Home
http://www.faz.net/-gqe-72vby
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Starinvestor Warren Buffett schließt seine Krebsbehandlung ab

Seit April weiß die Welt, dass Warren Buffett an Prostatakrebs leidet. Er hat immer betont, dass es ihm gut geht - jetzt hat er auch seine Strahlentherapie beendet.

© dapd Warren Buffett Mitte Juli bei einer Tagung. Ungefähr zu jener Zeit begann er seine Strahlentherapie.

Der an Prostatakrebs erkrankte US-Starinvestor Warren Buffett hat seine Behandlung wie geplant abgeschlossen. „Es ist ein großartiger Tag für mich“, sagte Buffett vor Führungskräften seiner in den vergangenen Monaten zugekauften Zeitungen. „Heute war der 44. und letzte Tag der Bestrahlung.“

Buffett hatte den Prostatakrebs im April öffentlich gemacht, aber stets betont, es gehe ihm gut und er wolle als Chef seiner Investmentholding Berkshire Hathaway weitermachen. Eher werde er „von einem eifersüchtigen Ehemann erschossen“, als dass er am Krebs sterbe, hatte Buffett auf der Hauptversammlung im Mai gescherzt.

„Ich werde die Nebenwirkungen noch eine Weile spüren“

Buffett hatte Mitte Juli eine Strahlentherapie im Nebraska Medical Center begonnen, die zwei Monate dauern sollte. „Ich werde die Nebenwirkungen noch einige Wochen spüren, aber ich bin so froh, dass es vorbei ist“, sagte der 82-Jährige vor den Zeitungsmanagern. Der „Omaha World-Herald“ berichtete von dem Treffen. Buffett hatte die Lokalzeitung seines Heimatorts Ende vergangenen Jahres gekauft.

Im Vergleich zu anderen Krebsarten sind die Überlebenschancen beim Prostatakrebs hoch, wie die American Cancer Society auf ihrer Website aufschlüsselt: „Prostatakrebs kann eine ernsthafte Krankheit sein, aber die meisten Männer, bei denen Prostatakrebs festgestellt wurde, sterben nicht daran“, heißt es dort. Auch Warren Buffett hatte von Beginn an betont, dass sein Zustand nicht lebensbedrohlich sei.

Mehr zum Thema

Die Nachricht über die Erkrankung hatte dennoch für einen Schrecken in der Finanzgemeinde gesorgt, schließlich ist Buffett einer der mächtigsten und gleichzeitig beliebtesten Investoren der Welt. Seine Fans nennen ihn wegen seines guten Riechers das „Orakel von Omaha“. Er steht auf der Forbes-Rangliste der Milliardäre an dritter Stelle. Seine Berkshire Hathaway hat 80 eigene Tochterfirmen und hält große Aktienpakete an Konzernen wie Cola-Cola, der Bank of America, IBM oder dem deutschen Rückversicherer Munich Re.

Gleich nach Bekanntwerden der Erkrankung kochte die Frage wieder hoch, wer der nächste Chef der börsennotierten Berkshire Hathaway werden würde. Es gibt einen Nachfolge-Kandidaten, doch dessen Name ist geheim. Nicht einmal derjenige selbst weiß nach Auskunft von Buffett von seinem Glück. Vieles deutet darauf hin, dass es der fürs Rückversicherungsgeschäft der Holding zuständige Ajit Jain ist.

Quelle: FAZ.net / dpa

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Griechenland Buffett dementiert Berichte über Inselkauf

Meldungen über einen millionenschweren Immobiliendeal in Griechenland hat der amerikanische Milliardär als frei erfunden zurückgewiesen. Seinen angeblichen Geschäftspartner kenne er nicht einmal. Mehr

22.07.2015, 07:12 Uhr | Wirtschaft
Britischer Popstar Cliff Richard bestreitet Missbrauchsvorwürfe

Hausdurchsuchung bei einem der bekanntesten britischen Popstars: Die englische Polizei hat am Donnerstag in Berkshire, westlich von London, die Wohnung von Cliff Richard durchkämmt. Hintergrund ist ein Sexualdelikt an einem Minderjährigen Jungen in den 80er Jahren. Mehr

26.02.2015, 08:55 Uhr | Gesellschaft
Griechenland Mutter von Ministerin hebt 200.000 Euro ab

Kurz bevor die griechische Regierung Kapitalkontrollen erließ, räumte die Mutter der stellvertretenden Finanzministerin ihr Konto leer. Griechenland diskutiert: Zufall oder nicht? Mehr

19.07.2015, 16:08 Uhr | Wirtschaft
Germanwings-Absturz Lufthansa Hauptversammlung beginnt mit Schweigeminute

Die Hauptversammlung der Lufthansa hat mit einer Schweigeminute für die 150 Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine begonnen. Wirtschaftliches Hauptthema in Hamburg war der Tarifkonflikt mit den Piloten. Mehr

22.05.2015, 10:27 Uhr | Wirtschaft
Wegen Griechenlandpolitik Bosbach legt nur Ausschussvorsitz nieder

Aus Protest gegen die Griechenlandpolitk der Regierung tritt der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach vom Vorsitz des Innenausschusses im Bundestag zurück. Sein Abgeordnetenmandat will er jedoch behalten. Mehr

23.07.2015, 12:07 Uhr | Politik

Veröffentlicht: 15.09.2012, 11:20 Uhr

Machtvakuum bei Volkswagen

Von Carsten Germis

VW geht stürmischen Zeiten entgegen und die Zweifel sind groß, ob der Autokonzern es schafft, umzusteuern. Denn nach dem Rücktritt von Ferdinand Piëch aus dem Aufsichtsrat gibt es ein Machtvakuum, überfällige Entscheidungen bleiben einfach hängen. Mehr 5 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Hände weg vom Steuer

Einsteigen, das Ziel eingeben und sich vom Auto ans Ziel bringen lassen – ein Drittel der Deutschen kann sich das vorstellen. Vor allem junge Menschen sind offen für selbstfahrende Autos. Mehr 1