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Mobilfunktechnik Hutchison macht hohe Verluste mit UMTS

18.03.2004 ·  Verluste in Milliardenhöhe: Hutchison hat noch 2003 seine Telekom- und Vodavone-Anteile verkauft. Somit konnten die UMTS-Verluste verringert werden. Für 2004 sieht der Konzern gute Voraussetzungen.

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Der Mischkonzern Hutchison Whampoa unter Führung von Asiens reichstem Geschäftsmann, Li Ka-shing, hat seine verbliebenen Anteile an der Deutschen Telekom AG und am Mobilfunkkonzern Vodafone Group plc. verkauft.

Die Abgabe erfolgte noch im vergangenen Jahr und brachte einen außerordentlichen Gewinn von 2,63 Milliarden Hongkong-Dollar (275 Millionen Euro), der Verluste in der Hutchison-Sparte UMTS Mobilfunk verringerte. Nach früheren Angaben hielt das Konglomerat rund 110 Millionen Telekom-Papiere und etwa 1,4 Milliarden Vodafone-Aktien.

Das Hongkonger Unternehmen, das 170.000 Menschen in 39 Ländern beschäftigt, ist in der Welt führend im Betrieb von Containerhäfen, engagiert im Einzelhandel und im Energie- und Telekommunikationssektor.

Verluste in Milliardenhöhe

In die Kritik ist Hutchison geraten, weil es mit einem Investment von umgerechnet rund 18 Milliarden Euro in der Welt führend auf die Mobilfunktechnik UMTS setzt. Trotz dieser hohen Aufwendungen konnte Hutchison bislang die angestrebten Kundenzahlen weder in Europa noch in Asien erreichen. Analysten bezweifeln, daß sich das Engagement für das Telefonieren der dritten Generation rechnen werde. "Das schwierigste Jahr liegt hinter uns", sagte dagegen Li bei der Bilanzvorlage in Hongkong.

Für das vergangene Jahr weist sein Unternehmen einen Nachsteuerverlust der UMTS-Sparte von 9,67 Milliarden Hongkong-Dollar aus. Nun allerdings stimmten die Voraussetzungen, sagte Li: So seien hochwertige Netze vorhanden, und auch der zwischenzeitliche Versorgungsengpaß mit Mobiltelefonen sei behoben. Gleichwohl rechne er damit, daß UMTS in diesem Jahr noch einmal höhere Verluste als 2003 einfahren werde.

Derzeit verfüge Hutchison über 1,04 Millionen UMTS-Kunden in sieben Märkten, davon 361.000 in Großbritannien und 453.000 in Italien. Den Verlust in seinem Zukunftsmarkt konnte Hutchison über andere Geschäftsfelder ausgleichen.

Quelle: (che.) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2004, Nr. 67 / Seite 18
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Von Heike Göbel

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