Billig kann Mercedes nicht, das ist unbestritten. Der Stuttgarter Autobauer lebt davon, dass der Stern weltweit als Statussymbol gilt. Fehler darf sich Mercedes daher nicht erlauben, schon gar nicht dort, wo man die Kernkompetenz des Herstellers vermutet: beim Motor.
Und doch sind in den vergangenen drei Jahren mehr als 300.000 Mal Mercedes-Kunden in Angst und Schrecken versetzt worden, weil ihr Motor in den Notlauf-Modus schaltete. Das sind 300.000 überdurchschnittlich wohlhabende Kunden, die nun gut abwägen, ob sie künftig wieder zigtausend Euro in einen Mercedes stecken oder ob sie doch die Marke wechseln sollen.
Für den Daimler-Konzern ist das ein Desaster: Zu den unmittelbar entstandenen Kosten von einer halben Milliarde Euro kommt noch der Imageschaden.
Wichtig ist nun, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bei einem Produkt, das quer durch alle Baureihen eingesetzt wird, gilt es besonders genau hinzuschauen - denn ein einziger kleiner Fehler kann einen Flächenbrand auslösen.
Auch für andere Hersteller wird das eine Lehre sein, vor allem für Konzerne wie VW, deren Erfolg genau darauf beruht, baugleiche Teile in möglichst viele unterschiedliche Fahrzeuge einzubauen.
Das ist doch alles längst bekannt!
Wolfram Soelter (wolfram500)
- 01.09.2012, 16:56 Uhr
Panikmache oder bewusste Interessenäusserung.
udo fischer (udo44)
- 01.09.2012, 12:58 Uhr
Zu dumm,
Gottfried Lobeck (golo7)
- 01.09.2012, 12:12 Uhr