25.04.2009 · Microsoft ist noch immer hochprofitabel, aber es gibt beunruhigende Entwicklungen. Vor allem das Betriebssystem Windows enttäuscht. Internetbasierte Dienste werfen die grundsätzliche Frage auf, welchen Platz Windows in der Computerwelt noch hat. Microsoft muss sich Sorgen machen.
Von Roland LindnerDer Softwarekonzern Microsoft ist sicher alles andere als ein Krisenfall. Auch wenn es zum ersten Mal einen Umsatzrückgang gab: Microsoft ist noch immer hochprofitabel. Und doch gibt es beunruhigende Entwicklungen. Vor allem das Betriebssystem Windows enttäuscht. Microsoft war mit Windows in einer beneidenswerten Position: Das Programm ist auf dem größten Teil der Personal Computer installiert und bringt so fast automatisch Geld ein.
Aber diese einst so stabile Säule wackelt, und das hat nicht nur mit dem wegen der Wirtschaftskrise schrumpfenden PC-Markt zu tun. Die immer beliebteren Mini-Laptops kommen zum Beispiel mit älteren Billigversionen von Windows aus oder greifen gleich auf das lizenzgebührenfreie Linux zurück. Mit den Patzern bei der aktuellen Windows-Version Vista hat Microsoft sein einstiges Vorzeigeprodukt auch selbst geschwächt, was den Druck bei der Einführung der kommenden Generation Windows 7 erhöht. Zudem werfen internetbasierte Dienste von Google und anderen Anbietern die grundsätzliche Frage auf, welchen Platz Windows in der Computerwelt noch hat. Microsoft muss sich Sorgen machen. Windows ist nicht mehr die verlässliche Gelddruckmaschine von früher.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,78 | −0,89% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2460 | −0,23% |
| Rohöl Brent Crude | 105,89 $ | −0,90% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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