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Mobilfunk Nokia-Chef wechselt in den Aufsichtsrat

01.08.2005 ·  In der Führung des weltgrößten Mobilfunkkonzerns steht ein Wechsel bevor. Der langjährige Nokia-Chef Ollila wird seinen Posten verlassen. Sein Nachfolger soll der bisherige Leiter der Handy-Sparte Kallasvuo werden.

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Der langjährige Nokia-Chef Jorma Ollila tritt zum 1. Juni kommenden Jahres ab. Nachfolger werde der bisherige Leiter der Handy-Sparte, der 52jährige Olli-Pekka Kallasvuo, teilte der weltgrößte Handy-Konzern am Montag in Helsinki mit. Der 54jährige Ollila werde danach im Aufsichtsrat von Nokia bleiben. Angaben zu den Hintergründen wurden nicht gemacht.

Ollila habe in mehr als 13 Jahren an der Konzernspitze „das moderne Nokia aufgebaut, das wir heute kennen“, würdigte das Unternehmen ihn in einer Mitteilung. Der Konzernpräsident Pekka Ala-Pietilä kündigte zugleich sein Ausscheiden aus dem Unternehmen zum 1. Februar 2006 an. Er begründete dies mit persönlichen Gründen.

Kallasvuo soll schon bald neue Aufgaben übernehmen

Kallasvuo soll allmählich an seine neue Funktion herangeführt werden und bereits ab dem 1. Oktober neue Aufgaben übernehmen. „Der Verwaltungsrat ist überzeugt, daß Olli-Pekka Kallasvuo mit seinen Referenzen in der Industrie und seiner zwanzigjährigen Erfahrung bei Nokia die nötige Führungsfähigkeit für das Unternehmen mitbringt“, sagte der Verwaltungsratsvize Paul Collins.

Nokia führt seit Jahren mit weitem Abstand den weltweiten Handy-Markt an. Daß der einstige Mischkonzern zum Mobilfunkspezialisten wurde, ist zum Teil Ollilas Verdienst. Seit 1985 arbeite er für Nokia und sitzt dort seit 1986 im Vorstand. Anfang 1990 übernahm er die Mobilfunksparte, die damals schon erfolgreich im Bereich der Autotelefone arbeitete und baute sie so erfolgreich aus, daß der Anteil der Marke am weltweiten Handy-Markt zweitweise 40 Prozent erreichte.

Nokia-Aktie zeigt kaum Reaktionen

Zwischenzeitlich hatte der Konzern einige wichtige Trends wie Klapp-Telefone verschlafen, konnte sich jedoch im Gegensatz zum Wettbewerber Siemens wieder fangen und seinen Marktanteil wieder über 30 Prozent steigern. Doch die wachsende Konkurrenz aus Fernost und der starke Preisdruck belasten die Gewinne der zentralen Handy-Sparte weiterhin.

Nach der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen war der Kurs der Aktie Mitte Juli um zehn Prozent gefallen. Auf die Ankündigung von Ollilas Wechsel in den Aufsichtsrat reagierte die Nokia-Aktie dagegen kaum. Am Montagnachmittag notierte sie um knapp ein Prozent unter dem Eröffnungskurs. Der Vorstandsvorsitzende hatte bereits vorher, in mehren Interviews, seinen Abtritt für das Jahr 2006 angekündigt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA, AFP und AP
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Von Heike Göbel

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