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Veröffentlicht: 09.06.2012, 16:52 Uhr

Mittagessen mit Warren Buffett versteigert 3,5 Millionen Dollar für eine warme Mahlzeit

Warren Buffett hat seinen eigenen Rekord gebrochen: Für rund 3,5 Millionen Dollar hat ein Unbekannter das Recht erworben, mit der amerikanischen Investorenlegende Essen gehen zu dürfen. Buffett selbst will von dem Geld allerdings nichts behalten.

© AFP Ein teurer Begleiter: Investorenlegende Warren Buffett

Investorenlegende Warren Buffett hat abermals ein Mittagessen mit sich selbst versteigert – und dafür so viel Geld eingenommen wie nie zuvor. Ein unbekannter Bieter gewann am späten Freitagabend (Ortszeit) die jährliche Auktion, in der der drittreichste Mensch der Welt ein Mittagessen in New York mit sich selbst anbot. Das 106. und letzte Gebot lag bei der gut zu merkenden Zahl 3.456.789 Dollar (knapp 2,8 Millionen Euro) - vor einem Jahr waren es 2,6 Millionen.

Geld für Leute, „die weniger Glück hatten als ich“

Jetzt kann der Gewinner mit sieben Freunden und Buffett zum Lunch ins New Yorker Steakhouse Smith & Wollensky gehen. Die Auktion hatte mit einem Mindestgebot von immerhin schon 25.000 Dollar begonnen und lag ein paar Stunden vor dem Ende bei etwas mehr als einer halben Million Dollar. Zuletzt schaukelten sich die Bieter aber schnell hoch. Buffett will von dem Geld nichts behalten: Wie immer wird das Geld sofort an eine Hilfsorganisation weitergereicht.

© REUTERS, Reuters Warren Buffett an Krebs erkrankt

Die Summe kommt der Aktion Glide zugute, die mit Obdachlosen und anderen Armen in San Francisco arbeitet. Das sei „die vielleicht effizienteste Organisation für Leute, die weniger Glück hatten“, sagte Buffett. „Es nimmt die Leute am Tiefpunkt an die Hand und bringt sie zurück. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.“ Seine Ehefrau Susan hatte den Kontakt zur Glide Foundation hergestellt; er hielt ihn nach ihrem Tod 2004 aufrecht.

Siebter Sinn für Geldanlagen

Das Essen mit Buffett gilt in der Finanzszene als Ritterschlag. So wurde der chinesische Hedge-Fonds-Manager Zhao Danyang vor zwei Jahren mit einem Schlag an der Wall Street bekannt, als er dafür 2,1 Millionen Dollar ausgab. Weniger Glück hatte ein Kanadier, der jetzt auch ein Essen mit sich angeboten hatte: „Wenn Du Dir Buffett nicht leisten kannst, dann gehen eben wir zusammen zum Lunch. Wir können auch über Geld reden - wenn Du welches hast.“ Er hatte kein Glück: Niemand wollte auch nur die 25 Dollar des Startgebots zahlen.

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Buffett, der im August 82 wird, ist eine Investorenlegende. Der Chef der Holding Berkshire Hathaway wird wegen seines schon sprichwörtlichen siebten Sinns für Geldanlagen auch „das Orakel von Omaha“ genannt. Obwohl er mit etwa 50 Milliarden Dollar laut „Forbes“ der drittreichste Mensch der Welt ist, lebt er eher einfach. Fast sein komplettes Vermögen hat er der Stiftung seines Freundes und Microsoft-Gründers Bill Gates und dessen Frau Melinda versprochen.

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Von Carsten Germis, Hamburg

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