25.05.2012 · Am Donnerstag endet die Ära Ackermann. Der Schweizer hat die Deutsche Bank zehn Jahre geführt und entscheidend geprägt. Aber sie bot nicht genügend Ressourcen für seine Ambitionen.
Von Gerald BraunbergerRichtlinien für Lesermeinungen
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Bonusblender bei der Arbeit - Durch Eigenkapialvernichtung zur Steigerung der Eigenkapitalrendite
Über 7 Mrd. Euro versenkte die Dt.Bank unter Ackermann mit dem
An/Verkauf eigener Aktien. So erwarb die Dt. Bank zunächst ( von
Mitte 2002 bis Mai 2008) eigene Aktien für 14,8 Mrd.Euro. Der
Durchschnittspreis bei diesem Erwerb von 223 Mio. Aktien: 66,37 Euro.
Nach Abschluss der Aktienankäufe führte die Dt. Bank in 2010
eine Kapitalerhöhung durch, bei der sie Aktien zum Stückpreis
von 33,00 Euro plazierte - eine Halbierung. Bezogen auf das Volumen der
zuvor erworbenen 223 Millionen Stücke wurden nur noch 7,359 Mrd.
erlöst - ein Verlust von 7,344 Mrd.... Die Sache ist doppelt
peinlich, weil der ursprüngliche Ankauf nur erfolgte, um das
Eigenkapital zu dezimieren und durch Fremdkapital zu ersetzen. Bei sonst
gleichem Gewinn steigt bei einer solchen Aktion rein rechnerisch die
"Eigenkapitalrendite". Jedoch nicht, weil die Gewinne steigen,
sondern nur weil die Bezugsgröße "Eigenkapital"
schwindet. Die bonusgetriebene Blenderei kostete das Unternehmen mehr
als die Übernahme der Postbank.
@Jacques-als Hilfestellung : FAZ v. 26.03.2009 "Das Ende der Aktienrückkaufprogramme"
Offenbar will der Forist Jacques in der Dezimierung des Eigenkapitals
nur eine Art "Traderpech" der Akteure erkennen. So als habe
die Dt.Bank unter Ackermann die 223 Mio. eigenen Unternehmensaktien in
der Absicht angekauft, diese später wieder mit einem hübschen
Aufschlag zu verkaufen - und sei dabei einem verzeihlichen Irrtum
über die Kursentwicklung aufgesessen.
Ganz offensichtlich fehlt dem Foristen Jacques hier die Information,
dass die Dt.Bank 118 Mio. dieser Aktien kurzerhand "einzog"
und damit ungültig machte. Eine solche Minderung des Eigenkapitals
bläht bei sonst gleichem Gewinn rein optisch die
Eigenkapitalrendite auf - wie es auch in der FAZ v. 26.03.2009
beschrieben wird (Titel:"Das Ende der Rückkaufprogramme").
Der eitle Taschenspielertrick brachte die Dt.Bank in der Folge mehrfach
in Verlegenheit - so zwang die Postbankübernahme prompt zur
Kapitalerhöhung im ungünstigen Kursumfeld
(nur wenige Monate nach einem teuren Ankauf eigener Aktien).
Ach ja, Herr Wege,
könnten Sie mir bitte verraten, wo sich der Börsenwert der
DB-Aktien im Jahre 2020 bewegen wird. Das werden Sie doch sicher wissen,
wenn Sie beklagen, dass das Herrn Ackemann im Jahre 2001 nicht bekannt war.
Wäre nett, wenn Sie diese Anfrage beantworten könnten, Aber
eine persönliche Garantier möchte ich dann schon haben.
Danke
Denn diese wuerdigt nicht das Herumschmusen Ackermanns mit der hohen Politik. Beispielhaft sei die Geburtstagsfeier von Kanzlerin Merkel fuer Ackermann erwaehnt. Beiden schien das Gespuer fuer das Schickliche zu fehlen. Staat und Interessenvertreter sollten auf gebuehrenden Abstand von einander achten.
Dieser Artikel vermittelt vor allem eins: Den klaren Eindruck, daß die Bankenwelt und ihre ...
... Protagonisten immer noch keine klare Vorstellung davon haben was die Rolle der Banken in der Gesellschaft überhaupt sein kann und sein soll. Viele Banken und Banker verwechseln ihr Geschäft eindeutig mit einem Spielkasino. Auch die Politik hat im Bankengewerbe nichts verloren. Die Folgen dieser Fehldeutungen spüren wir alle. Vermutlich muß dem Bankwesen der Weg zurück zu einem seriösen Dienstleister, mit der einzigen Aufgabe die Wirtschaft zu finanzieren, gewiesen werden. Und das muß mit einfachen, allgemein verständlichen Regeln passieren. Der Grund liegt darin, daß Finanzgeschäfte und Industrieaktivitäten nicht miteinander kompatibel sind. Und vermischt man sie trotzdem miteinander führt das fast immer zu schmerzhaften Fehlentwicklungen. Die Denkweise der Banker "Earnings per Quarter per Share" ist für Industrien ungeeignet und verhindert nahezu immer langfristige Entwicklungen. Ob der japanische Weg mit Keiretsu's Sinn machen könnte, wäre zu prüfen.
