16.06.2005 · Die besten Migranten aus dem Osten gehen nach Großbritannien und Irland. Deutschland dagegen hat die Freizügigkeit für sieben Jahre beschränkt.
100.000 bis 150.000 Arbeitnehmer sind nach Schätzungen im vergangenen Jahr aus den acht mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern in die alte EU eingewandert. Das "Wanderungspotential" - damit ist die Migrantenzahl bei voller Arbeitnehmerfreizügigkeit gemeint - wurde nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu gut einem Drittel ausgeschöpft.
Die Freizügigkeit ist in den meisten alten EU-Staaten nicht verwirklicht. Sie haben die Öffnung ihrer Arbeitsmärkte für Arbeitnehmer aus den Beitrittsstaaten um bis zu sieben Jahre hinausgeschoben. Nur Großbritannien, Irland, Dänemark und Schweden verzichteten auf Übergangszeiten.
Die unterschiedlichen Regelungen haben nach einer DIW-Studie dazu geführt, daß Einwanderer vor allem in den angelsächsischen Raum umgelenkt wurden. Während bei unbeschränkter Freizügigkeit der größte Teil der Migranten nach Deutschland, Österreich und Italien komme, gingen sie nun nach Großbritannien und Irland.
Für Deutschland ist das ein Nachteil, moniert das DIW. Die Länder, die ihre Arbeitsmärkte öffneten, gewännen die am besten qualifizierten Arbeitskräfte aus Osteuropa. Nach Deutschland kämen dagegen auf illegalen Wegen vor allem geringqualifizierte Kräfte, die schwarz arbeiteten.
Die Zahl der Einwanderer, die bei kompletter Freizügigkeit nach Deutschland käme, bereitet dem Institut keine Sorgen. Für das Jahr 2010 schätzen die Ökonomen bei Freizügigkeit eine Nettozuwanderung aus den acht mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten nach Deutschland von 68000 Personen; 2020 wären es nur noch 13.000.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,78 | −0,89% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2460 | −0,23% |
| Rohöl Brent Crude | 105,89 $ | −0,90% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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