23.08.2011 · Ein Krieg gegen Außerirdische als letzte Rettung und Massenproteste in Amerika - Paul Krugman und Nouriel Roubini sehen das Ende des Kapitalismus gekommen.
Von Patrick WelterRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Ich habe gerade erst Roubinis "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft" gelesen. Mir ist vollkommen rätselhaft woher Sie, verehrter Herr Welter, die Behauptungen Ihres Beitrages hernehmen. Schon die erste ist falsch. Herr Roubini zeigt die Fehlentwicklungen, die zur heutigen Krise geführt haben, analysiert die Ursachen und macht detaillierte Vorschläge wie der Kapitalismus zukünftig vor solchen Krisen zu schützen sei und sagt keineswegs das Ende des Kapitalismus voraus. Ich finde Ihren Beitrag extrem irreführend und miserabel recherchiert. Ich kann nur jedem empfehlen sich eine eigene Meinung in dieser Sache zu bilden, z. B. durch Lektüre des genannten Buches.
Nimmermehr soll es den Mundstücken der Vielparteienherrschaft gestattet sein mit dem griechischen Wort Volksherrschaft hausieren zu gehen! Mit Rousseau verwerfe ich die dreiste Anmaßung der Parteienherrschaft sich eine Volksherrschaft zu nennen: „Die Abgeordneten des Volkes sind also nicht seine Vertreter und können es gar nicht sein; sie sind nur seine Bevollmächtigten und dürfen nichts entscheidend beschließen. Jedes Gesetz, das das Volk nicht persönlich bestätigt hat, ist null und nichtig; es ist kein Gesetz. Das englische Volk wähnt frei zu sein; es täuscht sich außerordentlich; nur während der Wahlen der Parlamentsmitglieder ist es frei; haben diese stattgefunden, dann lebt es wieder in Knechtschaft, ist es nichts. Die Anwendung, die es in den kurzen Augenblicken seiner Freiheit von ihr macht, verdient auch wahrlich, daß es sie wieder verliert.“
Auch die Geschichte verweist hier der Parteienherrschaft deutlich ihren Platz, denn niemals betrieb die attische Demokratie eine solch liederliche Schuldenwirtschaft! Mich hingegen des Marxismus beschuldigen zu wollen schlägt dem Faß den Boden aus! Ich rate hier also die Schiften von Aristoteles und Machiavelli zu Rate zu ziehen, um die Übel im Staate abzustellen.
Ja, was ist die Ursache allen Uebel?
Ich fuerchte, dass es eben zuviele gibt, die das immer ganzgenau wissen. Nur sind das dann immer missverstandene alles wisser. Sonst gaebe es doch keine Krisen! Wenn man sich die Loesungs-Vorschlaeg der Leser-Kommentatoren ansieht, gibt es nichts unfehlbares. Ja, die Schreiber glauben schon die Loesung zu haben. Vor allem der unfehlbare Marx wird doch bald weiderkommen, manche hoffen auf seine Widerauferstehung.
Der Herr @Spielmann beschuldugt den neuzeitlichen Vielparteien-Staat. Im klartext: Die Demokratie ist schuld und das Schuldenmachen. Herr Spielman, ich sage nicht, dass die Demokratie unfehlbar ist - wie der Marx fuer zein Anhaenger - aber es gibt KEINE andere Staatsform, die den Menschen einen Menschen sein laesst!!! Es gibt aber auch keine Dauerloesung. Wir sind nur Menschen. Marx war auch nur ein Mensch, dessen Loesungs-Vorschlaege aber UNMENSCHLICHE Volgen hatten. Ich habe die Anwendung seiner Vorschlaege im letzten Jahrhundert auf unmenschliche Weise miterlebt. Ueber 100 Millionen ermordete Menschen duerften doch genug Marxismus sein, Herr Spielmann.
Ich glaube, es war am 2.8.2002, als Paul
Krugman in seiner Kolumne in der NYT zur Behebung der damaligen Rezession die Schaffung einer Immobilienblase gefordert hat. Läßt sich googeln: "Dubya's Double Dip?". Heute windet und dreht er sich, denn 'es war ja alles nicht so gemeint'. Fünf Jahre hat seine Idee gewirkt - immerhin.
...
