Das im toskanischen Siena ansässige Kreditinstitut Monte dei Paschi (MPS) will angeblich staatliche Hilfen zur Stärkung seiner Eigenkapitalbasis in Anspruch nehmen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, wird darüber mit dem italienischen Finanzministerium und der Notenbank verhandelt.
Die drittgrößte italienische Bank kämpft seit Jahren mit einer knappen Eigenkapitaldecke. Für das Jahr 2011 musste wegen hoher Wertberichtigungen vor allem auf immaterielle Aktiva ein Verlust von 4,7 Milliarden Euro ausgewiesen werden.
Grund der Probleme von Monte dei Paschi ist allerdings nicht eine ökonomische Schieflage der Bank, sondern das Scheitern der lokalpolitisch motivierten Strategie und die Geldknappheit beim größten Aktionär, der Sparkassenstiftung Monte dei Paschi. Diese will unter allen Umständen verhindern, dass Monte dei Paschi mit einer auswärtigen Bank fusioniert wird und damit Siena den größten Arbeitgeber verliert. Monte dei Paschi hat früher wie alle italienischen Banken mit wenig Kapital gewirtschaftet und musste daher in den letzten Jahren zwei Mal das Kapital erhöhen.
Die Stiftung mit derzeit 37,5 Prozent musste bereits in diesem Jahr MPS-Anteile verkaufen, um Schulden aus früheren Kapitalerhöhungen zurückzubezahlen.
Das Geld ...
Hans List (genervt)
- 25.06.2012, 23:03 Uhr
Da das moderne Bankenwesen in Italien erfunden wurde
Theodor Wedel (TheodorWedel)
- 24.06.2012, 19:13 Uhr
"muss möglicherweise beim Staat um Unterstützung bitten"
Thomas Schneider (tomtom44)
- 24.06.2012, 17:23 Uhr