http://www.faz.net/-gqe-76f9h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 09.02.2013, 15:39 Uhr

Investmentbankerin Dorothee Blessing Goldman Sachs rechnet mit mehr Börsengängen

Im Jahr 2013 erwartet die Investmentbank Goldman Sachs deutlich mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor, sagt die Bankmanagerin Dorothee Blessing im F.A.S.-Interview. Frauen ermuntert sie zu einer Karriere in der Wirtschaft.

von
© J. Jägli Dorothee Blessing ist Co-Chefin des Investmentbankings für Deutschland und Österreich bei Goldman Sachs.

Im Jahr 2013 drängen nach Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs wieder deutlich mehr Firmen an die Börse als in den Jahren zuvor. Dies sagte Dorothee Blessing, Co-Chef des Investmentbanking für Deutschland und Österreich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ich bin ganz zuversichtlich, wenn ich mir die Pipeline anschaue“, sagte Dorothee Blessing. „Wir erwarten in Europa wieder mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor.“

Georg Meck Folgen:

Die Investmentbankerin rechnet auch mit einer höheren Zahl an Übernahmen: „Ich erwarte mehr grenzüberschreitende Transaktionen, von europäischen Unternehmen, die im Ausland wachsen wollen, aber auch verstärkt Aktivitäten von Käufern in Asien und Lateinamerika.“ 

Nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt

Die Bankerin, Tochter des ehemaligen Chefs der Bank für Gemeinwirtschaft, Paul Wieandt, und Ehefrau von Commerzbank-Chef Martin Blessing, erzählt in dem Interview, dass sie nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt habe: „Als ich mit dem Studium begonnen habe, konnte ich mir vieles vorstellen, nur nicht unbedingt später in einer Bank zu arbeiten.“ So habe sie ihr erstes Praktikum in einem Kunstauktionshaus in London absolviert. Die Berichte, wonach sie mehr verdient als ihr Mann, dessen Gehalt in der Commerzbank lange gedeckelt war, störten sie nicht, sagte Blessing: „An Pressespekulationen werde ich nichts ändern können.“

Andere Frauen ermuntert Blessing, selbst Mutter von drei Kindern, zu einer Karriere in der Wirtschaft: „Wenn man will, dann findet man einen Weg, einen fordernden Job und eine Familie unter einen Hut zu bringen.“ Sie selbst habe nur nach der Geburt der ersten Tochter für drei Monate Teilzeit gearbeitet, sonst immer Vollzeit.

Mehr zum Thema

„Jede Frau muss das für sich entscheiden: Wie viel arbeite ich? Und worauf verzichte ich?“, sagte Blessing der F.A.S. In jedem Fall erfordert die Karriere eine gute Organisation in der Familie: „Ich versuche immer eine Backup-Lösung in der Hinterhand zu haben, um für Eventualitäten gewappnet zu sein.“

Quelle: F.A.S.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ende des Überangebots? Ölpreise ziehen deutlich an

Eine amerikanische Investmentbank hat eine folgenschwere Einschätzung publik gemacht: Die Zeiten des Überangebots an Öl seien vorbei. Prompt ziehen die Ölpreise am Montag kräftig an. Mehr

16.05.2016, 13:32 Uhr | Finanzen
Wien Erleichterung nach Van-der-Bellen-Sieg

Der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen ist in Österreich zum Bundespräsidenten gewählt worden. Er setzte sich knapp gegen Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ durch. Der Ausgang der Bundespräsidentenwahl war mit Spannung verfolgt worden. Darin sähe van der Bellen ein gutes Zeichen, sagte er unmittelbar nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse. Mehr

24.05.2016, 15:16 Uhr | Politik
Wahlkampfspenden Die Wall Street tendiert zu Hillary Clinton

Donald Trump heuert einen ehemaligen Manager von Goldman Sachs als Spendensammler an, doch viele New Yorker Börsianer unterstützen lieber Hillary Clinton. An der Wall Street herrscht hohe Unsicherheit. Mehr Von Norbert Kuls, New York

13.05.2016, 10:48 Uhr | Finanzen
Regierungskrise Österreichs Bundeskanzler Faymann tritt zurück

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann ist nach monatelangem Ringen um den Kurs seiner Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) in der Flüchtlingskrise zurückgetreten. Er legte alle seine politischen Ämter mit sofortiger Wirkung nieder. Mehr

09.05.2016, 18:25 Uhr | Politik
Schließung der BSI Nach Bankenschließung geht in Singapur Angst um

Singapur will aufräumen. Banken, die gemeinsam mit ihren Klienten durch Schwarzgeld und Korruption reich geworden sind, soll das nun teuer zu stehen kommen. Mehr Von Christoph Hein, Singapur

25.05.2016, 07:05 Uhr | Wirtschaft

Das Weihnachtsgeld ist kein fauler Trick

Von Hendrik Wieduwilt

Zählt das Weihnachtsgeld zum Gehalt – oder ist es nur ein fauler Trick, um den Mindestlohn zu umgehen? Die Arbeitsrichter haben eine gute Entscheidung getroffen. Mehr 20 18


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Umfrage Zwei Drittel der Europäer für Grundeinkommen

Gute Idee oder schlicht Schwachsinn? Immer mehr Menschen diskutieren über ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Schweizer stimmen bald ab. Nun kommt eine überraschende Umfrage heraus. Mehr 66

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden