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Merkel gegen Steinbrück Das TV-Duell ignoriert die Unternehmen

 ·  Wieso hat sich im TV-Duell eigentlich niemand für die Wirtschaft und ihr Wohlergehen interessiert? Schließlich muss das viele Geld, das die Parteien umverteilen wollen, erst einmal erwirtschaftet werden.

Artikel Lesermeinungen (38)
1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
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Heinrich Schönemann

wunderbar frau göbel

wie immer kurz und prägnant gegen den strich gebürstet

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Michael Schmidt

"Unserer Wirtschaft geht es doch so gut wie nie"

Dies wird doch vor allem von den Regierungsparteien, denen man immer noch vergleichbar hohe Wirtschaftskompetenz attestiert, behauptet.
Im Ernst: Wir müssen endlich zu unterscheiden lernen zwischen den Großkonzernen, die mehr und mehr die Wirtschaftspolitik kontrollieren, und den unzähligen mittleren und kleinen Unternehmen, die die Wirtschaft und den Wirtschaftskreislauf eigentlich tragen, die die Arbeitsplätze schaffen und nicht für Aktienkurse wegrationalisieren. Nicht zu vergessen die vielen Einzelunternehmer, die täglich ein hohes persönliches Risiko den heutigen Marktkräften ausliefern. Und die Allermeisten mit zumindest dem Erfolg, der "Leistungsträgern" heutzutage abverlangt wird. Die Anliegen der großen Firmen fahren sicherlich mit den wahlkampfverursachten Nebelkerzen am Besten.
Bitte Frau Göbel, setzen Sie sich mit diesen auseinander, schreiben Sie für diese um gute Bedingungen. Aber bitte unterscheiden Sie. Dann erfahren Sie sicher auch große Unterstützung.

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Titus Lisuss

kapitaler Euphemismus

Den Begriff Zeitarbeitsknebel würden wohl nur die wenigsten so benutzen wie die Autorin.

Die meisten Bürger empfinden vielleicht die Zeitarbeit an sich oder aber einige ihrer Auswüchse als Knebel für betroffene Arbeitnehmer.

Auf die Idee, etwa das Verbot von Praktiken a la Schlecker als Knebel zu bezeichnen, müss man erst ein mal kommen...

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Hermann F. Sack

Eine alte Krux! - Aber Jammern hilft nicht, wenn Politik oft nur zum lästigen Kostenfaktor wird.

Wer von Wirtschaft und vom Wirtschaften selbst nichts versteht oder auch gar nichts verstehen will, beschließt dennoch zu oft „Politiker zu werden, um zu gestalten“.

Mit diesen „Gestalten als Gestaltern“ muss sich dann die reale Wirtschaft herumschlagen. Zu besichtigen sind diese Typen in fast allen Parlamenten und auf allen Ebenen.

Leider sind die - im Grunde einst richtig erdachten - Vergütungen für die Aufwendungen von Politikern mittlerweile so hoch, dass sich viele zum Berufs-Politiker berufen fühlen, wenn sie bereits drei zusammen hängende Sätze sagen können - völlig losgelöst vom Inhalt.

Fazit: Gute Unternehmer haben auch Erfolg – trotz der vielen ökonomischen Ignoranten.

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Achim Schad

Nun ja, Frau Göbel,

ausser den von Ihnen angesprochenen Aspekten gibt es aber auch noch mind.
einen weiteren Aspekt.
Nämlich den der Parteispenden.
.
Der (Gross?-)Teil der Parteispenden kommt doch aus 'der Wirtschaft'. Oder?
Wenn denn 'die Wirtschaft' / 'die Unternehmen' so vernachlässigt würden,
warum spenden die denn dann für diese Parteien?
Irgendetwas ist inkonsistent in Ihrer Betrachtung.

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Karl Isele
Karl Isele (karlisele) - 02.09.2013 21:54 Uhr

Keiner der Kandidaten und die Mehrheit der Journalisten waren je in einem produzierenden..

Betrieb tätig. Woher sollen sie auch wissen, wie das geht, eine erfolgversprechende Idee zu haben, diese zu planen, ein Unternehmen zu gründen, Kapital zu beschaffen, zu produzieren, das Produkt erfolgreich am Markt zu plazieren und zu verkaufen. Keine Ahnung halt.

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Achim Reichert

Nicht nur das

Es geht ja nicht nur um die Unternehmen, generell bekommt man den Eindruck, dass der Staat nur noch Versorgungsapparat sein soll. Aber er sollte doch in erster Linie Leben ermöglichen: Mit Wirtschaft, Kultur, Familie, etc. Ohne dies zu liefern, sondern nur den Rahmen schaffen.

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Dieter Wiehler

"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." Berthold Brecht

...

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Joachim Schroeder

Man warf mit Wattebäuschchen!

