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Mitarbeiter Wenn Unternehmen wüssten, was sie wissen

 ·  Unternehmen wollen wissen, was sie wissen. Dazu muss es sich für den Einzelnen lohnen, sein Wissen mit den Kollegen zu teilen.

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Der Erfolg eines Unternehmens beruht in den allermeisten Fällen auf der Fähigkeit und Kompetenz seiner Mitarbeiter und seines Managements. Direkt, durch ihre persönliche Leistung im Kontakt mit den Kunden oder häufig auch indirekt durch Produkte, die von ihnen erfunden, entdeckt, entwickelt, verbessert, produziert und vertrieben werden. Das eigentliche Kapital einer Firma, ihr wertvollstes Gut sind die Menschen und ihr Wissen. Dieses Wissen für alle sinnvoll zugänglich zu machen, so genanntes Knowledge Managment zu betreiben, wird zunehmen zum Erfolgskriterium aller Unternehmen.

Marke, Produktionsstätten, Infrastruktur und all dies sind ohne Zweifel von erheblichem Wert, doch am Ende sind es die Mitarbeiter, die jene Dinge mit Leben füllen, nutzen und das Unternehmen voranbringen. In Zeiten, in denen die volkswirtschaftliche Wertschöpfung zunehmend in Branchen erbracht wird, die in hohem Maße auf so genannte Wissensarbeiter angewiesen sind, wie beispielsweise alle Spielarten der Informationstechnologie, der Beratung oder in den Dienstleistungen, steigt der Wert dieser Personen und ihres Wissens für die Unternehmen und die nationalen Volkswirtschaften.

Wissen abrufbar machen

Die Anstrengungen gerade der global agierenden Konzerne das Wissen, das in den Köpfen ihrer vielen tausend, auf der ganzen Welt verteilten Mitarbeiter abrufbar wäre, auch tatsächlich abzurufen, wenn es gebraucht wird, dort einzusetzen, wo es aktuell den größten Nutzen generiert, ineffiziente Dopplungen nach Möglichkeit zu vermeiden, stellt in steigendem Maße die Herausforderung der Zukunft für diese Unternehmen dar.

Corporate Knowledgement“

„Was wir versuchen, ist nicht anderes, als individuell vorhandenes Wissen in ein Wissen des Unternehmens, ein Corporate Knowledgement, zu transferieren“, schildert Klaus Mangold von der DaimlerChrysler Services (debis) die Aufgabe. „Dazu brauchen wir Leute, die bereit sind ihr Wissen mit anderen zu teilen. Ziel muss es sein, dass jeder sein Wissen anderen zur Verfügung stellen will.“ Dies sei jedoch nur zu erreichen, wenn es dazu klaren Regeln aufgestellt seien. Eine aufwendige IT-Infrastruktur sei ebenso unabdingbar wie ein starkes Engagement selbst des Top Managements. „Sonst gibt es keinen Erfolg“, so Mangold.

Kompensation auf Teamwork abstellen

Daniel Meiland, CEO von Egon Zehnder International, einem weltweit führenden Vermittler von Führungskräften ergänzte, dass es enorm wichtig sei, auch die Leistungsanreize umzustellen auf ein System, das dieser Zielsetzung Rechnung trage. „Die Kompensationen und Erfolgsbeteiligungen dürfen sich nicht an den Verkaufserfolgen des Einzelnen orientieren, sondern allein das Teamwork darf Beachtung finden“, sagte Meiland. Auf diese Weise lasse sich auch gewährleisten, dass jeder im Unternehmen daran interessiert sei, einen neuen Kollegen zu bekommen, der besser ist als er selbst. Denn nur so lässt sich das Ergebnis des Teams und damit auch das des Einzelnen steigern.

„Größte Herausforderung für die Unternehmen ist es“, so Mangold, „ein Bewusstsein für den Erfolg des Unternehmens zu schaffen, der erzielt werden kann, wenn der Einzelne sein Wissen teilt, und nicht so lange es geht zurückhält und als Herrschaftswissen nutzt.“

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