Home
http://www.faz.net/-gql-6rnxa
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Indien Am seidenen Faden

24.09.2011 ·  Was auf den Modenschauen von London und Paris glänzt, findet seinen Anfang oft im Herzen Indiens, in den Seidendörfern vor den Toren Bangalores, einer Stadt zwischen Seide und Software.

Von Stephan Finsterbusch
Artikel Bilder (7) Lesermeinungen (1)

Er hat sich in der Nacht auf den Weg gemacht. Frau und Kinder lagen noch in samtweichen Träumen, da hatte er die prallvollen Säcke auf den Anhänger seines Traktors gestapelt, einen nach dem anderen, sachte und behutsam. Er startete den Motor und rollte vom Hof. Von Bethamangala immer geradeaus, 60 Kilometer in drei Stunden, vorbei an Palmen und Plantagen, Feldern und Wäldern; links das Lichtermeer von Bangalore, rechts die Schatten der Nandi Hills, über ihm die Sterne, unter ihm die Straße, vor ihm ein langer heißer Tag. Als sich der blaue Teint des Morgens über das Land zog und Indien erwachte, war D. C. Yellappa am Ziel: der Markt in Vijayapur.

Hier werden gute Preise gezahlt, wird er später in der großen Auktionshalle sagen. Steinboden, Wellblechdach und Neonlicht. Yellappa ist an seinem Stand. Neben ihm steht Kalyan Kumar, ein Konkurrent und Kollege. Yellappa trägt Turban, Kumar eine goldene Uhr. Beide sind Raupenzüchter, beide sind Plantagenbesitzer, beide bieten beste Ware an. Seide steht hoch im Kurs. Die Branche erlöst 5 Milliarden Euro im Jahr, ein Viertel davon in Indien. Doch in den letzten Monaten ging es heftig zur Sache, sagt David Tooth von der englischen Vanners Comp.

Was über die Laufstege der Modenschauen von Paris bis London geht, beginnt oft vor den Toren Bangalores. Im Süden der Millionenmetropole stehen die Technologieparks von Konzernen wie Infosys und Wipro; im Norden liegen die alten Seidendörfer. Hier wohnen Familien wie die Kumars, die Babus, die Mallurs und Nagrajs, Händler und Handwerker, Haspler und Zwirner, Raupenzüchter, Kokonköche und Spinner. Ein Industriecluster der alten Schule. Arbeitsteilung wie zur Gründerzeit, Bangalore zwischen Seide und Software, Gestern und Morgen.

Ein Wunder der Natur

Yellappa steckt mittendrin. Die ersten Kunden kommen. Angebot trifft Nachfrage, Verträge per Handschlag, gezahlt wird in bar. Er greift in die watteweichen Haufen in der langen Stiege, fährt mit beiden Armen durch die weiße Pracht, immer und immer wieder, bis alles glatt und sauber vor ihm liegt. Daumendicke Seidenkokons, jeder ein kilometerlanger Faden, zusammengeknüllt zu einem feinen festen Bausch. Das Werk einer kleinen fetten Raupe, ein Wunder der Natur, die Arbeit eines ganzen Monats. Yellappa macht alles selbst - von der Arbeit auf der Plantage bis zur Aufzucht der Raupen, vom Transport bis zum Verkauf.

Für ein Kilogramm bekommt er heute 220 Rupien - 3,30 Euro. Er verkauft zweieinhalb Zentner. Das reiche. Er ist einer der vielen kleinen Kokonfürsten Karnatakas. Der südindische Bundesstaat ist das Seidenzentrum des Landes, das Herz der Branche. Einmal im Monat fährt er zum Markt. Dann macht er Kasse. Unten im Saal laufen die Geschäfte, oben im Büro werden sie notiert; unten wird gehandelt, oben gerechnet; unten steht Yellappa, oben sitzt D. C. Pradeep. Er nennt sich „Erster Bereichsbuchhalter“. Im Zimmer klappert ein verrosteter Ventilator, die vergitterten Fenster sind weit geöffnet.

