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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Möbelhandel Ikea trotzt der Konsumflaute

 ·  Ikea ist in Deutschland weiter gewachsen. Der Umsatz legte im Geschäftsjahr 2003 trotz Konsumflaute um fünf Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zu. Doch die Konjunktur drückt auf die Preise.

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Die Konsumflaute drückt bei Deutschlands größtem Möbelhaus Ikea die Preise nach unten. NAch Angaben des Unternehmens sind im neuen Katalog 2004 alle Produkte im Durchschnitt 1,5 Prozent günstiger. Ikea trotzt mit seinen niedrigen Preisen der Konsumflaute.

Ikea Deutschland berichtete für das am 31. August zu Ende gegangene Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 5 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Dabei machte sich vor allem die Eröffnung von drei neuen Möbelhäusern positiv bemerkbar. Mit einem Ausbau des Internethandels und der Eröffnung weiterer Standorte will das Unternehmen auch in Zukunft wachsen.

Bereits in den vergangenen vier Jahren habe die schwedische Handelskette das Preisniveau um etwa ein Zehntel nach unten geschraubt. „Einzelne Bereiche wie Büro- oder Schlafzimmermobiliar sind in dem neuen Prospekt sogar bis zu 30 Prozent billiger“, sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Werner Weber, am Donnerstag in Frankfurt.

Kaufzurückhaltung spürbar

„Angesichts des Umfeldes war es ein wirklich zufriedenstellendes Jahr“, sagte Weber. Der gesamte Möbeleinzelhandel in Deutschland büßte dagegen etwa acht Prozent ein. Weber sagte, die Ausrichtung auf verläßlich niedrige Preise zahle sich gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten aus. Zudem sei Expansion gerade jetzt die richtige Strategie. „Nur wenn wir expandieren, können wir am Markt bestehen.“ Die Investition in ein möglichst dichtes Netz von Standorten zeige bereits jetzt seine positive Wirkung und werde sich für Ikea vor allem dann auszahlen, wenn die Konjunktur wieder anziehe. Weitere Möbelhäuser sollen daher in den kommenden Jahren eröffnet werden.

Allerdings bekam auch Ikea die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren. Auf vergleichbare Fläche gerechnet ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein leichter Umsatzrückgang von einem Prozent. Vor allem bei größeren Investitionen in neue Möbel hielten sich die Bundesbürger zurück. Gaben die Verbraucher 1992 noch 3,2 Prozent ihres Budgets für Möbel aus, waren es 2002 nur noch 2,3 Prozent, schilderte Weber die Branchenentwicklung. Lediglich 13,1 Prozent der Verbraucher planten im vergangenen Jahr die Anschaffung von Möbeln über 2.500 Euro und nur 23,4 Prozent wollten bis zu 2.500 Euro für neue Einrichtungsgegenstände ausgeben.

Riesenzuwachs im Internet

Ein deutliches Plus verzeichnete Ikea wie schon im Vorjahr bei den Restaurants. Hier stieg der Umsatz um 16 Prozent auf rund 100 Millionen Euro. Wachstumschancen sieht Weber auch im Internethandel. Mittlerweile können die Kunden 4.500 Artikel online bei Ikea bestellen, 2002 waren es erst 300 Produkte. Dementsprechend stiegen die Internetbestellungen im vergangenen Geschäftsjahr um 513 Prozent.

Um für weitere Zuwächse gerüstet zu sein, eröffnete Ikea nach Angaben von Weber im September ein neues Logistikzentrum. Unter anderem soll damit der Lieferzeitraum der bestellten Möbel von bisher 14 Tage auf künftig 4 Tage verkürzt werden. Deutschland blieb laut Weber im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Marktanteil von 20 Prozent der wichtigste Markt für das schwedische Unternehmen. Auf Platz zwei lag Großbritannien mit 12 Prozent. Weltweit erwirtschaftete Ikea einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro und damit ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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