05.02.2012 · Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) arbeitet nun für die Deutsche Bank: Ernst Uhrlau soll das Unternehmen in „Fragen der globalen Sicherheit“ beraten. Er hatte den BND erst Ende 2011 verlassen.-
Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau, arbeitet als freier Berater für die Deutsche Bank. Wie das Geldinstitut am Sonntag bestätigte, berät der 65-Jährige das Haus seit dem 1. Februar in Fragen der globalen Sicherheit. Dies hatte zuvor die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins ist die Personalie mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) abgesprochen und abgestimmt.
Der BND sammelt seit 1956 für die Bundesregierung und andere Bundesorgane politische, wirtschaftliche, militärische, technische und wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Ausland. Organisatorisch ist der BND dem Geheimdienst-Koordinator im Kanzleramt unterstellt.
Uhrlau war sechs Jahre lang BND-Präsident. Er wurde erst Ende 2011 mit Erreichen der Pensionsgrenze als Chef des Auslandsgeheimdienstes in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Amtszeit war der BND wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Zuvor war Uhrlau Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, Polizeipräsident in seiner Geburtsstadt Hamburg sowie Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz in der Hansestadt gewesen. Sein Nachfolger als BND-Chef wurde Gerhard Schindler.
Uhrlau ist nicht der erste hochrangige Politik- und Regierungs-Insider, der für die Deutsche Bank tätig wird. 2006 wurde der frühere Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser „Vice Chairman“ der Deutsche Bank Group. Er sollte dem Geldinstitut für finanzpolitische, wirtschaftliche und strategische Fragen zur Verfügung stehen. Zuvor war er zwischen 1999 und 2005 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen.
Lachhaft
Erich hauser (papahauser)
- 05.02.2012, 20:24 Uhr
Spricht das jetzt für oder gegen die Deutsche Bank wenn sie
jemanden fragt der Ahnung hat?
klaus keller (klkeller)
- 05.02.2012, 20:01 Uhr
Und es ist noch niemandem ein grund eingefallen, warum er das nicht darf?
Thorsten Haupts (ThorHa)
- 05.02.2012, 19:48 Uhr
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