Pradeep tupft sich den Schweiß von der Stirn, dann tippt er ein paar Ziffern in den Rechner, damit kennt er sich aus. Er ist 28 Jahre alt, stammt drüben aus Hoskorte, hat einen Abschluss in Computerwissenschaften und ist hier der Zahlenmeister. Auf der Universität war er kein Streber und kein Klassenbester, er war Durchschnitt, zu wenig für einen Spitzenjob. Nach dem Diplom kamen Studienfreunde zu großen Softwarefirmen; er kam auf den Seidenmarkt von Vijayapur. Seitdem notiert er hier die Preise.

Er macht das fünf Tage die Woche, von morgens zehn bis abends fünf; er schreibt Berichte, Tabellen und Charts, packt sie in eine E-Mail und schickt sie nach Bangalore. Dort sammeln die Behörden die Daten aller Märkte im Land, schreiben neue Berichte und neue Tabellen. Die sind lang und groß, die Kurven auf den Charts sind steil. An der Börse nennen sie das Volatilität der Preise. Byya Reddy nennt es „Gefahr“. Was hoch steige, werde tief fallen, meint der Generalsekretär der Vereinigung der Bauern Karnatakas. Er sieht vieles auf der Kippe stehen.

Nicht mehr haltbar

Im Bundesstaat wird die Hälfte von Indiens Seide produziert, 8000 Tonnen im Jahr, eine halbe Milliarde Euro Umsatz, 6 Millionen Arbeiter. „Wir müssen aufpassen, dass unsere Leute nicht wieder abstürzen“, sagt er. Im März stürzten sie das erste, im Mai das zweite Mal. Schuld habe Neu Delhi. Dort erklärte die Regierung, 2500 Tonnen Seide aus China zollfrei einzuführen. Das half den Webern und Schneidern - und es traf die Bauern im Land, die Plantagenbesitzer und Raupenzüchter. Die Preise für die Kokons ihrer Seidenraupen hatten sich binnen Tagen halbiert. Heute werden wieder mehr als 200 Rupien je Kilogramm gezahlt. „Das ist okay“, meint Reddy.

„Doch China ist für uns gefährlich“, sagt Mallur Shivanna, Chef der Vereinigungen der Karnataker Raupenzüchter. Chinas Seidenfirmen seien groß und modern, meint David Tooth von der Vanners im englischen Sudbury; die Firmen Indiens klein und oft veraltet. Der Subkontinent sei nach China zwar zweitgrößter Seidenproduzent der Welt, auch würde die beste indische Seide nach Europa, Amerika und Japan geliefert, doch die Nachfrage im Land übersteige das Angebot der heimischen Produzenten um ein Drittel, erklärt Shivannar. Die Abschirmungspolitik der Regierung gab Kokonfarmern lange gute Preise und schirmte sie vor den Chinesen ab, meint Tooth. Das sei wohl nicht mehr haltbar.

„Wir wollen das aber halten“, sagt Shivanna. Für ihn zählt jede Handelshürde und jeder Schutzzoll, für andere zählt das nicht. Vor zwei Jahren hatte Indiens Textilminister Dayanidhi Maran am Frühstückstisch eines Frankfurter Hotels erklärt, Indien und China müssten zusammenrücken. Er sprach von Zoll- und Handelsfreiheit. Maran hatte Erfahrung. Bevor er Textilminister wurde, stand er dem Technologieministerium vor. Indiens IT-Branche erlöst heute 30 Milliarden Euro im Jahr. Maran hatte das Programm für die weitere Expansion der Branche schreiben lassen. Mit Textilien kam er nicht so weit. Im Juli trat er zurück, durch die Presse raschelten Korruptionsvorwürfe.

