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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Dortmunds Oberbürgermeister Sierau Wenn der Baum brennt

 ·  Die Dortmunder Stadtkassen sind leer. Oberbürgermeister Ullrich Sierau macht nun schon zum zweiten Mal mit dem Haushalt seiner Stadt Furore.

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Frank Messerschmidt

Da meldet sich Sierau aus Dortmund zu Wort und verbreitet nur Unsinn.

1. ca 20% des Anteils an der Finanzierung des Soli II wird von den Ostdeutschen geleistet, ja Herr Sierau auch im Osten wird Soli gezahlt.
2. Es könnte mehr sein, wenn endlich das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit durchgesetzt würde. Wieso verdient ein/e Lehrer/in, Krankenschwester/ Pfleger, Lockführer usw. mit Wohnsitz Ost immer noch wesentlich weniger als ein im vergleichbaren Beruf tätiger, mit Wohnsitz West. Selbst beim gesetzlichen Branchenmindestlohn gibt es einen Tarif Ost und einen Tarif West. Unterschiede etwa 1€ /h.
3. Gewerbesteuer fällt für am Ort des Sitzes der Geschäftsleitung des Unternehmens an. Es gibt im Osten jedoch keine, die Geschäftsleitungen sind wohlweislich nach wie vor in den alten Bundesländern.
Ich könnte fortsetzen bis punkt 20 aber dafür reicht der Platz nicht aus. Auch wenn in NRW Wahlkampf ist sollte man die Augen nicht vor den Tatsachen verschließen und Sinnlose Neid Debatten provozieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.03.2012 15:44 Uhr
Christian Rüdiger
Christian Rüdiger (cr41) - 24.03.2012 15:44 Uhr

Nicht ganz unsinnig, aber...

Ihre in Punkt drei genannte Gewerbesteueraufteilung ist so leider überhaupt nicht richtig. GewSt wird bei mehreren Betriebsstätten nach sogenannten Lohnsummen aufgeteilt. Da wo die meisten Löhne gezahlt werden, wird nach bestimmten Schlüsseln auch die Gewerbesteuer gezahlt.
Wenn also in z.B. Magdeburg 75% der Löhne und Gehaltsaufwendungen der Firma laufen und in Duisburg nur 25% wird die Gewerbesteuer bzgl. des sog. Messbetrages entsprechend aufgeteilt.
Als zusätzlich Schwierigkeit kommt dann noch der Hebesatz der Gemeinde hinzu.
Und das ist kein Unsinn!

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 22.03.2012 11:59 Uhr

Das viel größere Problem der Ruhrgebietsstädte ist der Brain Drain

Die Städte müssen attraktiver werden. Die Intelligenz flieht und die Ghettos breiten sich immer weiter aus. Wenn alle Fähigen flüchten, wird bald niemand mehr da sein, der den Absturz noch verhindern kann. Diese Abwärtsspirale läuft schon seit Jahren.

Das Ruhrgebiet sollte selbständiges Bundesland werden (es wäre das drittgrößte) und eine eigene Industriepolitik betreiben dürfen mit weniger Umweltschutzauflagen, generell wenig Bürokratie, eigenständiger Niedrigsteuerpolitik. Dadurch könnte das Ruhrgebiet zu einem international beachteten Industriestandort werden und internationale Investitionen anziehen.

Meiner Meinung nach wird seitens der Politiker deshalb so schlecht über die Neuen Bundesländer gesprochen, damit die Menschen im Ruhrgebiet nicht merken, daß ihre Perspektiven wesentlich schlechter sind.

Solange es Tabuthemen gibt, wird sich aber nichts ändern. Politische Machtfragen werden einer Verbesserung ebenfalls im Wege stehen. Deshalb ist meine Prognose düster.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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