Ad Roosevelt und den New Deal:
In 1939, ten years after the crash on Wall Street, the Secretary of the Treasury, Henry Morgenthau, Jr., told the House Ways and Means Committee:
“We have tried spending money. We are spending more than we have ever spent before and it does not work. And I have just one interest, and if I am wrong…somebody else can have my job. I want to see this country prosperous. I want to see people get a job. I want to see people get enough to eat. We have never made good on our promises…I say after eight years of this administration we have just as much unemployment as when we started…And an enormous debt to boot!”
(Morgenthau Diary, May 9, 1939, Franklin Roosevelt Presidential Library. )
...
Im übrigen war Hoover einer der schlimmsten Interventionisten und nur von Roosevelt übertroffen. Ad Hitler und die Staatsfinanzen: Alles auf Pump und 1939 war Deutland zahlungsunfähig. Lesen Sie Hjalmar Schacht.
An der liederlichen Schuldenwirtschaft krankt der neuzeitliche Staat
Im Altertum und ihm Mittelalter machten die Staaten allenfalls bei Notlagen Schulden und dies in sehr geringem Umfang, ansonsten nahmen sie meist mehr ein als sie ausgaben und legten die Überschüsse zu ihrem Schatz, denn jeder kluge Mensch weiß, daß einem in Gefahr und Not niemand Geld leihen wird. In der jüngeren Neuzeit, seitdem die Vielparteienherrschaft über Europa gekommen ist, dagegen pflegt man die gewöhnlichen Staatsausgaben mit Schulden zu bestreiten – weil man die Ausgaben nicht kürzen und die Einnahmen nicht erhöhen möchte – dies führt zu einer Abhängigkeit von den internationalen Bankenkartellen, welche dann die Staaten aussaugen und sie anschließend fallen lassen oder ihnen ihre verheerenden Sparprogramme aufzwingen.
Wobei hier die Frage erlaubt sei, ob dies nun mutwillig und wissentlich geschehe oder ob hier schlicht Unfähigkeit, Kurzsichtigkeit und Verblendung am Werk sind; beides ist denkbar, daß die Parteien käuflich sind, pfeifen die Spatzen von den Dächern, und ebenso scheinen Dummheit, Trägheit und Unwissenheit eine große Wirkung in der Geschichte zu entfalten. Helfen tut hier nur ein Abschütteln der Schuld- und Zinslast und die Rückkehr zur Sparsamkeit und staatsmännischer Vernunft.
@Paul Rabe: Damals (USA 192x) galt eben gerade kein 100% Goldstandard
Es konnte sehr wohl in großem Umfang Geld aus dem Nichts geschöpft werden, was die Ursache für die Krise 1929+ war.
Und ich selbst fordere keineswegs den Goldstandard, siehe das Dokument "Die Überschuldungskrise – Jetzt wird unser Geld verschleudert" für meine Vorschläge, Kap. 8.6 insbesondere.
Nachfrage- contra Angebotstheorie
"Daß Roosevelt nach seinem Amtsantritt 1933 mit seiner Wirtschaftspolitik des "New Deal" die Folgen der Weltwirtschaftskrise überwunden habe, ist ebenso eine Legende, wie die vom deutschen Autobahnbau in der gleichen Zeit!"
Wenn man etwas nicht hören will, dann leugnet man es. So auch mein "Vorkommentator" @rudolfblasy.
Selbstverständlich war der New Deal von Präsident Roosevelt erfolgreich: Nach dem "Schwarzen Freitag" von 1929 hat der phantasielose Präsident Hoover ein Sparprogramm durchgesetzt mit der Folge, dass die Bürger in den USA dramatisch verarmten. Es gab Hungersnot und viele Millionen zogen als arbeitssuchende Landstreicher durch die Staaten. John Steinbeck und Keruac haben es beschrieben. Erst als Roosevelt Geld in die Wirtschaft pumpte und damit Arbeitsplätze und Nachfrage schuf, ging es bergauf: im Ergebnis hatten dann viele Amerikaner ein eigenes Haus und ein Auto - übrigens bei bis zu 90% Einkommenssteuer.
Ebenso haben der Autobahnbau und andere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in den 30-er Jahren die deutsche Wirtschaft aus dem Tal der Tränen herausgeführt. Nur so ist der politische Erfolg Hitlers zu erklären. Da hilft kein Leugnen.
Auch der Marshall-Plan und der Währungsschnitt von 1948 haben ähnlich funktioniert.