35 Grad, Regen, Saunaluft

Alles, was wir brauchen, sind offene Märkte“, sagt S. D. Shibulal, Mitbegründer und Chef von Infosys. „Den Rest können wir selbst.“ Der Rest steht draußen vor dem Fenster seines Büros. Die Zentrale des IT-Konzerns in Bangalore hat die Größe einer Kleinstadt, hat manikürte Rasenflächen, klimatisierte Gebäude mit armdicken Telefonleitungen unter den Teppichböden. Anschluss an die Welt. Shibulal lacht. In seiner Schrankwand stehen Bücher und Pokale; Trophäen seiner Karriere. Die dicken Telefonleitungen in der Erde haben ihn reich, Indiens IT-Dienstleistungen exportfähig und Bangalore zu einem Computerzentrum der Welt gemacht. Dafür prägte der amerikanische Essayist Thomas Friedman den Spruch: „Die Welt ist flach.“ Für Mallur Shivanna ist sie dünn, hauchdünn. Er sitzt mit Byya Reddy im Teehaus des Cubbon Park von Bangalore; ein Gartenreich aus der Kolonialzeit, ein grasgrünes Erbstück der Engländer. Weite Wiesen, hohe Hecken, auf einem Sockel die eiserne Queen Victoria. Das Thermometer zeigt 35 Grad, Regen, Saunaluft. Reddy bestellt Tee und blickt durch seine goldgerahmte Brille. „Ich komme vom Land“, sagt er. „Ich weiß, wie das ist, auf dem Feld zu stehen und das Ende des Tages nicht zu sehen.“

Kalyan Kumar steuert den Anfang eines langen Abends an. Er hat die letzte Ausfahrt genommen und fährt auf seinen Hof. Ein Auto wie ein Schiff, er schaukelt es seit Stunden durch die Schlaglöcher und ließ Bangalore hinter sich. Vor ihm die Nandi Hills, der Motor brummt, das Radio plärrt, Kumar erzählt Geschichten: Wie die Engländer vor zweihundert Jahren von hier aus Südindiens altes Königreich zerschlugen; wie hundert Jahre später der Großindustrielle Jamsetji Tata eine Seidenfarm gründete, mit allem, was dazugehört: Raupen aus Mysor, Maulbeerbäume aus China, Manager aus Japan. Später gab sein Sohn die Farm der Heilsarmee. Die Heilsarmisten gaben sie den Bauern. Die sind heut noch da.

Kumar ist Farmer der dritten Generation. Vor ein paar Jahren übernahm er den Hof von seinem Vater. Seitdem hat er investiert, hat noch einen kleinen Acker gekauft, ein paar tausend Bäume gepflanzt, eine Scheune für die Raupen, ein neues Haus für die Familie gebaut und einen Brunnen gebohrt. Ohne Wasser wächst nichts, kein Maulbeerbaum und keine Raupe. Der alte Brunnen hinterm Haus hat es nicht mehr gebracht. Generationen von Arbeitern hatten ihn in den knochenharten Boden gehackt, bis es nicht mehr ging. Heute ist er ein tiefes schwarzes trockenes Loch. Zehn Meter weiter steht ein Wasserhahn: die neue Quelle.

Alle Hände voll zu tun

Das Stahlrohr reicht 1200 Fuß in die Erde, 400 Meter. Das reicht. Für jeden Fuß zahlte Kumar der Bohrfirma 90 Rupien - 1,40 Euro. Ein Vermögen und eine Investition fürs Leben. Durch seine Plantage zog Kumar kleine schwarze Schläuche. Das kostbare Nass lässt seine Maulbeerbäume dicht bei dicht stehen, vorn die kleinen, hinten die großen. Wenn sie hoch genug sind, werden die Blätter geerntet. Der Stoff, aus dem die Seide wird.

