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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Umweltminister Peter Altmaier Der Mann, der die Windparks retten soll

 ·  Selten hat ein Politiker sein Amt unter so schwierigen Vorzeichen übernommen: Peter Altmaier wird Umweltminister. Gewünscht hat er sich den Job nicht. Doch nun muss er die Energiewende schaffen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (38)

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 22.05.2012 09:36 Uhr

@Tom Schülke; Wenn man die 1970iger-Vorhersagen des Club of Rome verifizieren will, muss man

die Wirklichkeit mit den damaligen Prognosen vergleichen. Wenn sie auf die überarbeitete Fassung, die 30 Jahre später geschrieben wurde, Bezug nehmen, dann, Wunder oh Wunder, stimmt sie mit der alten nicht mehr überein, das nenne ich unwissenschaftliches Tricksen.
Wenn irgend jemand, ob in Australien oder sonstwo, bestätigt, dass die Vorhersage, wir hätten seit Jahren (um ca. 2000) kein Öl, kein Gas und kein Kupfer mehr..., dann ist er nicht ernst zu nehmen.
Zu den Green-River-Ölvorratsfunden hat Herr Heinzow Sie auch gerade informiert. Wir haben also Grund genug, nicht zu pessimistisch zu sein. Es ist doch schön, wenn die Clubmitglieder immer etwas Neues/Schreckliches erfinden, man muss doch auch etwas zum Lachen haben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 15:38 Uhr
Tom  Schülke

Mich irritiert immer

Die Fokussierung der GdW Kritik auf bestimmte Szenarien eines Peak Oil vor 2000.

Davon ist doch in GdW NIE die Rede. Ich habe den Eindruck, dass hier Aussagen aus dem Umfeld dieser Forschergruppe aus dem Kontext gerissen wurden.

Wenn man sich auf das Buch GdW sowohl das Original als auch die Neuauflagen konzentriert, Sind die noch nicht mal als solche gedachten Vorhersagen absolut korrekt.

Die entscheidende und wesentliche Aussage ist, dass Wachstum immer auf Dauer zu einem Overshoot und dann einem Zusammenbruch führt. Insbesondere jene Simulation mit dem Titel weiter wie bisher, liegt bisher ganz eindeutig richtig. Und in Anbetracht rasant steigender Rohstoffpreise, der Verknappung von fruchtbaren Böden, Ozeanen die bis 2050 leergefischt zu sein drohen, sowie dem Rückgang der pro-Kopf Nahrungsmittelproduktion, weisen sämtliche Indikatoren in die selbe Richtung.

Die Tendenzen sind derartig eindeutig. Wie kann man da noch zweifeln?

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Tom  Schülke

Hallo Herr Symietz

Mangels der Möglichkeit mal schnell eine altes GdW Buch zu bekommen habe ich zunächst bei Wikipedia nachgesehen.

Ihre Kritik das "irgendeine" Australische Studie den Fehler macht, nicht auf die Originalaussagen des ersten GdW buches einzugehen, scheint nicht zu stimmen.

"Im Juni 2008 veröffentlichte Graham Turner von der (CSIRO) eine Studie, in der er die historischen Daten für die Jahre von 1970 bis 2000 mit den Szenarien der ursprünglichen Studie von 1972 verglich". Er kommt darinn auf große Übereinstimmungen mit GdW 1972.

Auch wird gesagt, dass die wesentlichen Grundaussagen der Aktualisierungen sich weitgehend mit denen der ersten Veröffentlichungen decken.

Es ist wichtig zu erkennen, dass GdW nie das Ziel hatte exakte Jahresangaben zu verbreiten, sondern das grundsätzliche Reaktionsverhalten des Systems zu begreifen. Es zeigte sich dass selbst eine Verdopplung der Ressourcen, bei weiterem exp. Wachstum einen Zusammenbruch nur aufschieben kann. GdW lag vollkommen richtig

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Tom  Schülke

Hallo Her Symietz

Ich werde Ihre Hinweise ernst nehmen und mal die aktuelle Ausgabe aus GdW mit der ersten vergleichen. Hoffentlich finde ich noch ein Original.

Was die Green River Formation betrifft, verweise ich auf meinen Komentar dazu.

In der Green River Formation befindet sich so sehr Öl, wie ein Torfvorrat Steinkohle enthält. Also kein Öl. Darinn Befindet sich Kerogen, eine geologische Vorstufe.

um das als Öl nutzbar zu machen wird vorgeschlagen einen Kubikkilometer dieser Steinähnlichen Substanz drei !!! Jahre lang unter Zuhilfenahme eines 1,2GW Kohlekraftwerks mit Strom auf ca 300-350 grad zu erhitzen. Ökologische folgen wären wahrscheinlich mit den Tarsanden vergleichbar. Der energetische Gewinn läge bei evtl 3:1 evtl. niedriger. Und.. selbst bei optimaler Investition könnten wir, so eine Studie, in 15 Jahren gerade mal 3 mio Barrel gewinnen. der Rückgang der konv. Quellen wird aber auf 2-3 mio Fass pro Jahr geschätzt. Der Strohalm an dem wir saugen werden, wird den Durst nicht stillen

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Tom  Schülke

Die Green River Formation und das Ende von Peak Oil ?