@Bryan Hayes Damals galt aber noch der Goldstandard
Herr Hayes, beim Ausbruch und während der großen Depression galt noch der Goldstandard, man konnte also jederzeit seine Dollar bei der Zentralbank gegen Gold tauschen.
War das also nicht genau der Zustand den Sie sich immer wünschen ?
Was der gute alte Keynes noch wusste.
Der Artikel arbeitet natürlich mit dem alten Strohmann-Trick.
Auf die tatsächliche Position Krugmans wird nicht eingegangen.
Da der Artikel wohl eher ein Angriff auf die keynsianische Wirtschaftslehre sein soll, ziteren wir den alten Meister doch einmal persönlich.
Da wird dann auch schnell klar, welches Wissen dem Volk nicht zu Ohren kommen soll.
"Spekulanten mögen als Seifenblasen auf einem steten Strom des Unternehmertums keinen Schaden anrichten. Aber die Lage wird ernst, wenn das Unternehmertum die Seifenblase auf einem Strudel der Spekulation wird." ("Allgemeine Theorie", Kap. 12, III.)
"Demzufolge beruhte das Wachstum dieses Systems auf einem doppelten Bluff: Einerseits akzeptierten die Arbeiterklassen aus Unwissenheit oder Machtlosigkeit, oder wurden durch Tradition, gesellschaftliche Konvention oder staatliche Autorität davon überzeugt, dass ihnen von dem Kuchen, den sie gemeinsam mit der Natur und den Kapitalisten zubereiteten, nur ein kleiner Teil zufiel. Und andererseits erlaubte man den Kapitalisten, sich den größten Teil des Kuchens zu sichern und ihn auch zu verspeisen, allerdings nur unter der stillschweigenden Bedingung, dass sie in der Praxis nur sehr wenig davon auch wirklich konsumierten. "- Keynes 1919
Herr Lagershausen, ich verstehe nicht
warum Ihr Beitrag so negativ bewertet wird.
"Seichte Musik und Allerweltsbücher" sind vielleicht vielen heute zu offen kulturpessimistische und zivilisationskritische Bezeichnungen, bei deren Nennung sich der manipulierte Homo oeconomicus beim Blick in den Spiegel ertappt fühlt.
Und dann noch den ollen Immanuell anführen!
@Rudolf Blasy: Der "New Deal" war eines der größten Verbrechen der Wirtschafts-
geschichte, ein massenhafter Diebstahl von arroganten, vollkommen inkompetenten Parteibonzen. Erst die obersten Gerichte haben die kriminellen - und desaströsen - Machenschaften beendet.
Auslöser der damaligen Weltwirtschaftskrise war im Übrigen - genau wie heute! - ein maßloses Gelddrucken. Die verheerenden Effekte dieser ebenfalls schwer kriminellen Umverteilung von Geld Richtung Banken etc. haben dann naive und arrogante Politiker jahrelang mit völlig falschen und kriminellen Mitteln zu bekämpfen versucht. Genau die gleiche Sch.... wie heute!
Daß Roosevelt nach seinem Amtsantritt 1933 mit seiner Wirtschaftspolitik des "New Deal" die Folgen der Weltwirtschaftskrise überwunden habe, ist ebenso eine Legende, wie die vom deutschen Autobahnbau in der gleichen Zeit!
In Wirklichkeit war dies eine Epoche der Zwangsbewirtschaftung (Zwangsabgabe privaten Goldes in den USA, staatlich gelenkte Großprojekte ( z.B."Hoover-Staudamm"in Colorado)), mit der Roosevelt durch "Leadership" sein Land aus der Krise retten wollte; bis 1939 mit nicht überzeugendem Erfolg, ebenso wie in den meisten europäischen Staaten Europas, mit unterschiedlichen Ergebnissen außerhalb der Sowjetunion (wobei Stalin natürlich nicht verharmlost wird). Die Aufgabe des in der amerikanischen Öffentlichkeit inhärenten Isolationsbedürfnisses der USA 1941 durch provozierte "Selfdefence" ist nur durch den Mißerfolg der Roosevelt`schen Reformen, mit gleichzeitiger Aussicht der Dominanz über europäisch (japanische) Konkurrenz durch Einsatz aller militärischen Mittel zu erklären!
