http://www.faz.net/-gqe-75ma7

Mobilfunk : Neue Gerüchte um Billig-iPhone für China

Tim Cook Bild: AFP

Die Gerüchte über ein billigeres iPhone für China bekommen neuen Auftrieb. Laut einem amerikanischen Medienbericht soll das Gehäuse des einfachen Modells aus Plastik sein.

          Ein abermaliger Besuch von Apple-Chef Tim Cook in China nährt Spekulationen über eine Geschäftsausweitung des Konzerns in seinem zweitgrößten Markt. Angeblich suchen die Amerikaner eine schnelle Einigung mit dem größten Mobilfunkanbieter der Welt, China Mobile, zum Einsatz ihres internetfähigen Telefons iPhone und arbeiten zugleich an einer preiswerten Variante des Geräts für China. Apple wollte das nicht bestätigen.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          Der Konzern teilte lediglich mit, dass Cook, der zuletzt vor zehn Monaten in Peking war, Regierungsmitarbeiter und Geschäftspartner getroffen habe. Nach Informationen der Finanzagentur Bloomberg könnte der Verkauf des Billig-iPhones Ende des Jahres zum Preis von umgerechnet 75 bis 114 Euro beginnen; in Europa kostet ein iPhone4 rund 400 Euro, ein iPhone5 etwa 680 Euro. Das „Wall Street Journal“ berichtet, das Gehäuse des einfachen Modells werde aus Plastik sein, um Kosten zu sparen.

          Das iPhone verliert Analysten zufolge in China Marktanteile und rangiert unter den Smartphones nur noch auf Platz sechs weit hinter Samsung. Das liege auch daran, dass Apple lediglich mit den Netzbetreibern China Unicom und Telecom zusammenarbeite, die viel kleiner als China Mobile sind. Letzteres nutzt einen eigenen Übertragungsstandard und konnte sich mit Apple bisher nicht über die Abrechnungsmodalitäten einigen.

          China ist für Apple der am schnellsten wachsende Markt und mit 15 Prozent Umsatzanteil der größte hinter den Vereinigten Staaten. Auf dem Festland und in Hongkong gibt es 11 offizielle „Apple Stores“, 5 mehr als bei Cooks letztem Besuch. Sein Vorgänger Steve Jobs war als Apple-Chef nie in China.

          Weitere Themen

          Chinas langer Weg nach Westen Video-Seite öffnen

          Die neue Seidenstraße : Chinas langer Weg nach Westen

          Peking knüpft mit der neuen Seidenstraße an einen alten Mythos an und startet ein gigantisches Projekt. Für Milliarden werden neue Wege in den Westen gebaut.

          Topmeldungen

          Altkanzler Gerhard Schröder (links) mit dem russischen Ministerpräsidenten Medwedew und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Gazprom, Wiktor Subkow, bei der Amtseinführung Putins.

          Abschuss von MH17 : Ausgerechnet Schröder

          Der Kreml weiß selbst am besten, wer für den Abschuss von MH17 verantwortlich ist. Ein ehemaliger Bundeskanzler aber beklagt lieber die Eigensucht Amerikas. Ein Kommentar.
          Gab sich nicht geschlagen: Thomas Gottschalk.

          Gottschalk gegen „Spiegel“ : Gegendarstellung muss sein

          Als der „Spiegel“ über Schleichwerbung bei „Wetten, dass ..?“ berichtete, wollte sich Thomas Gottschalk nicht äußern. Eine Gegendarstellung durfte er nachher aber verlangen, sagt das Bundesverfassungsgericht.
          Der absehbare weiter beschleunigte Meerespegelanstieg ist auch noch nicht vollständig in den Klimafolgen-Berechnungen abgebildet.

          1,5 Grad Erwärmung : Fleißarbeit beim Klimaschutz spart Billionen

          Klimaschutz kostet, soll sich aber langfristig lohnen. Eine Studie zeigt jetzt, dass sich strengerer Klimaschutz noch mehr lohnt. Mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 statt 2 Grad soll die Weltwirtschaft Kosten in Billionenhöhe einsparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.