18.11.2012 · Die reichste Ente der Welt gerät in Verruf. Ökonomen rügen ihre rücksichtslose Kapitalanhäufung. Auch Bedenken, der Erpel könne als schlechtes Vorbild dienen, werden laut.
Von Winand von PetersdorffRichtlinien für Lesermeinungen
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Wenn Occupy und Bofinger Onkel Dagobert ganz schrecklich finden, dann
muß er in Wahrheit eine tolle Figur und ein wirtschaftliches Genie
sein.
Zwar ist das Horten von Gold oder Geldscheinen wirklich nicht der
neueste Stand rationalen wirtschaftlichen Handelns, aber unsere
Euro-Politiker sorgen dafür, daß das angesichts ihrer
unseriösen Politik nötig und berechtigt sein kann.
Dagobert würde nie bankrotte Banken retten, und schon gar nicht den Blankoscheck ESM unterschreiben
Sonst wäre er nämlich die längste Zeit der reichste Erpel gewesen.
Jeder Mickymaus-Leser weiss das.
Und da die PR heute nichts dem Zufall bzw. selbständigen Denken
überlässt, darf Dagobert Ducks Motto harter Arbeit und des
"ehrlich spart am längsten" aus Sicht der
Rettungslobbyisten mit Diplom und Dr.-Titel aus EU und USA
natürlich kein Vorbild mehr sein.
Duck konnte "dank seiner extrem konservativen Strategie sein
Vermögen sicher durch die Krisen bringen".
Die "Blödheit" westlicher Rettungspolitik, genauer die
Macht der Finanzcasino-Oligarchie im Westen, ebnet China den Aufstieg,
wo sich die Rettungsgelder über den Weg der Handelsdefizite der
USA, GBs, der Euro-Südstaaten inkl. FRA etc. schliesslich sammeln.
Es ist also klar wo das endet.
.
Ich bin ganz sicher, Dagobert geht jetzt raus aus Euro, USD, Pfund, und
rein in Sachwerte: Gold, Immobilien, v.a. Land; Rohstoffe,
zukunftsträchtige realwirtschaftl. Unternehmen.
(Keine Anlageempfehlung, fragen Sie ihn dazu selbst.)
Man sollte auch einmal einen Artikel über die Panzerknacker schreiben.
Sie arbeiten nicht eine Sekunde. Warum auch?
Sie stehlen und rauben dafür. Sie denken den ganzen Tag lang nur
darüber nach, wie sie ernten können, wo sie nicht gesät
haben. Bevorzugt bei Onkel Dagobert.
Nur eines unterscheidet sie von ihren modernen, linken Erben:
Das Unrechtsbewußtsein, das sie als anständige Ganoven noch haben.
Das geht modernen Erscheinungen wie UmFairTeilen, der Linken und den
Grünen völlig ab.
Dank Ideologie betrachten sie das von ihnen Zusammengeraffte als ihr
legitimes Eigentum.
Wer fleißig arbeitet oder spart, ist bei ihnen selber schuld.
Die Anrede: "Du Opfer!" sagt alles.
Fliege hoch du stolze Ente....!
Schoener Geburtstagkommentar Meister Winand von Petersdorff. Unser DD -- Dagobert Duck -- ist nun im Senioren Alter, und zaehlt immer noch seine Kohle. Ob die reichste Ente der Welt mehr weiss alls all die anderen Berater, Goldpropheten, und Vermoegensvergroesserer die uns helfen wollen aus der Euro Finanzkriese zu entfliehen? Natuerlich weiss er was. Der ist schon ewig in Bargeld , und schwer in Goldmuenzen und Bullion so scheints. Erst jetzt haben die Geldsavants davon was gelernt, und rufen besonder laut: "Cash is king." Etwas spaet dafuer, denke ich. Nur fragt man wie das mit der Inflation ueber die Jahre ging? Wenn er in Gold war, nun ja, dann sieht seine Alterversorging glaenzend aus. Aber mit Inflation und steigenden Preisen? Was wen DD gar keine Ente ist -- sondern ein "Goldbug" in Tarnkleidung? Oder etwa "Goldfinger." Kommt mir schon verdaechtig vor. Remember: Cash is King. Nicht alles was glitzert ist Gold. Remember: Cash is king. Caveat emptor
Dagobert ein schlechtes Vorbild? Dabei habe ich ihn immer bewundert. Er
steht für den Self Made Millionaire (eigentlich ja
Trilliardär), der es durch harte Arbeit, eiserne Disziplin und
Sparsamkeit zu einem Vermögen gebracht hat.