Unter Ackermann stiegen die ausgewiesenen Verbindlichkeiten der Dt. Bank um 1263 Mrd.Euro
Die aktuelle Bilanz weist damit Verbindlichkeiten nahe der
2-Billionen-Grenze aus . Der Anteil des Eigenkapitals am Spieleinsatz
beträgt nur noch rund 2,7% ... Derartige Bilanzriesenräder auf
Pump können sich nur noch in einer durchsubventionierten Welt aufrechthalten.
So starten die öffentl. Hilfen mit geschenkten Margen aus
billigsten Notenbankkrediten, gehen weiter über die
"Rettung" fauler Investitionsfelder und sind bei
augenzwinkernden Bilanzregeln noch lange nicht zu Ende.
Munter basteln die Schwachleister der Bankenszene an ihrer
Erfolgslüge. Dazu wird durch eskalierende Schuldenaufnahme der
Gesamtkapitaleinsatz über die Billionengrenze getrieben. Der Gewinn
aus dem Billioneneinsatz wird rechnerisch aber nur auf das
Mosaiksteinchen Eigenkapital bezogen - fertig ist die bonuswirksame
"hohe Eigenkapitalrendite".
Tatsächlich sind solch ackermann´schen Eigenkapitalrenditen
längst kein Ausweis mehr von Profitabilität - sondern Zeichen
eines eskalierenden Spieleinsatzes auf Pump.
"Spareinlagen" sind auch nichts anderes als Schulden der Bank beim Anleger
Selbstverständlich ist es nichts Anrüchiges, wenn Banken sich
auf diesem Weg Fremdmittel beschaffen.
Problematisch ist aber,dass Banken bei der Anlage des so eingeworbenen
Fremdkapitals kaum Eigenkapital vorzuweisen haben, das als Puffer
Verlustrisiken auffangen kann.
Das Missverhältnis von Fremdkapital zu minimalen Eigenkapital
führt zu der sattsam bekannten Situation, dass Finanzinstitute
nicht für selbst eingegange Anlagerisiken geradestehen können.
In der Folge zahlt die Allgemeinheit für die Schieflagen der
eigenkapitalschwachen Spieler. Der Subventionskatalog reicht von
direkten Zuwendungen an Banken bis hin zur "Rettung"maroder
Investitionsfelder / ausfallender Geschäftspartner.
Die Dt.Bank etwa hatte bei der AIG wundersam günstig
Scheinabsicherungen erworben.Als es zum Schwur kam, erwies sich das
CDS-Konfetti als wertlos, da sich der Scheinversicherer als
zahlungsunfähig erwies. Ohne Gegenleistung erschnorrte die Dt.Bank
eine doppelstellige Mrd.Kompensation beim US-Bürger.
Zeit für eine politische Reform
Wenn in Deutschland ein Banker mit zweifelhaftem Ruf ein sogenannter
"Banken-Staatsmann" werden kann, sollte diese Nation ihr
politisches System hinterfragen.
Allein mit dem Begriff "Banken-Staatsmann" wird ja direkt
schon Machtmissbrauch artikuliert.
Und weil die politische Transparenz fehlt, weiss keiner, welche
Entscheide durch diese Art von Machtausübung beeinflusst worden sind.
Alle fragen sich, wieso Griechenland jene Besitzer der Luxus-Jachten
nicht besteuern und ich frage mich, wieso Deutschland ihre Banken und
Banker nicht in die Kandare nimmt.
Also,...
Frage:
Alle fragen sich, wieso Griechenland jene Besitzer der Luxus-Jachten
nicht besteuern und ich frage mich, wieso Deutschland ihre Banken und
Banker nicht in die Kandare nimmt.
Antwort:
Weil sonst der deutsche Staat keine Schulden mehr für 0% machen kann.
Im übrigen würde ich sogar Herrn Ackermann bei politischen
Ämtern direkt unterstützen. Mir ist nämlich ein kluger
Politiker lieber als ein dämlicher.
Leider kenne ich fast keine Politiker die wirklich die Finanzwelt
verstehen, aber z.B. ein ehemaliger Verteidigungsminister von
Deutschland hat sehr gute Fachkompetenzen und ist äußerst
klug, das ist aber leider eine Seltenheit. Denken ist nämlich
verboten und davon können die deutschen Behören und Ämter
ein Lied singen, die werden nämlich oft einfach direkt von der
Politik igoniert u.a. und vor allem die Deutsche Zentralbank bzw. dessen Vorstand.
Gerald Braunberger Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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