Ich weiß, daß diese Meinung den Reeducations-Rules widerspricht, stelle sie aber trotzdem zur Diskussion.
Sicherlich bin ich mit Ihren Punkten teils einverstanden. Sie sprechen Aspekte an, die unter Anderem auch zutreffen. Z.B. hinsichtlich der Spielcasinoaktivitäten : das meiste Geld zirkuliert in Sphären, die mit der Realwirtschaft nichts zu tun haben. Oft wurden und werden diese Gelder in offensichtliche Schneeballsysteme "investiert" - andere nennen es "Trendmärkte". Auch stimme ich Ihnen zu, dass man Keynes in seinem Kontext interpretieren muss. Das tun aber diejenigen nicht, die gebetsmühlenartig Keynes' Konzepte fortwährend angewendet sehen wollen. Und das ist es, was ich Herrn Krugman vorwerfe. Der Staat, oder Staatenbunde wie die EU müssen natürlich für Ordnung sorgen und Regeln für das Wirtschaften und gegen Machtmisbrauch setzen. Dazu müssen Staaten aber in einer starken Verhandlungsposition sein, die sie aber aufgrund ihrer Schuldenlage längst verloren haben - sie sind beliebig erpressbar. Und Staaten müssen sich untereinander einig sein. Demnächst sollte z.B. endlich das Patentrecht weltweit reformiert werden. Das schränkt beispielsweise die Angebotsseite erheblich ein!
vor 20 Jahren haben wir über das Ende des sozialistischen Systems frohlockt und wir waren stolz auf die Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft. Es ging uns phantastisch. Warum drängten die Menschen in den Westen? Sie hatten ihr verlogenes System, den Selbst-/Betrug ihres Politbüros satt. Und nun wird das Ende des kapitalistischen Systems prophezeit. Müssen wir uns neu erfinden? Mein Resumee: Ursache für die Fehlentwicklungen war und ist doch immer der "homo politicus". Egal in welchem System. In jedem der Systeme in einer sich spezifisch anbietenden Weise. Versager waren und sind die Politiker! Aber von allen Systemen ist mir unsere freiheitliche Demokratie mit ihrer freien Marktwirtschaft eben doch das Sympatischste. Dass diese freie Marktwirtschaft auch eine soziale bleibt und nicht zu einer Planwirtschaft verkommt, dafür und für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung müssen wir kämpfen.
@Andreas Debus Nachfrage durch Rüstungsgüter
Herr Debus, die exorbitante Steigerung der Rüstungsnachfrage hat in den USA tatsächlich in Teilen der Gesellschaft großen Wohlstand erzeugt. Dummerweise gehören Rüstungsgüter nicht grade zu den Produkten die man problemlos verteilen könnte, wenn man merkt, daß man zu viel davon produziert.
Mit dem Ende des Afghanistankrieges haben wir auch hier ein massives Nachfrageproblem, ein neuer Krieg ist aber erstmal nicht in Sicht. Die Rüstungsindustrie, ein sehr wichtiges Standbein des US Kapitalismus, wackelt also wegen ausbleibender Nachfrage und nicht wegen einem Angebotsproblem. Auch hier hat Krugman also recht.
Keynsianer sind keine Gefälligkeitsökonomen, daher in gewissen Kreisen unbeliebt
Es war so vorhersehbar, daß ein solcher Schmähartikel über den Meisterökonomen Krugman zeitig unter den Plebs verstreut würde, bevor manche noch ihre, von überholten Wirtschaftsdogmen, verklebten Augen öffnen könnten.
Das Thema Keynsianische Wirtschaftspolitik und die Herren Zeitungsverleger ist ein Abend füllendes Thema. Keynes vertritt nämlich die klare Auffassung, daß eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn Vermögen nicht zu extrem ungleich verteilt sind.
Das sind unschöne Wahrheiten, die im Milieu der Vermögenden zu Sodbrennen führen.
Da wird schnell verständlich, daß Tageszeitungen nicht unbedingt der heere Ort der Aufklärung werden konnten.
Der Französische Starsoziologe, Pierre Bourdieu, machte diese unschöne Tatsache zu einer seiner Kernaussagen, in seinem umfangreichen soziologischem Werk.
Bourdieu weiter:" Wir leben in Zeiten der Gegenaufklärung."