So dürfte sich die eigentlich produktive Wirtschaft, von der das
Wohlergehen einer Volkswirtschaft abhängig ist, auf die Branche
der 'systemrelevanten' Finanzwirtschaft verlagert haben, die den
Sinn und den Wachstum von Volkswirtschaften im Drucken von
Banknoten sieht. Da diese Branche, trotz Mißwirtschaft aufgrund
ihrer 'Systemrelevanz' nicht in den Konkurs gehen kann, ist ei-
gentlich der Idealzustand eines Staatskapitalismus entstanden,
bei dem keine wirtschaftlichen Werte, sondern nur noch fiktive
Anreize geschaffen werden die im Herbst, nach der Wahl,
zur großen Koaltion mit Notstandsgesetzgebungen für Zwangs-
anleihen und Zwangshypotheken ausgeglichen werden.
Wer möchte davon schon in einer Talkrunde reden, bei der man
sich bereits die Bälle für eine große Koalition, mit Hilfe der
Moderatoren, zuspielt und mit Wattebäuschchen wirft!

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Cordelius Ackerpfüger

peinlich..Kultur also ..und wer finanziert diese?

diese rotgrüne Gesabbel können Sie sich sparen..
wer finanziert die Kultur..natürlich die Ökonomie, dei das Geld anscheffelt, das die Poltiik umverteilt..
toll!
die Grünen als Beamtenklientelpartei wollen mehr Staat, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen..
bitte, Deutschland, lasst euch nicht von dem romantischen Exkommunist kaufen..
Passt auf, dass es nicht RotGrün gibt..
dann ist der Ausverkauf komplett..

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Peter Hinz
Peter Hinz (redouble) - 02.09.2013 19:50 Uhr

Die Abwanderungstendenzen sind eindeutig

In Europa werden die Kunden weniger und sparsamer. Dazu ist der Protektionismus auf dem Vormarsch. Man muss künftig immer mehr dort produzieren, wo auch die Kunden sitzen. Sonst ist man weg vom Fenster und "darf" sich auf Europa konzentrieren. Die Steuern werden in Deutschland mit Sicherheit steigen. Dafür gibt es mittlerweile unzählige Gründe. Vom Euro-Desaster - da ist kein Ende in Sicht - bis hin zu den ausufernden Pensionslasten und den Pleite-Kommunen mitten im Land.

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MAnuela Rupp
MAnuela Rupp (ruppmanu) - 02.09.2013 19:45 Uhr

Verständlich, denn...

...es ging an diesem Abend nicht so in erster Linie darum, das Häuflein der verbliebenen Unternehmer zu gewinnen, sondern vielmehr die breite Masse anzusprechen. Die Unternehmer wissen ohnehin, von wem sie mehr und von wem sie etwas weniger das Fell über die Ohren gezogen bekommen.

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Closed via SSO

Auf gepackten Koffern

...sitzen bereits viele Unternehmer Frau Göbel.

Die böse Überraschung kommt immer erst am Schluss, aber dann sind auch immer die anderen Schuld. Frau Merkel hat die Antwort aber bereits in der Tasche: Anordnung des Wirtschaftswachstums! Was auf jedem Parteitag der SED immer ganz hervorragend funktionierte, kann doch jetzt nicht schief gehen. Schliesslich hatten wir nach 10-maliger Anordnung blühende Landschaften in der DDR. Wir waren so erfolgreich, dass letztlich sogar die BRD dem Sozialismus beigetreten ist.

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Hans Fallada

Naja, im Gegensatz zur Mehrheit hier glaube ich

dass dazu schlicht nichts gesagt wurde, weil als unausgeprochene Selbstverständlichkeit die Unantastbarkeit bzw. Stärkung der Marktwirtschaft im Raume steht. Hat ja mittlerweile quasi grundgesetzlichen Charakter. Die Personenkreise, die aus Sicht der beiden Protagonisten von Belang sind, wissen informell sicherlich bestens über deren Absichten Bescheid. Allem ideologischen Gewäsch zum Trotze. Nix neues im Gruppenstaat.

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Erich Heini

Kein Thema: Kollektiv Versagende in der Euro-Frage

Es wurde eine noch viel grundsätzlichere Frage nicht einmal zwischen den Zeilen angesprochen. Nämlich jene, dass nach der Wahl die Wähler wiederum für 4 Jahre gar nichts zu bestimmen haben und weiterhin dem letztlich Europa-schädlichen Einheitsbrei in der Frage der Euro-Krücke ausgeliefert sein werden. Vielleicht reicht es in vier Jahren, angesichts der dannzumal noch klarer zu Tage tretenden Grossschäden, mindestens dazu, die Frage aufzuwerfen, inwiefern der direkte Einbezug des Souveräns dem Eigennutz der kollektiv Versagenden ( soi disant repräsentativ...) entgegengesetzt werden sollte.