Die Energiewende ohne die Ressourcenfrage zu stellen ist wie der Versuch auto zu fahren ohne Reifen.

Das Problem ist dabei aber dass Peak Oil oft nicht wirklich verstanden wird. Und das ist das wesentliche Problem der Energiewende.

Stellen Sie sich eine riesige Gartenparty vor. Alle freuen sich auf leckeres kühles Bier. Doch leider haben Sie nur einen einzigen Zapfhahn mitgenommen. Ich garantiere Ihnen lange Gesichter.

dieses ist das eigentliche problem von Peak Oil. Selbst wenn große Kohlenwasserstoffvorräte noch im Boden stecken, gibt es bei den unkonventionellen Ölen wie in der eben Angesprochenen Green river Formation , (das nicht mal fertiges Öl enthält, also extrem aufwändig und Energieverzehrend umgewandelt werden muß), nur sehr sehr Langsame Wege das Öl online zu bringen. Im Bereich von 5-15 Jahren und dann nur mit einem dünnen Rinnsal. Nur intensive Beschäftigung erschließt hier wirklich die monumentalen Herrausforderungen vor denen wir stehen.

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Thomas Heinzow

@ Tom Schülke: "Seit 1980 finden wir weit weniger Öl als wir verbrauchen.

Soso! In der Green-River-Formation wurden ca. 180 Mrd. Tonnen nutzbare Ölvorräte nachgewisen, was in etwa den jetzt zu heutigen Preisen förderbaren Ölvorräten entspricht. Der Grenzpreis für Investitionen in die Ölförderung zu höheren Preisen ist der Preis für die Substitution der letzten Tonne geförderten Öls. Derzeit liegt der Preis bei ca. 60 US$ pro Barrel. Die Ölbesitzer haben kein Interesse daran ihr Öl zu verschleudern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2012 23:08 Uhr
Tom  Schülke

Lieber Herr Heinzow

Bitte entschuldigen Sie wenn ich es so offen Sagen muß. Leider haben Sie von dem was dort tatsächlich gefunden wurde wenig Ahnung. Die Green river-Formation enthält KEIN Öl.

Die englischen Begriffe für die geologischen Kohlenwasserstoffresourcen verschiedener Art führen leider immer wieder zu wirklich unsinnigen Missverständnissen.

Es gibt sogenanntes Tight-Oil, (meist Shale-Oil genannt), dass durch die Prozedur des Frackings tatsächlich neues bisher nur als Resourcen verfügbare Ölbestände nutzbar macht. Allerdings schätzt man die Mengen die tatsächlich in Reserven überführt werden können, also gefördert werden können auf 2-6%!! Hier verwechselt man gerne Ressourcen und Reserven.

Die Green-River Formation enthalten allerdings kein "Shale-OIl", sonder Oil-Shale.. das aber ist kein Öl sondern Kerogen, eine geologische Vorstufe, zu dessen Umwandlung in nutzbares Öl gigantische Energiemengen eingesetzt werden müssten. Fundierte Infos genau dazu finden Sie auf Peak-Oil punkt Com

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Gerd Stender
Gerd Stender (roeoa1) - 21.05.2012 15:19 Uhr

Wenn Sie, Herr Diesing

Sorge haben, daß in den "nächsten 10 oder 100 Jahren" die fossilen Energieträger zu neige gehen,
dann repetieren Sie hier die Propaganda des Club of Rome, der alle paar Jahre das (fossile) Ende der
Welt prophezeit, aber immer haarscharf daneben liegt.
Träfen die Prognosen allerdings zu, dann wären die "erneuerbaren" Energie das Letzte, was der Menschheit helfen würde. Die Uralttechnologie der Windmühlen und die schlappe Solarenergie
würden uns in die Kärglichkeit des 19. Jahrhunderts zurückschicken, so ganz im Sinne der grünen
Ideologen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2012 20:33 Uhr
Tom  Schülke

Halo Herr Symietz

Diese Aussagen höre ich sehr oft.

In der Tat kenne ich das Buch grenzen des Wachstums in der letzten Auflage von 2004 und kann lediglich direkt zu diesem stellung nehmen.

Die Grundaussage des Standartmodells darinn wurde letztes Jahr in einer wie ich meine Australischen Studie fulminant bestätigt. man hat die empirisch heute verfügbaren daten der einzelnen Parameter des Simulationsverlaufs mit den heute verfügbaren Daten der letzen 30 Jahe verglichen.

Sie sind fast Deckungsgleich. Bisher also liegt dieses Buch vollkommen richtig. Natürlich stellt sic die Frage wie es weitergeht. Denn die interessanten Aussagen des Modells beginnen ja erst gegen 2020 mit einem beginnenden Kollaps.

