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Möbel Das Billy-Regal wird teurer

28.08.2004 ·  Man werde die Preise senken, kündigte Ikea kürzlich an - dabei werden einige Produkte in Deutschland demnächst teurer. Verbraucherschützer werfen dem Möbelkonzern eine undurchsichtige Preispolitik vor.

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Die Preisoffensive, die der Möbelkonzern Ikea zum 1. September in Deutschland starten will, wird von Verbraucherschützern und Verbänden kritisiert. Die Preissenkungen bei einzelnen Ikea-Produkten würden an anderer Stelle durch Preiserhöhungen aufgefangen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. So wird einer der größten Umsatzbringer, das Billy-Bücherregal, von 46 auf 49 Euro heraufgesetzt.

Der schwedische Konzern hatte angekündigt, in Deutschland von kommenden Mittwoch an die Preise um durchschnittlich sechs Prozent zu senken. „Typisch für Ikea ist die sehr unübersichtliche Preisgestaltung bei den Produkten“, sagte der Leiter der Europäischen Verbraucherzentrale Kiel, Bernd Krieger, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Da hebt man ein paar Möbel hervor, die im Preis sehr billig sind. Dafür wird an anderer Stelle der Spieß dann wieder umgedreht.“

„Viele Zahlentricksereien möglich“

Wenn Konzerne ankündigten, ihre Preise um durchschnittlich sechs Prozent zu senken, beruhe dies in solchen Fällen meist auf einem zweifelhaften Berechnungsmodell, heißt es bei der Bundeszentrale der Verbraucherzentralen in Berlin. „Da sind viele Zahlentricksereien möglich, um den Kunden zu verwirren“, sagte ein Sprecher.

Ein Preisvergleich zwischen den neuen Katalogen in Österreich und Deutschland hat erhebliche Preisunterschiede sichtbar gemacht. So kostet das „Hemnes“-Bettgestell in Österreich 149 Euro, in Deutschland nach der Preissenkung immer noch 50 Euro mehr. „Es riecht nach bewußter Verbrauchertäuschung, wenn etliche Produkte zum 1. September in Deutschland teurer werden“, sagte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie. „Auch bei den jetzt im Preis gesenkten Produkten zahlt der Kunde teilweise mehr als seine europäischen Nachbarn.“

Ikea hatte seine Preisoffensive vor allem damit begründet, daß der Konzern die Preise seiner Produkte im europäischen Vergleich einander angleichen wolle.

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Von Heike Göbel

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