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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Jonathan Ive Queen schlägt Designer von Apple zum Ritter

 ·  Der Chefdesigner von Apple hört künftig auf den Namen „Sir Jonathan“. Queen Elizabeth schlug Jonathan Ive, den heutigen Vizepräsidenten des Computerherstellers, zum Ritter.

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© dapd Der alte Meister und der Ritter: Steve Jobs präsentiert Jonathan Ive

Queen Elisabeth II hat Jonathan Ive zum Ritter geschlagen. Der Chefdesigner von Apple erhielt zum Ausklang 2011 den Titel „Knight Commander“ des „Most Excellent Order of the British Empire“. Es ist bereits die zweite königliche Ehrung, die der 44 Jahre alte in London geborene Formgestalter und heutige Vizepräsident des amerikanischen Computerherstellers erhält. Die Ernennung sei „absolut ergreifend“, sagte Sir Jonathan, wie er sich nun nennen darf, in einer ersten Mitteilung.

Bereits 2006 hatte die Queen ihn zum „Commander of the British Empire“ ernannt. Im Jahr zuvor hatte Elisabeth II. sich als faszinierte Nutzerin eines iPod-Musikabspielgeräts geoutet. Grund für die Verleihung des Titels seien Ives bahnbrechenden Entwürfe von Personal- und Taschencomputern gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Sir Jonathan ist maßgebend an der Gestaltung von Computern der Hausmarken von Apple wie G4 Cube, iMac, Mac Book Pro, iPod, iPhone und iPad beteiligt gewesen.

Seine Entwürfe habe die Art und Weise, wie Millionen von Nutzern mit Computern umgehen, grundlegend geändert, erklärte das britische Generalkonsulat in der Technologiemetropole San Francisco. „Mir ist bewußt, dass ich im großen Erbe der britischen Design-Tradition stehe und davon auch profitiere“, erklärte Ive weiter. Er ist bereits seit knapp zwei Jahrzehnten in verschiedenen Positionen für Apple tätig.

Bessenheit für Details

Ive stammt aus einer Familie von Handwerkern. Sein Vater war Silberschmied. Nach seiner Schulzeit studierte er Design an der Polytechnischen Schule Northumbria und arbeitete dann für die Londoner Design-Agentur Tangerine. Die war Anfang der neunziger Jahre unter anderem für Apple tätig. Der Gründer und damals gerade wieder ans Ruder des Konzerns gekommene Steve Jobs hatte Ive dann 1997 in seine Mannschaft geholt, um dem damals schwer angeschlagenen Technologieunternehmen neues Leben einzuhauchen.

Jobs mit seiner Besessenheit für Details und Ive mit seiner Liebe zur Einfachheit ergänzten sich nahezu ideal. Heute setzt Apple weit über die Computerbranche hinaus Zeichen. Das macht Ive zu einem der einflussreichsten Industriedesigner unserer Tage. Neben der klassischen englischen Design-Schule des frühen 20. Jahrhunderts sieht er sich auch vom Bauhaus in Weimar und Dessau sowie der Design-Schule „School of Design“ in Chicago beeinflusst.

Darüber hinaus finden seine gestalterischen Arbeiten auch Anklänge an die Formgebungen des deutschen Industriedesigners Dieter Rams, der in den fünfziger Jahre begonnen hatte, für den Hausgerätehersteller Braun zu arbeiten und von 1961 bis 1995 an der Spitze des Design-Teams von Braun stand. Rams selbst hatte vor zwei Jahren erklärt, Apple gehöre zu der Handvoll Unternehmen, die heute noch für ein wirklich gutes Design stehen - so gut, das es auch Queen Elisabeth gefällt.

twitter.com/Finsterbusch

Quelle: F.A.Z.
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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft.

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