Es ist vorbildlich, daß unser Grundgesetz, in Artikel 5, den Bürgern wenigstens das Recht garantiert, auf diesen Missstand hinzuweisen.
Der Keynsianismus könnte der letzte Rettungsanker für unser System sein, so wie er es 2008 bereits schon war.
Doch haben wir die Kraft und den Mut seine harten Wahrheiten uns zu eigen zu machen und uns damit zu zivilisieren?
Die Politik ist der "Treue Heinrich" des Kapitalismus´.
Endzeitstimmung für den Kapitalismus? Denkste.
Haha. Da gibt es noch einiges an Instrumente die die Politik im Säckel hat:
Abschaffung sämtlicher Feiertage, Auflösung des Kündigungsschutzes, Erweiterung der 400€-Jobs, Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kürzung der Altersbezüge, Förderung der Leiharbeit. Wegfall des Urlaubsanspruches... Da ist also noch viel Luft nach oben...
Wer den Kapitlaismus ernst nimmt, macht auch vor solchen Dingen nicht halt.
Kant hätte diesen gebildeten Ökonomen sicher zugestimmt.
Wie wir von dem Königsberger Meisterdenker Immanuel Kant wissen, kommt es stets darauf an, an welche Antriebe im Menschen das ihn umgebende System appeliert.
Und ein Kapitalismus, der seine eigene Zivilisierung ablehnt und dauernd an die schlechten Anteile im Menschen appeliert,also Selbsucht und Gier, trägt den Kern seines eigenen Unterganges damit schon in sich.
Gerade von Kant wissen wir, daß der Mensch ein für die Welt offen ausgelebtes Wesen ist. Es kann sich frei für Gut oder Böse entscheiden.
Doch wir sehen heute, durch die Marktradikalen, allgegenwertig die Renaissance der vorzivilisatorischen Ideen des 19.Jahrhunderts.
Also all dieses entsittlichte Gerede vom Schwachen und Starken, oder diese voraufklärerische dumpfe Behauptung vom Fleissigen und Faulen.
Seichte Musik oder Allerweltsbücher sind demnach fleissig, da ökonomisch hoch erfolgreich und damit die Krone unseres Tuns. Während tiefschürfende Analysen, oder anspruchsvolle Lieder faul bzw minderwertig sind, da sie nur von weit weniger als einem Promille der Konsumenten gelesen oder gehört werden.
Und all dieses Simpeldenken hat sich eben in einer veralteten, überholten und dogmatischen Wirtschaftsteheorie manifestiert, die offenkundig nicht dazulernen will.
Ein Neuanfang muss endlich her. Unsere Politiker sind seit Jahren nur noch am Runderneuern. Und wer runderneuerte Reifen fährt darf nicht Vollgas geben. Aber genau das brauchen wir um aus dieser grandiosen Schuldenfalle zu kommen. Und wenn es sein muss, zum Wohle aller Europäer, müssen wir den Euro wieder halt einstampfen und mit einer neuen alten Währung auf- und abwerten oder einen Schulden-Cut machen. Unsere vielen Sprachen unsere unterschiedlichen Kulturen und Moralauffassungen sind nicht mit einer Gemeinschaftswährung vereinbar. Es muss sich endlich wieder lohnen Werte zu schaffen. Dazu gehört auch ein neues gerechteres und vereinfachtes Steuerrecht nach Prof. Kirchhof und ein funktionierendes bezahlbares Gesundheitssystem ohne Hintertürchen und Wucherpreise für lebenserhaltende Medikamente. Der Kapitalismus ist schon am Ende. Doch will das nur keiner so recht glauben. Karl Marx hatte gar nicht so Unrecht!
Sie reden doch nur den albernen Mainstream nach, den unsere Medien und Verbandslobbyisten tagein, tagaus vorgeben. Die Staaten haben sich in erster Linie damit verschuldet, dass sie den Unternehmen von den Bürgern gegenfinanzierte Steuergeschenke in Milliardenhöhe gemacht haben, im naiven Glauben, diese würden es in Sachgüter investieren. Haben sie aber nicht, sondern das Geld ins Spielcasino getragen. Und die Staaten haben sich ein zweites Mal verschuldet, um das kollabierende Finanzsystem vor dem Untergang zu retten. Ind von Keynes kennen Sie offensichtlich nur den Namen nd was man sonst so zu wissen glaubt.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |