem. So bietet beispielsweise der neue iPod von Apple ab 349 Euro neben einer Notizfunktion die Möglichkeit, Kontakte, Kalender und Aufgabenlisten zu verwalten. Und einige Neuentwicklungen lassen sich sogar als digitale Accessoires am Körper tragen.
Neue Möglichkeiten durch integrierte Festplatten
Einen tragbaren Multimedia-CD-Player, der neben den gängigen Audioformaten das DivX-Format für Videodateien unterstützt, präsentiert der koreanische Hersteller iRiver mit dem iMP-1100. Über den Videoausgang kann der Nutzer auf dem Player gespeicherte Filme im MPEG4-Format am Fernseher oder am PC-Monitor verfolgen. Auf dem zwei Zoll kleinen TFT LC-Display lassen sich die Filme auch unterwegs direkt auf dem Multimedia-Player ansehen. Das Gerät kommt im April in den Handel und wird voraussichtlich 279 Euro kosten.
Noch mehr Möglichkeiten bieten Geräte mit einem integrierten Festplattenlaufwerk. Den PMC-100 bietet iRiver mit dem Windows Portable Media Center Betriebssystem in den Speichervarianten von 20 Gigabyte (GB) und 40 GB an. Nach Angaben des Herstellers erreicht der Multimedia-Player mit dem fest eingebauten Lithium-Ionen-Akku eine Videospielzeit von bis zu fünf Stunden. Das Gerät erkennt auch
JPEG-Dateien, so dass der PMC-100 bei Bedarf zum digitalen Fotoalbum wird, das man auf dem 3,5 Zoll großen TFT LC-Display betrachten kann. Im dritten Quartal wird er für 649 Euro (20 GB) beziehungsweise 749 Euro (40 GB) in den Handel kommen. Unter dem Namen PMP-100 wird es das Gerät auch mit Linux-Betriebssystem geben.
Handheld-Videorekorder für 80 Stunden Material
Wer selber Videos aufnehmen will, ist mit dem Personal Video Recorder AV300 von Archos gut beraten. Der Videoplayer im Handheld-Format spielt nicht nur Fotos, Musik und Filme ab, sondern nimmt auch Videos auf. Das Gerät mit eingebauter Festplatte kann darüber hinaus bis zu 80 Stunden Videomaterial von analogen Videoquellen wie etwa dem Videorekorder aufnehmen. Der AV300 kostet zwischen 799 und 899 Euro. Die optional erhältliche AVCam 300 ist für 299 Euro zu haben.
Die digitalen Alleskönner werden inzwischen sogar in modische Accessoires eingebaut. Der österreichische Uhrenhersteller Laks hat bereits im vergangenen Jahr eine Armbanduhr mit integriertem Flash-Speicher für die Speicherung von Daten vorgestellt. In diesem Monat kommt die neue MP3-Uhr „LAKS Memory Music“ auf den Markt, mit der man Uhr, MP3-Player und Voice-Recorder am Handgelenk trägt.Die Funktionen laufen unabhängig voneinander ab. Die Uhr wird mit 32 Megabyte (MB) Speicher für 89 Euro, mit 64 MB für 129 Euro und mit 128 MB für 149 Euro unter www.laks.com erhältlich sein. In Form einer Halskette präsentiert sich der Flash-Player iFP-1100 von Iriver. Er wird je nach Speicherausstattung zwischen 149 und 329 Euro kosten.
