09.11.2008 · Zwei Milliarden Euro Verlust hat die Allianz allein im dritten Quartal verbucht. Einbußen in dieser Größenordnung hat der größte europäische Versicherer seit der letzten Kapitalmarktkrise vor fünf Jahren nicht mehr erlitten, aber sie sind nur halb so hoch, wie von Analysten befürchtet. Das zeigt: Die Börse stochert im Nebel.
Von Marcus TheurerZwei Milliarden Euro Verlust hat die Allianz allein im dritten Quartal verbucht. Einbußen in dieser Größenordnung hat der größte europäische Versicherer seit der letzten Kapitalmarktkrise vor fünf Jahren nicht mehr erlitten, aber sie sind nur halb so hoch, wie von Analysten befürchtet. Die Finanzkrise schlägt zwar immer stärker auf das Versicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft durch. Informationen und Erklärungen nachliefern muss die Allianz jedoch vor allem zum vereinbarten Verkauf der Dresdner Bank: Der Versicherer erhält einen Großteil des von ihm ursprünglich mit knapp 10 Milliarden Euro bezifferten Verkaufserlöses in Aktien des künftigen Eigentümers Commerzbank. Und der Preis, der an der Börse für diese Papiere zu erzielen wäre, hat sich mittlerweile mehr als halbiert.
Der Wert des Commerzbank-Pakets dürfte nun um mehrere Milliarden Euro unter dem Wert liegen, mit dem die Dresdner Bank vor dem Verkauf in den Büchern stand. Wann und in welcher Höhe dieser drastische Bewertungsunterschied in der Gewinnrechnung der Allianz auftaucht, ist unklar. Die Börse stochert im Nebel, wie die viel zu hohen Verlustschätzungen der Analysten zeigen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,02 | −0,80% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2455 | −0,27% |
| Rohöl Brent Crude | 106,06 $ | −0,74% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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