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Möbel Das Modell Ingvar hat noch lange nicht ausgedient

12.08.2002 ·  Der 76-jährige Ikea-Gründer Ingvar Kamprad übergibt das Geschäft an seine drei Söhne. Doch ganz will er sich nicht in den Ruhestand verabschieden.

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Der 76-jährige Ikea-Gründer Ingvar Kamprad übergibt das Geschäft an seine drei Söhne Peter, Jonas und Matthias. Doch so richtig will er sich nicht in den Ruhestand verabschieden. In den kommenden zehn Jahren plant Kamprad, die Zahl der Filialen - derzeit 154 Läden in 22 Ländern - zu verdoppeln.

Schritt für Schritt werde er entscheidende Posten und Aufgaben seinen Söhnen übertragen, sich aber nicht völlig in den Ruhestand verabschieden, sagte Kamprad in einem Interview mit der „Financial Times“. Der älteste Sohn Peter (38) soll dem Firmenpatriarch als Vorsitzender der Ingka-Stiftung folgen, in der alle Aktivitäten der Ikea-Gruppe gebündelt sind. Jonas, 35, erhält die Verantwortung über die etwa 12.000 Produkte. Welche Aufgaben Matthias, 33, übernehmen soll, ist laut Kamprad noch unklar.

Die Zeit ist reif

Ursprünglich hatte Kamprad bereits im Alter von 70 Jahren kürzer treten wollen, dies aber mehrfach verschoben. Seine Söhne seien „noch nicht reif“ für die Verantwortung, erklärte er damals. Wie der Wechsel an Firmenspitze genau abläuft, soll Ende August bei einem Familientreffen in der schwedischen Kleinstadt Almhult geklärt werden, wo die erste Ikea-Filiale eröffnet wurde.

Der Ikea-Gründer, mit einem geschätzten Vermögen von 13,8 Milliarden Euro auf Platz Nummer 17 der Forbes-Liste der weltweit Reichsten, erwartet trotz der weltweiten Wirtschaftskrise ein Wachstum des Möbelhauses. Das ursprüngliche Ziel werde aber wohl verfehlt.

Die Möbelkette mit derzeit 154 Läden in 22 Ländern hatte zum Geschäftsjahr 2002 (per 31. August) ein Umsatzwachstum von zehn Prozent angestrebt. Im vergangenen Jahr erzielte Ikea einen Umsatz von 10,4 Milliarden Euro. Den höchsten Umsatz (21 Prozent) erzielte Ikea in Deutschland, die USA und Großbritannien folgen mit 13 beziehungsweise zwölf Prozent. Ergebniszahlen veröffentlicht die Gruppe, die weltweit 65.000 Mitarbeiter beschäftigt, nicht.

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