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Veröffentlicht: 21.04.2017, 08:32 Uhr

Millionenstrafe in Amerika Deutsche Bank zahlt schon wieder

Deutschlands größte Bank wird in Amerika abermals zur Kasse gebeten. Diesmal geht es um Aufsichtsversagen.

© hedwig Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat in Amerika eine weitere Geldstrafe wegen Regelverstößen bei Finanzgeschäften auferlegt bekommen. Die amerikanische Notenbank Fed teilte am Donnerstag mit, Bußgelder in Höhe von insgesamt 156,6 Millionen Dollar (146,2 Mio Euro) gegen Deutschlands größte Bank verhängt zu haben.

Der größte Teil der Strafe (136,9 Millionen Dollar) wurde wegen des Vorwurfs des Aufsichtsversagens ausgesprochen: Die Bank habe nicht entdeckt und nicht verhindert, dass sich ihre Händler in Chatrooms mit Konkurrenten über ihre Geschäfte austauschten, erklärte die Fed.

Trump lässt Obamas Regulierung prüfen

19,7 Millionen Dollar muss die Bank zudem wegen Verstößen gegen die sogenannte „Volcker-Rule“ zahlen. Es gebe bei der Umsetzung „signifikante Lücken“ in elementaren Bereichen, hieß es von der Notenbank Die nach dem ehemaligen Notenbanker Paul Volcker benannte Regel ist ein zentraler Bestandteil des 2010 von Obama verabschiedeten „Dodd-Franck Act“. Im Vergleich mit der 7,2 Milliarden-Strafe für dubiose Hypotheken-Geschäfte im Vorfeld der jüngsten Finanzkrise wirkt die jetzige Summe freilich gering.

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Die „Volcker Rule“ verpflichtet die Banken in Amerika dazu, den Eigenhandel weitestgehend aufzugeben. Auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten zu spekulieren ist den Instituten damit weitgehend untersagt. Erlaubt ist Eigenhandel nur noch, wenn dadurch eigene Risiken abgesichert werden sollen. Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat schon im Februar angekündigt den „Dodd-Frank Act“ überprüfen zu wollen.

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