Die Raupen fressen, was das Zeug hält, Maulbeerblätter kilo-, zentner-, tonnenweise. Nimmersatte Vielfresser. Kumar holt sie sich aus dem Zuchtzentrum an der Straße nach Vijayapur. Das Haus ist groß wie eine Schule und sauber wie ein Krankenhaus. Im Flur stehen Rollcontainer mit eingeschobenen Stiegen. Auf den Blechen kreiseln Schmetterlinge: Seidenspinner. Sie können nicht fliegen, aber brummen. Venkatesh Appa ist ihr Ziehvater. Paarungszeit ist jeden Tag, das aufgeregte Flattern dauert sechs Stunden, dann legen die Weibchen 400 staubkorngroße Eier und sterben. Die Männchen drehen weiter ihre Runden. Appa hat alle Hände voll zu tun.

Er trägt Mundschutz und einen Kittel und holt sich die Tiere unters Mikroskop, die toten Weibchen und die aufgeregten Männchen. Er sucht sie nach Infektionen ab; findet er eine, verbrennt er die ganze Brut; findet er keine, werden die Eier gewaschen und in Kühlzellen gebracht. „Das bringt bessere Ergebnisse“, sagt H. S. Phaniraj. Er ist der Oberzuchtmeister. Auf seinem Schreibtisch liegen Akten, an der Wand hängt das knallbunte Bild einer indischen Gottheit. Ein Mitarbeiter öffnet ihm eine Mappe, Briefe zur Unterschrift. Phaniraj hat einst Biologie studiert, ging in den Staatsdienst und dient nun in Vijayapur.

„Hängt vom Markt ab“

„Die Bauern sind sauer“, sagt er. Sauer auf die Zollpolitik, die Preissprünge, die unsichere Lage. „Doch ich bin kein Ökonom“, er ist Wissenschaftler, ein Biologe mit Mission. An ihm hängt die Region. Ein Fehler, eine Krankheit, eine Infektion in seinem Zuchthaus, und alles hier ist hin. „Das wäre ein Desaster“, sagt D.C. Yellappa. „Eine Katastrophe“, meint Kumar. Er bekommt seine Raupen nach dem Schlüpfen. Er bringt sie auf seinen Hof hinten in die Scheune. Eisentür, Betonwände und Flachdach. Was von außen wie ein Bunker aussieht, wirkt innen wie eine Anstalt. Linoleumboden, gepolsterte Wände, verhangene Fenster. Die Tiere fürchten Fliegen und Ameisen, sie mögen es leise und schummrig, Genießer.

In langen Regalen liegen sie etagenweise zu Hunderttausenden. Oben die Drei-Tage-, unten die Vier-Wochen-Alten. Einmal am Tag wird gelüftet, dreimal gibt es Futter. Die Kleinen bekommen gehäckselte Blätter, die Großen ganze Zweige. Nach einem Monat, einem halben Zentner grüner Kost und vier Häutungen ist eine Raupe reif für den Faden. Das Einspinnen beginnt, im Kokon wird die Raupe zur Puppe, den soll sie als Schmetterling verlassen. Doch so weit kommt es nicht. Schon zwei Tage vor dem Einspinnen sind die Tiere unruhig, sagt Kumar. Sie müssen dann gewaschen werden, eine Art Massenmassage. Dafür hat er Tagelöhner. Er beschäftigt zwölf Arbeiter, die meisten sind Frauen, gezahlt werden 150 Rupien am Tag - 2,30 Euro. Über seinen eigenen Verdienst sagt er: „Hängt vom Markt ab“, und der ist unberechenbar.

Später stellen die Arbeiter große Bambusräder auf die Wiese. Hier spinnen die Larven sich in hunderttausend Windungen in ihre Luxusfaser ein. Kumar spricht von Fibroin und Sericin, von Eiweiß und Seidenleim, jede Raupe ist eine kleine biochemische Fabrik. Sie würgen tief aus ihrem Inneren durch zwei Spinndrüsen dünne Speichelfäden, spucken sie aus, verkleben sie und lassen sie mit Luft erhärten. Nach drei Tagen sind die Tiere in einem weißen Mantel gewindelt. Nach vier Tagen werden die Kokons aus den Gestellen gepflückt; nach fünf kommen sie auf den Markt; nach zehn Tagen sind die verpuppten Raupen tot.