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Wolfgang Graf von Ballestrem

Übergreifende Parteienmeinung: Goldesel brauchen weder Weide, Wasser noch Futter!

Schon allein aus dem Grund, weil zwei "Sozialdemokraten" sich bei ihrem TV-Treff bestenfalls in Nuancen unterscheiden, habe ich die Sendung nicht gesehen (abgesehen davon, dass ich wegen der insgesamt mangelnden Qualität des staatlichen wie privaten Sender kein Gerät angeschlossen habe).
Ich gehe davon aus, dass Frau Göbels Beobachtungen richtig sind und wundere mich nicht: Wir haben ja nicht nur den Umverteilungswahn. Die notwendige Freiheit der Unternehmen, um wirtschaftlich arbeiten zu können - bei aller Berücksichtigung der Sozialverträglichkeit und Gerechtigkeit - wird immer mehr eingeengt. Unternehmen sind in den Augen von CDU/CSU, SPD, den Grünen, den Linken (und mehr und mehr auch bei der FDP) Goldesel: Je mehr man von ihnen fordert, desto weniger Spielraum gewährt man ihnen. Wirtschaftliche Grundkenntnisse und Sachverstand hat in diesen Parteien gleichermaßen wenig Einfluss.

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Gerhard Finsterbusch

zwischen den Zeilen

sind beide Kandidaten darauf eingegangen. Merkel sprach von Bemühungen Länderübergreifend etwas "vorzubereiten" gegen die Global Player, welche z.B. gar keine Steuern mehr zahlen... Steinbrück konnte man so verstehen, das ihm zumindest bewußt ist, das auch in Deutschland nur ganz wenige die ganz große Aufmerksamkeit bekommen und sich das geändert gehört... Alle Beide betonen gebetsmühlenartig den (treudoofen) Mittelstand, welcher in Deutschland für Arbeit-, Ausbildungsplätze und Innovationen sorgt.

Leider unterstützen die Banken weiterhin eher Konsumkredite anstatt Existenzgründungen.

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Duncan Reign

"Schließlich muss das viele Geld, dass die Parteien umverteilen wollen, erst einmal erwirtschaftet..

.... werden."

Nö, muß es nicht.

Man muß einfach nur die Reichen schlachten:

Die Linke greift im Wahlkampf nun zum letzten Mittel. Im Straßen-Wahlkampf wird eine blutverschmierte Guillotine aufgestellt als Drohung gegen Reiche. Über dem Köpfungsgerät steht: “Umfairteilungsmaschine”. Darunter ebenfalls die Aufschrift: “um-fair-teilen”. In der Auslage liegt das Haupt eines geköpften “Reichen” Ein kleiner Vorgeschmack auf Rot-Rot-Grün?

Der Kreisverband der Linken im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach geht mit dieser “Umfairteilungsmaschine” in Form einer Guillotine auf Stimmenjagd.

Das Fallbeil des von der “Maschinenfabrik Sozial & Gerecht” hergestellten Hinrichtungsinstruments ist blutverschmiert und wird von Bildern reicher Deutscher und bekannter Manager umrahmt: So zum Beispiel Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender des Fahrzeugherstellers Daimler AG) oder Josef Ackermann (Ex-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG). Darunter ist ein abgetrennter Plastikkopf zu sehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.09.2013 23:23 Uhr
Malte Marquardt

Das ist doch alles im Rahmen

würde dort ein Bild von Jörg Asmussen (SPD) oder Hans Eichel (SPD) oder Dr. Josef Fischer (Grüne) oder Friedel Neuber (SPD) sein, dann wäre die Rechtsabteilung der Deutschen Bank wohl eine der ersten, die den Staatsschutz bzw. den SPD-Bundesanwalt eingreifen lassen würden...

Das ist das Guter-Bulle-Böser-Bulle-Spiel der Nomenklatura.

Politiker sind unsere Freund_Innen.

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Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 02.09.2013 18:32 Uhr

Strom kommt aus der Steckdose und Geld von Steuereinnahmen, ist doch klar

Arbeitsplätze schafft Frau Merkel, die Steuereinnahmen holt die SPD von den Reichen und Steuerbetrügern, alles ganz einfach. Die Unternehmen und Unternehmer, so wichtig sind die doch nicht, im Zweifel machen die Gewerkschaften das allein. ... oder unsere Beamten, der öffentliche Dienst, genau, der macht die Wertschöpfung.

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Dietmar Blum

Die Frage ist leicht zu beantworten:

Keiner der Protagonisten, Raab eventuell ausgenommen, hat "Wirtschafts"-Kompetenz vorzuweisen.

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02.09.2013, 17:36 Uhr

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