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Reaktion auf Drohungen : Mexiko will Trump trotzen und eigene Wirtschaft stärken

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Mexikos-Präsident Enrique Peña Nieto will „Made in Mexiko“ stärken. Bild: dpa

Trump droht Mexiko mit Strafzöllen, falls das Land die Grenzmauer nicht bezahlen will. Das Freihandelsabkommen Nafta will er notfalls aufkündigen. Mexiko hält dagegen.

          Mit einer Stärkung des Markensiegels „Hecho en México“ („Made in Mexiko“) will Präsident Enrique Peña Nieto ein Zeichen setzen für die Qualität der Produkte des Landes. Das Siegel sei aber auch ein „Symbol unseres Stolzes“, betonte der Präsident. In dem Symbol ist auch ein Adler zu sehen, das mexikanischen Wappentier.

          Das Land befinde sich in einem „historischen Moment“, meinte Peña Nieto mit Blick auf den Abschottungskurs von Donald Trump, der an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen will und mit Strafzöllen von bis zu 20 Prozent auf mexikanische Produkte droht.

          Das Land ist durch Trumps Attacken und Drohungen zusammengerückt wie lange nicht mehr. Peña Nieto, der einen Besuch bei Trump abgesagt hatte, kündigte im Rahmen der „Hecho en México“-Kampagne auch eine Verringerung bürokratischer Pflichten an, um Investitionen in Mexiko zu stärken und um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhöhen.

          80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen bislang nach Amerika. Bisher ist der Handel weitgehend zollfrei, wegen des seit 1994 geltenden Nafta-Abkommens. Dieses will Trump neu verhandeln oder kündigen. Mexiko versucht daher, Handelsbeziehungen zum Beispiel mit der Europäischen Union zu stärken, um unabhängiger zu werden.

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