Dagobert entzieht auch nicht dem Markt die Geldmenge, in der er gerne
badet (wie hier in einem Kommentar angemerkt wurde), er investiert
fleißig, und zwar rund um die Welt. Seine Verwandtschaft hält
er finanziell an der kurzen leine, lässt sie aber auch nicht
darben. Und jetzt, nach viele Comics die mittlerweile als politisch
nicht korrekt gelten, ist Dagobert okonomisch nicht tragbar? Ein
schlechtes Vorbild? Ich glaube kaum.
Wenn ich schlechte Vorbilder sehen will lese ich Nachrichten über
die EU.
auch nur annähernd so wirtschaften würde wie Dagobert, dann
hätten wir keine Schuden. Deswegen sollte der Wirtschaftweise
Dagobert als Vorbild darstellen und die Griechen und andere
Südländer verteufeln.
Onkel Dagobert ist ein klassischer Unternehmer!
Der Artikel verkennt leider die Unternehmereigenschaft von Onkel Dagobert. Er hat Unternehmen auf der ganzen Welt - seine einzelnen Besitztümer sind in einem großen dicken Buch verzeichnet (er hat alle im Kopf, nur einmal hatte er eines verdrängt, da sein Investment schief gelaufen war, aber mit Hilfe von Tick, Trick und Track hatte er auch hier das Blatt gewendet). Sein Reichtum ist die Ernte seiner gewagten Vita: Vom Goldsammler am Yukon zum Milliardär. Er schont sich nicht, verlangt seinen Mitarbeitern und Verwandten viel ab, ist innovativ (immer neueste Erfindungen von Daniel Düsentrieb). Ein Asket, hart zu sich selbst, klare Ziel- und Moralvorstellungen. Nur Dagobert allein wäre zu viel fürs Gemüt, aber bei Donald wäre sein Vermögen in kürzester Zeit verbraucht (man sieht, wie schnell es in Griechenland etc. geht).
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 20:35 UhrDas wird aber beim Lesen der Hefte nicht gesehen.
Die Liesel Müllers, die Meiers, Schmidts, Schneiders und Schröders dieses Landes sind tatsächlich der Meinung, dass die "Reichen" ihr Kapital tatsächlich in Form von Bargeld und Goldbarren im Tresor liegen hätten, und dass es deswegen gerecht und es für den Staat ein leichtes sein sollte, sie ordentlich im Sinne der sogenannten sozialen Gerechtigkeit abzukassieren. Die Tätigkeit Dagoberts als Investor ist nur wenigen bekannt; auch mir ist sie ziemlich neu.
wenn Politiker Wirklichkeit und Comic nicht mehr unterscheiden können
werden sie selbst zu Comicfiguren.
Wir müssen alles prüfen, ob es links-ideologisch korrekt ist,
oder verbrennen.
Ich dachte, die deutsche Eiche, die nicht mehr gepflanzt werden darf,
weil sie angeblich den deutschen Nationalismus verkörpert,
wäre der Höhepunkt linksradikalen Irrsinns gewesen.
Jetzt weiß ich, das noch Steigerungen möglich sind, wenn auch schwierig.
Willkommen im links-ideologischen Irrenhaus!
Durchaus zeitgemäß - Dagobert ist ein Vorbild
Bei den niedrigen Zinsen die man derzeit für sein Kapital bekommt ist die Methode sein Euro-Papiergeld umzutauschen und in bissfesten Goldtalern im hauseigenen Geldspeicher anzulegen und auf die Erhöhung des Goldpreises zu setzen, durchaus wieder zeitgemäß. Ein gelegentliches Bad darin erhöht sicher die persönliche Stimmung und man braucht sich auch nicht vor Schäuble, Trittin, Gabriel und Steinbrück als staatliche Räuberbande zu fürchten. Nur Trittin könnte noch auf die Idee kommen zur Finanzierung seiner beim Parteitag versprochenen Wohltaten, wenn nach der Überweisung an den ClubMed noch etwas übrig sein sollte, auf Geldspeicher eine volumenorientierte Steuer einzuführen. Egal ob etwas drin ist oder nicht.
Beneidenswert, wie er sein Geld genossen hat. Onkel Dagobert liebte es...