Eine Wiege und ein Grab

Dafür schürt A. C. Nagraj das Feuer. Das macht er, seit er 14 ist. Mit Holz lässt sich die Hitze im Herd gut steuern, sagt er. Das Wasser im Kessel darf nur köcheln und nicht kochen. Das hat er von seinem Vater gelernt. Heute ist er der Herr des Hofs. Seine Frau, die große Tochter, Schwager und Schwägerin, seine Brüder, alle machen mit, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Auf ihren Gesichtern glüht die Hitze, die von der Sonne und die vom Herd. Im Hof steht ihr Kapital. Die Zwirn- und Spinnmühle, der Filator, die Drehhaspeln an der Wand. Sie sehen aus, als stammten sie noch von Jamsetji Tatas, Modelle aus der Gründerzeit, doch sie laufen wie am Schnürchen, kein Quietschen, kein Klemmen, alles in Schuss.

Der Hof steht voller Arbeit, Rattanschalen mit Kokons. Der Nachbar Babu brachte sie heut Morgen. Gestern Abend noch hatten ihm die Händler vom Markt ihre Säcke voller Kokons ins Haus gestellt. Babu schüttete sie in Bambuskörbe, die setzte er in Tiegel mit Wasser auf dem Herd und heizte ein. Als er sie gekocht hatte, waren die Puppen tot - ertränkt, versengt und gar. Das verhinderte, dass sie ihren feingesponnenen Schutzwall durchbrechen, dass sie den einen langgesponnenen begehrten Faden zerreißen und als Schmetterlinge schlüpfen. Der Kokon: eine Wiege und ein Grab.

Am Morgen brachte Babu sein Werk rüber zu Nagraj. Nun schwimmt es in dessen Töpfen. Er hat den Filator angeworfen - den Fadenmacher. Unten ein Ofen, oben ein Metallgestänge, es klappert vor sich hin. Das Wasser dampft, die Hitze schmilzt den Leim aus den Fasern, die feinen Bäusche lösen sich auf. Nagraj rührt sie mit einem Handbesen um, angelt sich ein paar Enden, zieht sie hoch, bündelt sie, dreht sie mit flinken Fingern mehrmals um sich selbst, streift sie über eine knopfgroße Rolle und eine Öse am Metallgestänge, wickelt so die Kokons ab und die Fasern zu einem neuen Faden auf.

Der Stoff, aus dem Träume sind

Dabei lässt er die hauchdünnen Fäden durch Mittel- und Zeigefinger gleiten. Er prüft so deren Dicke, bei Bedarf steuert er gegen, irgendwie. In den Töpfen geben die aufdröselnden Kokons die verpuppten Raupen wieder frei. Das Wasser dampft und lässt sie im Takt der Maschine hüpfen; die toten Puppen tanzen. Nagraj fischt sie aus dem Wasser und wirft sie in einen Eimer. Er wird sie an Händler verkaufen. Die verkaufen sie weiter nach China, Thailand oder Japan. Dort werden sie in Restaurants serviert oder als Delikatesse für Brokatkarpfen verfüttert.

Ein Seidenkokon, sagt Nagraj, bestehe aus vielen Fasern. Keine sei wie die andere, am Außenrand sind sie rauh, in der Mitte weich, innen dünn und fein. Die kurzen Fasern werden zu Kamm- oder Streichgarn versponnen und als Schappe- oder Bouretteseide verkauft. Nur eine Faser des Kokons habe das Idealmaß; die aus der Mitte. Sie kommt auf eine Länge von einem Kilometer - der seidene Faden, an dem Millionen hängen. Aus ihr wird die glänzende Haspelseide gemacht, der Stoff, aus dem Träume sind, von den Laufstegen in Paris bis in die schwarze, schwüle Nacht von Bethamangala.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 9 9

30.05.2012 09:18 Uhr
  Vortag
Dax 6.342,19 −0,85%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.382,15 −0,86%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2460 −0,23%
Rohöl Brent Crude 105,89 $ −0,90%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.