Zu den von Ihnen gemachten Aussagen hätte ich gerne mal Links, die ich Sie hier ja leider nicht posten können. Eine Detaillierte Auflistung der von Ihnen angeführten Aussagen aus den man aber auch die Einbindung in den Text versteht (keine isolierten Zitate)

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 21.05.2012 19:59 Uhr

Da der Club of Rome-Report den Fehler machte, Aussagen zu machen, die zu Lebzeiten überprüfbar sind

hatte es das (wohlverdiente) Pech als Scharlatan entlarvt zu werden. Die politischen Klimaforscher sind da heute viel schlauer, deren Vorhersagen sagen nur etwas über 2100 und später. Wetten, dass sie wie die Lehre des Marxismus nicht widerlegbar sind?
Das Wunder ist übrigens nicht, dass der Club sich so eindeutig als Dilettant outete, sondern, dass selbst heute noch immer einige seine falschen Vorhersagen wie eine Monstranz anzubeten scheinen. Es gibt heute kein zu förderndes Gold mehr, Öl ist ebenfalls verschwunden, Kupfer kennt gar niemand mehr usw.
Und in dem einzigen Punkt, wo ich wünschte, er hätte wenigstens da einmal recht gehabt, irrt er dank deutscher Energiewende ebenso, denn im Bericht kann man lesen:"Wenn der Gebrauch natürlicher Brennstoffe eines Tages durch Kernenergie ersetzt werden sollte...., wie man hofft, bevor es messbare ökologische und klimatologische Wirkungen....."
Ja so ändern sich die Zeiten.

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Tom  Schülke

Nun ist "Propaganda"

eine starke Wertung.

Tatsächlich gab es mal eine Äußerung des Club of Rome der nicht nur ein Ölfördermaximum , sondern ein das gänzliches Versiegen aller Quellen ansprach gegen 2000 vorhersah. Recht dabei hatten aber sowohl der Club of Rome als auch seine Gegner.

Die aussage war: "bei aktuellem ( exponentiell , 7% ) anwachsen des Ölverbrauchs, wenn der gegenwärtige Trend anhält... Die Verbrauchssteigerung hat sich massiv veringert auf ca 3% . Der Club of Rome hatte recht, dann wäre das Öl alle gewesen.

Die Gegner auch, in so Fern als das das Fördermaximum dank der Ölkrisen und neuer unkonventioneller Funde noch nicht eingetreten ist.

Dennoch. von den 850 größten Ölquellen der Welt, aus denen ca. 90% unseres Öls stammen, sind bereits 550 über deren lokalen Förderpeak weg, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 5,8% Jährlich. Seit 1980 finden wir weit weniger Öl als wir verbrauchen.

Ich empfinde Ihre Aussage als sehr uninformiert.

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Holger Schmidt
Holger Schmidt (HSCH100) - 21.05.2012 14:32 Uhr

politisch erfahrene Personen

was für eine Schande... wieder einmal wird ein politisch erfahrener, aber fachlich unerfahrener ein so wichtiges Amt übergeben. Wann begreifen wir endlich mal, dass es nicht immer nur um Konsens gehen sollte, vielmehr um fachlich kompetente und visionäre Führung.
Hier müssen erfahrene Leute ans Ruder und keine Parteisoldaten !
Haben wir nichs aus dem Solardebakel gelernt?
Aber ja, zahlen tun es ja wieder mal alle. Aber es kommt der Tag, an dem es kracht. Das ganze Theater hat den Piraten wahrscheinlich wieder 1% mehr gebracht. Wohl mit Recht! Denn erstmal Fakten sammeln, diskutieren und dann entscheiden scheint der Trend zu sein.

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Thomas Heinzow

Und immer wieder "Peak-Oil"

Wann wird den Befürwortern einer immens teuren Uralttechnik klar, daß in Deutschland Strom nicht mi Öl produziert wird?

Peak-Oil wird schon seit den Zeiten des Club of Rome, der mit all seinen Prognosen gescheitert ist, propagiert. Und die Prognosen des Eintritts werden jedesmal in die Zukunft verlegt.

Außerdem läßt sich Erdöl durch Erdgas und Kohle substituieren, was aber nicht gemacht wird, da Öl noch billig zu kaufen ist.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 12:28 Uhr
Tom  Schülke

Kontext nicht erkannt.

Lieber Herr von Steuben.

Natürlich wird Strom nicht (fast nicht) mit Öl hergestellt. Doch genau an dieser Stelle haben Sie sich noch keine Gedanken über das Gesamtthema Energie gemacht.

Es geht eben nicht nur um Strom und Atomkraftwerke.

Die weit umfangreichere und mittelfristig unvermeidbare Aufgabe der EE wird es sein Mobilität zu substituieren.

Wer die Energiewende künstlich oder unbedacht nur auf das Thema Strom beschränkt, greift prinzipiell wesentlich zu kurz. Die Öffentlichkeit ist erschreckend unzutreffend oder meist gar nicht mit dem Thema Öl vertraut. Die mit dem Peak Oil verbundenen Herausforderungen übertreffen bei weitem die Herausforderungen eines Ersatzes nur einiger Atomkraftwerke.

