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Deutsche Bank Ackermann - eine Bilanz

 ·  Am Donnerstag endet die Ära Ackermann. Der Schweizer hat die Deutsche Bank zehn Jahre geführt und entscheidend geprägt. Aber sie bot nicht genügend Ressourcen für seine Ambitionen.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 27.05.2012 11:03 Uhr

Bonusblender bei der Arbeit - Durch Eigenkapialvernichtung zur Steigerung der Eigenkapitalrendite

Über 7 Mrd. Euro versenkte die Dt.Bank unter Ackermann mit dem An/Verkauf eigener Aktien. So erwarb die Dt. Bank zunächst ( von Mitte 2002 bis Mai 2008) eigene Aktien für 14,8 Mrd.Euro. Der Durchschnittspreis bei diesem Erwerb von 223 Mio. Aktien: 66,37 Euro.
Nach Abschluss der Aktienankäufe führte die Dt. Bank in 2010 eine Kapitalerhöhung durch, bei der sie Aktien zum Stückpreis von 33,00 Euro plazierte - eine Halbierung. Bezogen auf das Volumen der zuvor erworbenen 223 Millionen Stücke wurden nur noch 7,359 Mrd. erlöst - ein Verlust von 7,344 Mrd.... Die Sache ist doppelt peinlich, weil der ursprüngliche Ankauf nur erfolgte, um das Eigenkapital zu dezimieren und durch Fremdkapital zu ersetzen. Bei sonst gleichem Gewinn steigt bei einer solchen Aktion rein rechnerisch die "Eigenkapitalrendite". Jedoch nicht, weil die Gewinne steigen, sondern nur weil die Bezugsgröße "Eigenkapital" schwindet. Die bonusgetriebene Blenderei kostete das Unternehmen mehr als die Übernahme der Postbank.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.05.2012 14:11 Uhr
Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 27.05.2012 14:11 Uhr

@Jacques-als Hilfestellung : FAZ v. 26.03.2009 "Das Ende der Aktienrückkaufprogramme"

Offenbar will der Forist Jacques in der Dezimierung des Eigenkapitals nur eine Art "Traderpech" der Akteure erkennen. So als habe die Dt.Bank unter Ackermann die 223 Mio. eigenen Unternehmensaktien in der Absicht angekauft, diese später wieder mit einem hübschen Aufschlag zu verkaufen - und sei dabei einem verzeihlichen Irrtum über die Kursentwicklung aufgesessen.
Ganz offensichtlich fehlt dem Foristen Jacques hier die Information, dass die Dt.Bank 118 Mio. dieser Aktien kurzerhand "einzog" und damit ungültig machte. Eine solche Minderung des Eigenkapitals bläht bei sonst gleichem Gewinn rein optisch die Eigenkapitalrendite auf - wie es auch in der FAZ v. 26.03.2009 beschrieben wird (Titel:"Das Ende der Rückkaufprogramme").
Der eitle Taschenspielertrick brachte die Dt.Bank in der Folge mehrfach in Verlegenheit - so zwang die Postbankübernahme prompt zur Kapitalerhöhung im ungünstigen Kursumfeld
(nur wenige Monate nach einem teuren Ankauf eigener Aktien).

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Hartmut Jacques

Ach ja, Herr Wege,

könnten Sie mir bitte verraten, wo sich der Börsenwert der DB-Aktien im Jahre 2020 bewegen wird. Das werden Sie doch sicher wissen, wenn Sie beklagen, dass das Herrn Ackemann im Jahre 2001 nicht bekannt war.
Wäre nett, wenn Sie diese Anfrage beantworten könnten, Aber eine persönliche Garantier möchte ich dann schon haben.
Danke

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Rolf Joachim Siegen

Unvollstaendige Bilanz!

Denn diese wuerdigt nicht das Herumschmusen Ackermanns mit der hohen Politik. Beispielhaft sei die Geburtstagsfeier von Kanzlerin Merkel fuer Ackermann erwaehnt. Beiden schien das Gespuer fuer das Schickliche zu fehlen. Staat und Interessenvertreter sollten auf gebuehrenden Abstand von einander achten.

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Rolf-Dirk Maehler

Dieser Artikel vermittelt vor allem eins: Den klaren Eindruck, daß die Bankenwelt und ihre ...

... Protagonisten immer noch keine klare Vorstellung davon haben was die Rolle der Banken in der Gesellschaft überhaupt sein kann und sein soll. Viele Banken und Banker verwechseln ihr Geschäft eindeutig mit einem Spielkasino. Auch die Politik hat im Bankengewerbe nichts verloren. Die Folgen dieser Fehldeutungen spüren wir alle. Vermutlich muß dem Bankwesen der Weg zurück zu einem seriösen Dienstleister, mit der einzigen Aufgabe die Wirtschaft zu finanzieren, gewiesen werden. Und das muß mit einfachen, allgemein verständlichen Regeln passieren. Der Grund liegt darin, daß Finanzgeschäfte und Industrieaktivitäten nicht miteinander kompatibel sind. Und vermischt man sie trotzdem miteinander führt das fast immer zu schmerzhaften Fehlentwicklungen. Die Denkweise der Banker "Earnings per Quarter per Share" ist für Industrien ungeeignet und verhindert nahezu immer langfristige Entwicklungen. Ob der japanische Weg mit Keiretsu's Sinn machen könnte, wäre zu prüfen.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 26.05.2012 13:41 Uhr

