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Milchbauern Tropfen für Tropfen

20.10.2009 ·  Europas Milchbauern winken angesichts der Preiskrise weitere Hilfen. Die in Aussicht gestellten 280 Millionen Euro sind der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. An dem eigentlichen Problem ändern die Hilfen jedoch nichts: Die Bauern produzieren zu viel Milch.

Von Hendrik Kafsack
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In einem Punkt hat der Präsident des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, recht: Die den Bauern von der EU-Kommission in Aussicht gestellten Hilfen von 280 Millionen Euro sind der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Sie werden den unter niedrigen Preisen leidenden Milchbauern das Leben kurzfristig erleichtern - wie die Millionen, die sie bisher erhalten haben.

Es ist ja nicht so, als ob die EU die Sorgen und Nöte der Milchbauern bis dato ignoriert hätte. Allein den deutschen Bauern hat die EU seit 2008 rund 400 Millionen Euro zugesagt.

An dem eigentlichen Problem ändert das nichts: Die Bauern produzieren zu viel Milch, und das auch noch zu hohen Kosten. Darauf könnte die EU, wie es Schaber will, mit einer Rückkehr zur Planwirtschaft reagieren, die Milchproduktion also so stark begrenzen, dass der Preis steigt. Doch das fordert nicht einmal die Bundesregierung. Auch sie hält an dem EU-Beschluss von 2003 fest, die Milchquote auslaufen zu lassen. Dann aber muss sie auch zu der für einige bitteren Wahrheit stehen: Wer eine Niedrig-Preis-Phase nicht überleben kann, muss seinen Betrieb aufgeben. Der Dauer-Tropf der EU ist keine Lösung.

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