Mißverständnisse und Fehlinterpretationen wie hier Äußerungen zu den angeblich gewaltigen Ölvorräten der Green River Formation zeigen dieses und wiegen die Menschen in einer falschen Sicherheit. Öl gehört dringend mit in diese Diskussion.

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Bertram von Steuben

Und ich erlaube mir, nur zur Auflockerung dieses Diskurses,

die Frage des Herrn Heinzow zu wiederholen:
>>Wann wird den Befürwortern einer immens teuren Uralttechnik klar, daß in Deutschland Strom nicht mit Öl produziert wird?<<
Damit werden die bisher auf diesen Kommentar gegebenen Antworten gegenstands-, wie auch inhaltslos.
Thema verfehlt, sechs, setzen.

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Tom  Schülke

Physikalische Aspekte

guten Morgen Herr Heinzow.

Es ist schade dass hier die Antwortfunktion auf 1000 zeichen beschränkt ist. das Fördert Mißverständnisse.

Ich glaube wir sprechen zum Teil von verschiedenen Dingen.

zunächst spielt die Physik natürlich eine entscheidende Rolle. Denn Energiequellen mit grottenschlechten EROEI´s erzwingen hohe Kosten und sind am ende Energiesenken. In den meisten Peak Oil Vorträgen heist es ja auch"das Ende der billigen Energie". Das sagt natürlilch noch nichts zu der Frage, ob eine Staatlich vorgezogene Energiewende sinnvoller ist als eine wirtschaftliche nach dem Peak oil.

Den Artikel von Tom Murphy sollten Sie tatsächlich lesen. Hier geht es um das Problem, dass die Energetische Vorabinvestition bei allen EE , durch den niedrigen EROEI dazu führt, dass nach dem Peak der Wirtschaft ein sehr erheblicher Energieanteil zusätzlich entnommen wird.

Doch Energie ist zu diesem Zeitpunkt das Kostbarste Gut. ... jetzt hätte ich gerne 2000 Zeichen mehr... :-)

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Thomas Heinzow

Die Reserven, förderbar zu heutigen Preisen sind seit 40 Jahren bei 40 Jahren geblieben

Herr Schülke,
wenn Sie die derzeitigen Förderpreise für Primärenergiepreise (Kohle, Öl, Gas) deflationieren, werden Sie zu einem erstaunlichen Ergebnis kommen.

"Fragen dieser Art aus der Sicht eines Physikers beleuchtet . " Eben, Physiker sind keine Ökonomen, und ich weiß das sehr genau, denn ursprünglich gehörte ich zu denen und kann sehr wohl das Urteil vertreten, daß Ihre Behauptung: "Ausschließlich wirtschaftliche Betrachtungen der Energiewende greifen prinzpiell zu kurz." unzutreffend ist. Allein die Ökonomie bestimmt den Wohlstand, nicht das Sozialsystem, welches nur dazu führt - und das soll/muß es auch! - Disparitäten ausgleicht.

"Vorabinvestition"

Jede Investition muß sich rechnen. bei den sog. EE ist das nicht der Fall, da ein Break-Even-Point mangels Kostensenkungspotentialen nicht existiert.

"Geschieht dieses erst nach dem PO"
Der Markt sorgt schon ggfs. für die nötigen Investitionen. Einer vorausschauenden Planwirtschaft, die per se fehlerhaft ist, bedarf es nicht.

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Tom  Schülke

Natürlich ist die Reichweite 40 Jahre

Da sind wir einer Meinung. Doch der entscheidende Fakt ist, dass die nun Folgenden 40 Jahre die schwierigen, schwer förderbaren, unzugänglichen Ölfelder erfordert. Mit anderen Worten die Zeiten der billigen Energie sind vorbei.

Ausschließlich wirtschaftliche Betrachtungen der Energiewende greifen prinzpiell zu kurz. Da ich keinen Link posten kann, können Sie aber vielleicht selber googeln..

Es gibt einen fantastischen Artikel eines amerikanischen Physikers "Tom Murphy", der auf seinem Blog "Do the math", Fragen dieser Art aus der Sicht eines Physikers beleuchtet .

Der wichtigste Artikel dort ist der Artikel " The Energy Trap".

Wichtiger als der finanzielle Aspekt der Energiewende ist die Tatsache, dass man eine energetische Vorabinvestition leisten muß um die Wende zu schaffen.

Geschieht dieses erst nach dem PO, wird sehr schnell aus einem Rückgang von 2% ein Rückgang an Energie von 20-40% . Ein Killer für dann nötige Alternativen.

