05.06.2003 · Microsoft Corp., Redmond (Washington). Der größte Softwarekonzern der Welt macht sich offenbar immer mehr Sorgen hinsichtlich der Konkurrenz von Linux, der lizenzgebührfreien und aus dem Internet abrufbaren Betriebssystem-Software.
Microsoft Corp., Redmond (Washington). Der größte Softwarekonzern der Welt macht sich offenbar immer mehr Sorgen hinsichtlich der Konkurrenz von Linux, der lizenzgebührfreien und aus dem Internet abrufbaren Betriebssystem-Software. In einer internen E-Mail an die Beschäftigten des Unternehmens beschrieb Chief Executive Officer Steve Ballmer sogenannte "Open-source"-Software wie Linux als eine der größten Bedrohungen für Microsoft. Die Einschätzung kommt, nachdem Microsoft in der vergangenen Woche einen empfindlichen Rückschlag im Wettbewerb gegen Linux auf dem deutschen Markt erlitten hatte. Die Stadt München hat sich entschieden, ihre kommunalen Rechner künftig nicht mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows, sondern mit Linux auszustatten (F.A.Z. vom 30. Mai). Das gilt sowohl für Netzwerkrechner (Server) als auch für die Computer an den einzelnen Arbeitsplätzen (Clients). Vor einiger Zeit hatte der Deutsche Bundestag angekündigt, seine Server künftig mit Linux arbeiten zu lassen. Auch die Stadt Schwäbisch Hall hat sich dafür entschieden. Ballmer beklagte sich in dem zehnseitigen Schreiben zudem über eine allgemein schwindende Technologiebegeisterung: "Es gibt weniger Leidenschaft, statt dessen richtet sich die Aufmerksamkeit immer mehr darauf, mit weniger Mitteln mehr zu erreichen", sagte er. Aus diesem Grund wolle Microsoft sein Werbebudget für die nächste Zeit deutlich erhöhen. (lid.)
| Name | Kurs | Prozent |
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