Unter Ackermann stiegen die ausgewiesenen Verbindlichkeiten der Dt. Bank um 1263 Mrd.Euro

Die aktuelle Bilanz weist damit Verbindlichkeiten nahe der 2-Billionen-Grenze aus . Der Anteil des Eigenkapitals am Spieleinsatz beträgt nur noch rund 2,7% ... Derartige Bilanzriesenräder auf Pump können sich nur noch in einer durchsubventionierten Welt aufrechthalten.
So starten die öffentl. Hilfen mit geschenkten Margen aus billigsten Notenbankkrediten, gehen weiter über die "Rettung" fauler Investitionsfelder und sind bei augenzwinkernden Bilanzregeln noch lange nicht zu Ende.
Munter basteln die Schwachleister der Bankenszene an ihrer Erfolgslüge. Dazu wird durch eskalierende Schuldenaufnahme der Gesamtkapitaleinsatz über die Billionengrenze getrieben. Der Gewinn aus dem Billioneneinsatz wird rechnerisch aber nur auf das Mosaiksteinchen Eigenkapital bezogen - fertig ist die bonuswirksame "hohe Eigenkapitalrendite".
Tatsächlich sind solch ackermann´schen Eigenkapitalrenditen längst kein Ausweis mehr von Profitabilität - sondern Zeichen eines eskalierenden Spieleinsatzes auf Pump.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.05.2012 23:56 Uhr
Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 26.05.2012 23:56 Uhr

"Spareinlagen" sind auch nichts anderes als Schulden der Bank beim Anleger

Selbstverständlich ist es nichts Anrüchiges, wenn Banken sich auf diesem Weg Fremdmittel beschaffen.
Problematisch ist aber,dass Banken bei der Anlage des so eingeworbenen Fremdkapitals kaum Eigenkapital vorzuweisen haben, das als Puffer Verlustrisiken auffangen kann.
Das Missverhältnis von Fremdkapital zu minimalen Eigenkapital führt zu der sattsam bekannten Situation, dass Finanzinstitute nicht für selbst eingegange Anlagerisiken geradestehen können.
In der Folge zahlt die Allgemeinheit für die Schieflagen der eigenkapitalschwachen Spieler. Der Subventionskatalog reicht von direkten Zuwendungen an Banken bis hin zur "Rettung"maroder Investitionsfelder / ausfallender Geschäftspartner.
Die Dt.Bank etwa hatte bei der AIG wundersam günstig Scheinabsicherungen erworben.Als es zum Schwur kam, erwies sich das CDS-Konfetti als wertlos, da sich der Scheinversicherer als zahlungsunfähig erwies. Ohne Gegenleistung erschnorrte die Dt.Bank eine doppelstellige Mrd.Kompensation beim US-Bürger.

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Beat Leutwyler
Beat Leutwyler (beat126) - 26.05.2012 13:37 Uhr

Zeit für eine politische Reform

Wenn in Deutschland ein Banker mit zweifelhaftem Ruf ein sogenannter "Banken-Staatsmann" werden kann, sollte diese Nation ihr politisches System hinterfragen.

Allein mit dem Begriff "Banken-Staatsmann" wird ja direkt schon Machtmissbrauch artikuliert.
Und weil die politische Transparenz fehlt, weiss keiner, welche Entscheide durch diese Art von Machtausübung beeinflusst worden sind.

Alle fragen sich, wieso Griechenland jene Besitzer der Luxus-Jachten nicht besteuern und ich frage mich, wieso Deutschland ihre Banken und Banker nicht in die Kandare nimmt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.05.2012 21:08 Uhr
Thomas Weber

Also,...

Frage:
Alle fragen sich, wieso Griechenland jene Besitzer der Luxus-Jachten nicht besteuern und ich frage mich, wieso Deutschland ihre Banken und Banker nicht in die Kandare nimmt.

Antwort:
Weil sonst der deutsche Staat keine Schulden mehr für 0% machen kann.

Im übrigen würde ich sogar Herrn Ackermann bei politischen Ämtern direkt unterstützen. Mir ist nämlich ein kluger Politiker lieber als ein dämlicher.
Leider kenne ich fast keine Politiker die wirklich die Finanzwelt verstehen, aber z.B. ein ehemaliger Verteidigungsminister von Deutschland hat sehr gute Fachkompetenzen und ist äußerst klug, das ist aber leider eine Seltenheit. Denken ist nämlich verboten und davon können die deutschen Behören und Ämter ein Lied singen, die werden nämlich oft einfach direkt von der Politik igoniert u.a. und vor allem die Deutsche Zentralbank bzw. dessen Vorstand.

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Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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