Ihre Meinung würde mich interessieren.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Thomas Heinzow

Die Reserven bzgl. der zu heutigen Preisen nutzbaren Ölvorräte betragen nach wie vor 40 jahre

Sehr geehrter Herr Schülke, selbstverständlich gibt es Grenzen des Wachstums. Als Ökonom kann ich das gar nicht bestreiten. Nur was der Club of Rome damals verkündet hat, war grottenfalsch hinsichtlich der nutzbaren Ölreserven. Sollte Peak Oil tatsächlich in 2020 eintreten, werden ganz schnell Investitionen in die Alternative "Kohleverflüssigung" getätigt. Und ganz selbstverständlich in die Nutzung der Kernenergie, die das billiger macht. Absehbar ist da nichts. Den Markt und marktkonformes Verhalten in Bezug auf notwendige Investitionen hat noch keine Diktatur beseitigen können. Mir ist nicht kannt, daß Investoren zum Bau von Kohleverflüssigungsanlagen oder Ergaskonversionsanlagen zur Herstellung von Treibstoffen in den Startlöchern stehen. Das sollte Ihnen doch zu denken geben, denn denken können Sie, sonst würden Sie die Standardmodelle nicht kennen. Aber Modelle entsprechen nie der Realität.

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Tom  Schülke

Lieber Herr Heinzow

Allen Unkenrufen zum Trotz ist der Peak of Oil was konventionelles Öl betrifft bereits 2004 ganz offiziell von der Internationalen Energieagentur, die gewiss nicht Gefahr läuft Peak Oil bisher das Wort geredet zu haben, annerkannt.

Dass der Gesamtpeak , All fossil Fuels noch nicht eingetreten ist verdanken wir der Erschließung unkonventioneller Quellen wie Tarsanden, Tiefseeöl oder Gas to liquid.. usw. Die Zeichen dass der Gesamtpeak trotz Technik und hohen Preisen bis 2020 eintritt mehren sich.

Was die angeblich Falschen Prognosen des Club of Rome betrifft. Wurde letztes Jahr eine Studie veröffentlicht, die das Stanadartscenario von Grenzen des Wachstums mit den inzwischen über 30 Jahren gesammelten Daten Verglichen hat. Ergebnis:

Die Daten der realen Entwicklung entsprechen geradezu erschreckend dem Standartmodell mit dem bezeichnenden Titel: Weiter so wie bisher.

Was nicht sein kann weil es nicht darf, wird trotzdem eintreten. Und niemand wirds vorhergesehen haben können

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Closed via SSO

Don Quichote ruft zum Kampf

Da wir den Merkelwahlverein mittlerweile kennen, wissen wir, das alle sitzen bleiben und auf den Ruf zur naechsten Wende warten, wohlwissend, das der Letzte dann der erste sein wird.

Die Welt lacht ueber Ds Antikonjunkturprogramm.
Die Amerikaner bauen schon KKWs ohne Moeglichkeit des GAU
Die Franzosen betreiben hoechst riskante KKWs, Westwind beachten.
Die Russen freuen sich ueber den Verkauf von Gas, jedoch werden noch Leitungen gebraucht, falls mit Gas die Fruehstuecks-und Mittagspausen des Windes ueberbrueckt werden sollten.
Sicher gibt es auch Leser die auf Solar setzen, warum nicht. Mit viel Phantasie kann man sogar Stahl und Aluminium mit Solar schmelzen.
So verrueckt wie die BT-Abgeordneten war nicht mal die Regierung der DDR, also auf zum Kampf fuer eine stabile Versorgung der Lichter in D.
Der Letzte muss aber diese ausmachen.

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Jürgen Heberle
Jürgen Heberle (jojocw) - 21.05.2012 11:45 Uhr

Hauptprobleme Technik + Subventionen

Es gibt 2 riesige Probleme:
Die technischen Voraussetzungen, die bis heute völlig fehlen, und über die Leser Volker Kraeft weiter oben treffend geschrieben hat. Viele Politiker, vor allem die rot-grünen, haben das Problem bis heute gar nicht verstanden. Sind ja auch Ethik-Kommissionen, die so was beschließen.

Die Subventionspolitik. Die Länder, die gegen die Reduzierung der EEG-Sätze sind, tun dies ja nicht aus energiepolitischen Gründen. Inzwischen hänge so viele Strom-Erzeuger am Subventionstropf, dass sie bereits eine politische Macht sind, denen es nur noch ums stetig fließende Geld geht. Und die Länderregierungen werden damit unter Druck gesetzt, und geben diesen Druck an den Bund weiter.

Ergo: Beide Probleme resultieren letztlich daraus, dass die Energiewende nicht von Fachleuten, sondern von ideologen und Lobbyisten gesteuert wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 10:03 Uhr
Bertram von Steuben

Werter Zabel24,

listen Sie auf, wann, wo und mit welchen Mitteln jemals Kernenergie subventioniert wurde.
Für meinen Teil komme ich alleine durch das EEG locker auf 400.000.000.000€ bis 2023 für sogenannte "Erneuerbare Energie".
Und bitte: bevor Sie sich bemühen: Endlagerung ist keine Subventionierung, da weitere Nutzung der Reste aus rein ideologischen Gründen von Trittin verboten wurden; eventuelle Kosten folglich also künstlich erzeugt wurden.
P.S.: Asse ist kein Lager für die Reste der Energiegewinnung...
P.P.S.: Energie ist NICHT erneuerbar (aber dafür muss man schon in der Schule aufgepasst haben...)

