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Ehemaliger Goldman-Sachs-Chef : Investmentbanker Dibelius geht zum Finanzinvestor

  • Aktualisiert am

Alexander Dibelius Bild: dpa

Der ehemalige Goldman-Sachs-Chef Alexander Dibelius verlässt seine Bank – aber wohin? Ziel ist wohl eine Private-Equity-Gesellschaft.

          Alexander Dibelius geht unter die Finanzinvestoren: Der vor dem Abschied bei Goldman Sachs stehende Investmentbanker wird Deutschland-Chef der europäischen Private-Equity-Gesellschaft CVC, wie zwei mit der Personalie vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Der 55-Jährige, der Goldman Sachs Ende Juli verlässt, soll seine neue Aufgabe noch in diesem Jahr übernehmen. Dibelius, einer der am besten vernetzten Investmentbanker, hatte sich bereits im Herbst als Deutschland-Chef von Goldman Sachs zurückgezogen. Er ist auch Aufsichtsratschef des Geldautomaten-Herstellers Wincor.

          Die Bank und CVC wollten sich zu den Informationen nicht äußern, über die zuerst das „Handelsblatt“ berichtet hatte.

          Dibelius gilt als einer der am besten vernetzten deutschen Investmentbanker. Er hatte zahlreiche Milliarden-Übernahmen eingefädelt, darunter den Kauf von Chrysler durch Daimler und den Verkauf von Mannesmann an Vodafone.

          Regelmäßiger Gast in den bunten Blättern

          Schon im Herbst hatte Dibelius die Führung des Deutschland-Geschäfts abgegeben, das er 2002 als Nachfolger von Paul Achleitner übernommen hatte. Er wollte aber eigentlich weiter große Unternehmen bei Fusionen und Übernahmen beraten, als Co-Chairman der Investmentbanking-Sparte.

          Vor eineinhalb Jahren war der promovierte Chirurg erstmals Vater geworden. Danach ging seine kostspielige Scheidung von seiner Exfrau Andrea durch die Presse.  Zuletzt war der Münchener in den Schlagzeilen, weil er die wieder aufgebaute Villa des Schriftstellers Thomas Mann verkauft hatte. Inzwischen hat Dibelius für angeblich mehr als neun Millionen Euro eine Villa in Berlin gekauft, die er mit seiner neuen Familie beziehen will.

          Bei CVC wird er indirekt Nachfolger von Steve Koltes. Der CVC-Mitgründer hatte das Deutschland-Geschäft seit 1991 mit aufgebaut, sich aber 2012 auf seine Aufgaben in der globalen Führung von CVC konzentriert. Seither leiteten Marc Strobel und Christian Wildmoser das Geschäft im deutschsprachigen Raum gemeinsam. CVC ist unter anderem am Zählerableser Ista und am Spezialchemie-Konzern Evonik beteiligt.

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