"wie ein Seehund hinein zu springen, wie ein Maulwurf darin herum zu wühlen und es in die Luft zu schmeissen, dass es ihm auf die Glatze prasselt!"
Es gibt noch einen Grund, weshalb einige Ökonomen und Politiker
nichts von Dagobert halten: seine Warnung vor der Ausweitung der
Geldmenge. Wenn es zu viel Geld gibt ist es nichts mehr Wert, es kommt
zur Inflation, die Wirtschaft ist ruiniert. Tolle Folge von DuckTales,
ruhig bei youtube die Ausschnitte oder im ganzen anschauen ;)
http://www.youtube.com/watch?v=UcHI_ioQ4kE
Sowas könnte man einestages unseren Kindern auch nochmal zeigen müssen...
Da der Erpel kein Geld in Fonds, Aktien, "kluge" Finanzprodukte anlegt.....
und am bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht teil nimmt, ist er reich.
Muss man da mehr zu sagen ?
dass Politiker und sogenannte Wirtschaftsweise wie Herr Bofinger den Onkel Dagobert kritisieren: er kann etwas, was sie absolut nicht können, nämlich eisern sparen! Auf das Ergebnis - 3 Kubikkilometer Geld - sind sie natürlich furchtbar neidisch und würden es lieber heute als morgen enteignen. Deshalb drücken sie jedes Mal klammheimlich die Daumen, wenn die Panzerknacker zu Gange sind. Aber ihr werdet nix davon kriegen, da ist Dagobert viel zu schlau... macht lieber einen Lehrgang bei ihm!
Man sollte Dagobert Duck das deutsche Finanzministerium übertragen, da er dort sogar den legendären Fritz Schäffer (CSU) übertreffen könnte, dem es in den schweren fünfziger Jahren im kriegszerstörten Deutschland trotz Millionen Flüchtlingen, Kriegsheimkehrern, Heimatvertriebenen, Reparationszahlungen und Demontage gelang, einen finanziellen "Juliusturm" zu bilden.
Guten Appetit, jetzt müssen die dumme Hausenten zahlen für die
südliche Gockel, weil Warren Buffet seiner Vermögen in 2012 um
7.5 Prozent aufstockt auf mehr als 40 Milliarden.
Schmeckt das nicht hervorragend?
Heute gehört uns die Kohldampfinsel ...
Hatte PaTRICK Bahners keine Zeit?
Oder ist er's ...und "Winand von Petersdorff"(*) nur ein
schönes(!) Pseudonym vom ehemaligen PräsitENTE der
Donaldisten?
.
.
.
(*) "Winand von Petersdorff Bindestrich Campen" = noch
schöner!
Dagobert Duck passt nicht in das von den deutschen Medien propagierte Gutmenschenschema. Er wuerde wohl auch nie die von den Medien bejubelten Gruenen waehlen. Ich vermute eher, dass der alte Haudegen mit dem ausgepraegten Sinn fuer Geldgeschaefte ein heimlicher Liberaler ist. Das macht ihn ganz sicher gefaehrlich.
Eben eine krude alte Ente, die nicht mehr ins gleichgeschaltete Bild des Umverteilungsstaates ...
passt.
Da wird sie wohl vom EU-Kommissar für eine reine Literatur verboten
werden müssen.
Abgesehen davon: was für ein Vorbild für unsere Jugend ist
denn das: arbeiten, sparen, sich gegen Verbrecher wehren und die
Verwandten selber alimentieren, statt sie dem Staat zu überlassen.
Und last but not least: den armen Donald seine Schulden abarbeiten
lassen statt Privatinsolvenz.
war immer mein Vorbild.
Jetzt stellt sich auf einmal heraus, daß dieser freundliche
alte Mann an der ganzen Misere schuld ist???
Ich bin erschüttert!!!
Der Mann hat eisern gespart, ist geizig bis zum Umfallen und trägt seit anno Tobak die gleichen Klamotten, beherzigt also nur den Rat: mehr einnehmen als ausgeben. Außerdem, wer sein ganzes Geld in einem Speicher verwahrt (um darin hin und wieder zu baden), anstatt es zu investieren, ist überhaupt nicht mit den heutigen Finanzzauberern vergleichbar. Dagobert hat alles richtig gemacht, ein reicher Mann alter Schule, inklusive schürfen am Klondike. Und seinen allerersten selbstverdienten Kreuzer unter Glas gepackt hat er auch noch.
Winand von Petersdorff-Campen Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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