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Ernst-Markfried Kraatz

Es ist ein Trauerspiel,

daß Sachverstand in der Politik Mangelware ist. So wird wohl weiterhin versucht werden, den idiotischen Ausstieg aus der Kernenergie als kluge Entscheidung und Windmühlen und Solaranlagen als Alternative zu verkaufen. Mit hohen Strompreisen wird die deutsche Volkswirtschaft Stück für Stück stanguliert und das deutsche Volk geschröpft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2012 11:58 Uhr
Tom  Schülke

Auch bei Ihnen

würde ich anmerken, dass all Ihre Schlußfolgerungen auf der unausgesprochenen Prämisse aufbauen, dass wir kein Problem bei den fossilen Energieträgern haben.

Dem aber muß man wiedersprechen. Die ASPO, Die Internationale Energieagentur, in verdeckter Form sogar die Bundesanstalt für Geowissenschaften warnen vor dem Ende der billigen Energie. Der Chefökonom der IEA äußert, dass wir bis 2030 ein vierfaches der Ölvorkommen Saudiarabiens verfügbar machen müssen (nicht nur finden) nur um überhaupt das Level zu halten. Da ist von Wachstum noch keine Rede.

Nach einem Jahr intensiver Beschäftigung mit dem Thema und durch meinen Kontakt zum Postfossil institut in Hamburg kann ich nur jeden warnen, dass Sie das Resourcenthema nicht unhinterfragt auf die leichte Schulter nehmen sollten. Es deutet alles darauf hin dass wir trotz Fracking und unkonventionelle Energiequellen nah an einem Rückgang fossiler Energie stehen.

Deshalb ist die Energiewende ein Imperativ.

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Günter Jäger

Umweltenergie beschleunigen

"Heiliger Sankt Florian, verschon' mein Haus, zünd' andre an." Das gilt für Windräder, Kraftwerke, Stromleitungen. Da dauert es Jahre und Jahrzehnte, bis die Bedürfnisse erledigt sind. Aber CO2 wird als neue Kraft gewonnen. Beim Umweltschutz müssen am wenigsten die Politiker gewonnen werden, sondern die Bürger. Vielleicht könnte Altmeier gemeinsam mit einer anderen Koalitionspartei Umweltschützer gewinnen; die Massnahmen beschleunigen, statt sie zu attackieren. Direkt auf die Bürger zugehen, heisst da die Devise.

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 21.05.2012 09:37 Uhr

Nein, der beurlaubte Beamte der EU-Kommission soll nicht die Windparks retten,

genau so wenig wie "Klimarettung" einen sinnhaften Inhalt repräsentiert.
Er soll dafür sorgen, dass der Kosten-Tsunami, der durch die so genannte "Energiewende" auf Deutschlands Industrie und jeden einzelnen Haushalt zukommt, zumindest begrenzt wird.
Dass solche Posten stets an technische Anfänger vergeben werden, ist traurig genug.
Man wäre aber schon zufrieden damit, wenn er den Deutschen die Wahrheit über die auf sie zukommenden gewaltigen Mehrkosten für Strom sagte und sich nicht mit Phrasen wie "Die Sonne schickt keine Rechnung" begnügt. Da wird dem Volk vorgelogen, dass das EEG Mehrkosten von max. 0,1 Ct/kWh bewirken werde und schon wenige Jahre später sind es mehr als das Vierzigfache mit steigender Tendenz. So viel Unwahrheit war selten, ausser im Krieg und vor einer Wahl.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist er aber hoffentlich nicht so total beratungsresistent. Schon dies wäre, um die Kanzlerin zu zitieren, hilfreich.

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Gerd Stender
Gerd Stender (roeoa1) - 21.05.2012 09:23 Uhr

Welches Medium

erklärt den Politikern endlich einmal klipp und klar, daß die Energiewende bereits
gescheitert ist! Sie ist gescheitert aufgrund banaler physikalischer, ökologischer und
ökonomischer Umstände.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 09:55 Uhr
Bertram von Steuben

"Populistischer Einsatz der Atomkraft..."

>"Populistisch": vom oder für das Volk<
Damit ist über diesen AUsdruck, den Sie und Ihre Mitstreiter gerne zum Zwecke der Diffamierung nutzen, eigentlich alles gesagt. Eigentlich. Denn genau dort liegt der Hase im Pfeffer: die Mehrheit der Bevölkerung möchte weiterhin die Kernkraftwerke laufen lassen(googeln Sie nach repräsentativen Umfragen... nicht nach der von der taz!), möchte sichere und günstige Energieversorgung aus eigenen Landen und möchten diese auch gestärkt wissen.
Diese Menschen gehen jedoch nicht auf die Straße, sie pöbeln nicht, die werfen keine Steine, keine Molotowcocktails, sie versuchen nicht Polizisten zu erschlagen, sie begehen keinen Landfriedensbruch, noch einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Folglich werden sie auch nicht gehört. Und befragen sollte man das Volk nach Ansicht derer, die zu oben genanntem Bereit sind, ja dann doch nicht... Das ergäbe ja eine "Meinung aus oder für das Volk". Und das wäre ja "populistisch" und damit ganz, ganz pööööse..

