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Investmentbankerin Dorothee Blessing Goldman Sachs rechnet mit mehr Börsengängen

Im Jahr 2013 erwartet die Investmentbank Goldman Sachs deutlich mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor, sagt die Bankmanagerin Dorothee Blessing im F.A.S.-Interview. Frauen ermuntert sie zu einer Karriere in der Wirtschaft.

© J. Jägli Vergrößern Dorothee Blessing ist Co-Chefin des Investmentbankings für Deutschland und Österreich bei Goldman Sachs.

Im Jahr 2013 drängen nach Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs wieder deutlich mehr Firmen an die Börse als in den Jahren zuvor. Dies sagte Dorothee Blessing, Co-Chef des Investmentbanking für Deutschland und Österreich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ich bin ganz zuversichtlich, wenn ich mir die Pipeline anschaue“, sagte Dorothee Blessing. „Wir erwarten in Europa wieder mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor.“

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Die Investmentbankerin rechnet auch mit einer höheren Zahl an Übernahmen: „Ich erwarte mehr grenzüberschreitende Transaktionen, von europäischen Unternehmen, die im Ausland wachsen wollen, aber auch verstärkt Aktivitäten von Käufern in Asien und Lateinamerika.“ 

Nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt

Die Bankerin, Tochter des ehemaligen Chefs der Bank für Gemeinwirtschaft, Paul Wieandt, und Ehefrau von Commerzbank-Chef Martin Blessing, erzählt in dem Interview, dass sie nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt habe: „Als ich mit dem Studium begonnen habe, konnte ich mir vieles vorstellen, nur nicht unbedingt später in einer Bank zu arbeiten.“ So habe sie ihr erstes Praktikum in einem Kunstauktionshaus in London absolviert. Die Berichte, wonach sie mehr verdient als ihr Mann, dessen Gehalt in der Commerzbank lange gedeckelt war, störten sie nicht, sagte Blessing: „An Pressespekulationen werde ich nichts ändern können.“

Andere Frauen ermuntert Blessing, selbst Mutter von drei Kindern, zu einer Karriere in der Wirtschaft: „Wenn man will, dann findet man einen Weg, einen fordernden Job und eine Familie unter einen Hut zu bringen.“ Sie selbst habe nur nach der Geburt der ersten Tochter für drei Monate Teilzeit gearbeitet, sonst immer Vollzeit.

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„Jede Frau muss das für sich entscheiden: Wie viel arbeite ich? Und worauf verzichte ich?“, sagte Blessing der F.A.S. In jedem Fall erfordert die Karriere eine gute Organisation in der Familie: „Ich versuche immer eine Backup-Lösung in der Hinterhand zu haben, um für Eventualitäten gewappnet zu sein.“

Quelle: F.A.S.

 
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Veröffentlicht: 09.02.2013, 15:39 Uhr

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