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Tom  Schülke

Es geht sehr wohl um die fossilen Brennstoffe

zumindest für all jehne, die sich intensiver mit dem Thema und nicht nur mit dem in der Tat populistischen Ersatz der Atomkraft beschäftigen.

Die eigentliche und vordringliche Aufgabe der Energiewende, da hat Herr Diesling vollkommen recht, ist eben nicht der Ersatz der Atomkraft, sondern die Vorbereitung auf eine Phase der Verknappung an fossilen Energieträgern insbesondere Öl.

Peak Oil , cruide Oil ist bereits erreicht. Wer mehr über die unkonventionellen Öle und deren leider weit überschätzte Reichweite erfahren möchte kann sich beispielsweise auf der Website Peak-Oil umsehen. Dort wird zb. von einem Geologen einiges zum Verständnis beigetragen.

Wenn wir diese Energiewende in den Sand setzen drohen in 20 Jahren ganz andere Kosten. Dazu empfehle ich die Studie der Bundeswehr von 2010 zum Thema Peak Oil. Und die Ihnen doch als Autoren hoffentlich unverdächtig.

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Volker Kraft

banal?

Herr Diesing, ich empfinde eher ihre Bemerkungen über die Endlichkeit fossiler Brennstoffe als banal. Das ist doch nun wirklich kalter Kaffee. Und darum geht es doch jetzt nicht. Es geht um diese Energiewende, unseren deutschen hyperventilierten Sonderweg, der sich für alle wirklich kritischen Geister schon jetzt als absehbarer Flop erwiesen hat. Und allmählich dämmert ja sogar unserer Öffentlichkeit, dass das alles nicht so simpel ist, wie uns die grünen Menschheitsbeglücker und Populisten vom Schlage eines N. Röttgen weismachen wollen. Sehen Sie sich die Details an, es passt buchstäblich hinten und vorne nicht. Und ich würde 1000 : 1 wetten, dass schon in kürzester Zeit diese "Energiewende" als Megaflop in die Weltgeschichte eingehen wird.

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Volker Kraft

Personen?

Das Problem ist doch nicht, wer als Umweltminister amtiert. Es geht auch nicht um die vielen ungelösten Details der sog. Energiewende. Das Problem ist diese Wende als solche, ein nicht zu Ende durchdachtes Konzept, mit heißer Nadel gestrickt und im wesentlichen das finale Produkt einer wirklichkeitsfremden grünen Ideologie, die unsere gesamte Gesellschaft inzwischen durchdrungen hat. Fakten zählen schon lange nicht mehr, werden nolensvolens ignoriert. Der Grundfehler ist, dass man einen Rollentausch zwischen den grundsätzlich verfügbaren, an- bzw. abschaltbaren und somit steuerbaren Energien und den prinzipiell nicht planbar rund um die Uhr verfügbaren Energien vornehmen will. Dies ist bei fehlender ausreichender Speichermöglichkeit von Strom für einen hochentwickelten Industriestaat einfach ein Unding. Warum ist eigentlich noch niemand auf die umweltfreundliche Idee gekommen, die Containerschiffahrt wieder auf 4-Mast-Rahsegler umzustellen?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 15:16 Uhr
Tom  Schülke

Aber Herr von Steuben...

Wo habe ich mich explizit gegen Atomkraft geäußert.. Wenn es gelänge Atomkraftwerke der 4. Generation tatsächlich zu realisieren und die Versprechungen von "nur" 200 Jahren radiaktiver Halbwertszeiten stimmten, wäre ich bereit darüber zu diskutieren (evtl. könnte es die Peak Oil schmerzen veringern) .

Das scheinbare Totschlagargument einer Argumentation aus den 70ern, ist nichts als polemik. Denn die schlagende Argumentation ergibt sich bereits aus simpler Mathematik. Da wäre es vielen hilfreich sich mal mit exponentiellen Wachstumsprozessen zu beschäftigen. Es sei denn Mathematik die 1970 richtig war ist heute falsch ?

Zu meinen die neuesten Peak oil Studien seien falsch, weil die frühen aus der Zeit als unsere Resourssenkenntnisse der Welt noch sehr Lückenhaft waren, falsch waren, ist nicht im Ansatz ein Argument. Sie müssen schon genauer hinschauen. Schauen Sie doch mal auf Peak oil punkt com. Dort gibts die Hintergründe zu lesen, die Sie für eine fundierte Beurteilung brauche

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Bertram von Steuben

Werter Tschuelke...

...leider argumentieren Sie in Umweltfragen immer wieder auf dem Wissenschaftlichen Stand der frühen siebziger Jahre, als der Club of Rome mit seinen (nicht eigetretenen) Horrorvisionen die Menschen zu erschreken versuchte.
Über Peakoil und andere mögliche Probleme fossiler Energieträger müssen wir anhand der nun startenden Gasgewinnung mittels Fracking-Technologie erst gar nicht ansprechen. Dass Sie jedoch die Stromgewinnung aus Kernenergie ablehnen, ist signifikant für Vertreter des modernen Ökologismus'. Das Ausschließen der einzig belastbaren Alternative, um die Bevölkerung mit sicherer und günstiger Energie zu versorgen und damit Wohlstand, Sicherheit und Wachstum zu gewährleisten, widerspricht den Bestrebungen der Ökologisten, die Bevölkerung umzubauen; denn nicht die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sollen geändert werden, sondern die Menschen sollen gefälligst "das Richtige" machen und sich ändern. Dazu dienen genau diese rethorischen Tricks.

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Friedrich Wildhagen

Genau!

Brillianter Kommentar, der es auf den Punkt bringt.

Egal wer BUM ist, werden die Parameter der Energiewende nicht an die Realität (d.h. die grundlegenden Gesetze der Physik und Ökonomie) angepasst, muss dieser scheitern.

Deutschland ist mal wieder auf einem Sonderweg und will die Welt retten.

Im Englischen heisst es hierzu treffend: "The road to hell is paved with good intentions!"

Mir scheint eher, dass die Mechanismen der Eurokrise und Energiewende sich vortrefflich dazu eignen, in kürzester Zeit Vermögen zu vernichten.

Solange die Grundlagen der Energiewendepolitik sich nicht am Wissen orientieren, steht jeder BUM vor einer unlösbaren Aufgabe.

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Tom  Schülke

In vielem gebe ich Ihnen recht.

Die Energiewende ist nicht durchdacht und auch in der Umsetzung inkonsequent. Auch haben Sie recht, dass die Volatilität der Energieeinträge, Speicher unumgänglich macht, wenn wir unsere bisherige Industrielle wirtschaftsweise konkurenzfähig halten wollen.

drei Fragen gibt es aber dazu. Wie gedenken Sie die Industrielle Wirtschaft zu erhalten, wenn der von der Internationalen Energieagentur gegen 2020 erwartet endgültige Rückgang fossiler und alternativer Kohlenwasserstofftreibstoffe einsetzt ?

Wir unsere Konkurrenzfähigkeit dann nicht ohnehin gegeben sein, da das Problem auch die Konkurenz betrifft, die auch mit Energiemangel zu kämpfenhaben wird ?

Wie wollen sie nach dem Peak Oil in einer drohenden Finanzkrise die riesigen dann notwendigen Investitionen zu EE stemmen, und vor allem bei massivem Energiemangel, die riesien Energiemengen aufbringen, die der Umbau der verbliebenen Industrie zusätzlich abziehen würde.

Ihre Prämisse ist, dass fossile Energien nicht schwinden.

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Tom  Schülke

Man kann Ihm nur

Alles gute wünschen. Dieser Job ist eine Herkulesaufgabe. Ich hoffe dass Ihm Expersten zur Seite stehen, die ihm auch die Fachlichen Probleme und herausforderungen verständlich machen, die Über das nahziehl einer Substitution der Atomenergie hinaus gehen. Denn die eigentliche Herausforderung, der Unausweichliche Rückgang Fossiler Energien und damit die Notwendigkeit auch Mobilität zu ersetzen kommen erst noch.

Darinn wird die eigentliche Aufgabe seines Amtes bestehen. Die Bevölkerung auf die historische Zäsur einer Welt vorzubereiten, die nicht mehr auf die Verfügbarkeit billiger und immer weiter anwachsender Energie zurückgreigen kann.

Und Wachstum ohne eine steigende Verfügbarkeit an Energie ist nichts als ein frommer Wunsch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2012 12:17 Uhr
Klaus Michael Strauss

Und auf einen Generationswechsel hoffen

Mit allem Respekt vor den von Ihnen umrissenen Zukunftsaufgaben sollte man bedenken, daß die Personen dieser Regierung die Ideen dieser Regierung niemals zu einem vorteilhaften Ende bringen werden.
Denn in allen dafür erforderlichen Bereichen werden Ressourcen falsch alloziert, Investitionsmittel und Humankapital vernichtet.
Wirksame Rückbesinnung 2013auf die Werte unserer Kultur und die Grundlagen unseres Wohlstandes können uns mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davonkommen lassen, andernfalls droht der Abstieg in eine konstitutionelle Sachzwangdiktatur.
Nicht nur Merkel sollte "Das Ende des utopischen Zeitalters" von Joachim Fest lesen, verstehen und danach handeln.
Eine neue Generation muß ihre Lebensgrundlagen gestalten, unbeeinflusst vom Anspruch auf Weltgenesung deutscher Hybris.

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Jahrgang 1969, Korrespondent für Wirtschaftspolitik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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