29.05.2012 · Leeres Gerede, Gewaltverharmlosung und pseudorevolutionäres Geschwätz: Der Links-Politiker Alexis Tsipras steigt trotz seltsamer Ansichten in Griechenland zum potentiellen Königsmacher auf.
Von Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
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heute stand in der rp drinne das wohl de la rue mit dem druck der
drachme begonnen hat und ein transporteur auch die ersten bündel
dieser geldscheine zu gesicht bekam als er gerade das papier dort
ablieferte worauf die noten gedruckt werden.
quelle: print und onlineausgabe rp
Aber, aber - was erwarten wir denn?
Wir diktieren die Politik, verhindern Volksabstimmungen, ersetzten den
gewählten Präsidenten durch ein nicht einen gewählten
Technokraten, wollen dort unsere Steuerbeamten installieren, .... und
wundern uns, warum wir nicht geliebt werden. Alexis Tsipras ist die
logische Konsequenz und Antwort auf UNSERE Politik.
Stellen Sie sich doch einfach einmal vor, Herr Barroso verfügt die
Entlassung tausender Beamter in Berlin und den Ländern, reduziert
die Löhne und setzt - ohne uns zu fragen - Joseph Ackermann auf
Merkels Stuhl.
Rattenfänger von Griechenland stärker als Euro-Dilettantenherde
Tsipras hat das Euro-Rettungsspiel durchschaut und benutzt es
populistisch für seine Wahlzwecke.
Denn er hat erkannt, dass er einer wahren Herde von Euro-Dilettanten
gegenübersteht, die vor lauter Angst, das Euro-System könnte
nach einem GR-Kollaps auch kollabieren, weiter den wahnwitzigen u.
unverangwortlichen Kurs von Juncker, Schäuble & Co der
"€-Rettung, koste es, was es wolle" fahren.
Tsipras hat schon einen Erfolg seiner unverschämten Forderungen
erzielt. Trotz akuten Risikos hat die Dilettantenherde vor kurzem schon
wieder fleißig Mrd nach GR versandt.
Der von den Euro-Rettern den Griechen aufgezwungene Spardruck muß
die von den Eurokraten in der GR-Schuldenkrise begangenen schweren
Fehlern wettmachen.
Das von den Euro-Dilettanten mitgeschaffene Klima absoluter Trost- und
Hoffnungslosigkeit in GR kann Tsipras als moderner Rattenfänger
wirksam für seine Zwecke ausnutzen.
GR wurde bisher noch nicht geholfen. Eine Dilettantenherde weiß
nicht, wie das geht.
Der Rückzug der Warenkreditversicherung Euler Hermes läutet den finalen Showdown ein. Herr Tsipras wird sich noch wundern, wie schnell die Märkte Fakten schaffen können. Jetzt bekommt kein griechisches Unternehmen mehr Zahlungsziele bei seinen ausländischen Lieferanten, die griechischen Banken werden sich schwertun diese Lücke zu schliessen. Bald stehen die Menschen vor leeren Regalen, der Warenverkehr wird zusammenbrechen. Die Unternehmen müssen Insolvenz anmelden, hunderttausende werden ihre Jobs verlieren. Es hat bereits begonnen, es ist nicht mehr zu stoppen. Herr Tsipras trägt hierfür die Verantwortung. Es wird ein heißer Sommer.
Jawohl, aber wer kann es besser?
Ja, aber was kommt von den anderen anderes als leeres Gerede,
neoliberale Vorurteile und pseudo-ökonomisches Geschwätz?
Die Äußerungen von Tsipras sind wenig hilfreich, genauso
wenig wie die von Merkel, Hollande, Cameron und Co. Das hat zum
nachhaltigen Erfolg der Piraten geführt, dass sie freimütig
zugeben, es auch nicht besser zu wissen, und daher darauf verzichten,
uns mit neuen Rezepten zu behelligen.
Die Medien feiern heute Josef Achermann zum Ende seiner Amtszeit.
Hätte sich damals die Düsseldorfer Justiz nicht auf den Deal
mit Ackermann eingelassen und ihn für ein paar Jahre hinter Gitter
geschickt, wäre uns vielleicht manches erspart geblieben. Aber so
konnte die Zockerei weiter gehen und die Wirtschaftswelt auf die
abschüssige Bahn geraten mit katastrophalen Auswirkungen für
den Süden Europas. Dazu gehört auch der Aufstieg von Tsipras.
Aber jetzt alle Unlustgefühle bei ihm abzuladen, ist nicht fair.
Der IWF darf gar nicht zahlen, wenn das Reformprogramm sichtbar nicht
umgesetzt wird. Die EU hat ihre Zahlungen von der Teilnahme des IWF
abhängig gemacht. Und jede Aufstockung der Hilfe muss durch 16
Eurozonen-Parlamente. Da geht gar nix für diesen Salonkommunisten.
Merkwürdig, dass diese schlichten Tatsachen kaum berichtet werden,
offenbar schon gar nicht in Griechenland. Die Griechen scheinen wirklich
so dämlich zu sein, wie der Zustand ihres Staates vermuten lässt.
jetzt reicht es endgültig - keine Cent mehr nach Griechenland - auch nicht an gr. Banken
das ist doch der Hohn.
Ausser den Politikern wissen alle, dass die 200 Mrd. schon längst
weg sind. Das Drohpotential von Tsipras ist null. Es steigt nur mit
jedem weiteren EUR der nach GR überwiesen wird. Nein, noch nicht
mal das, denn auch dieses Geld ist sofort futsch.
Populistisches Gehabe im Wahlkampf ....
.... sonst nichts! Hätte die EU frühzeitig das Aussetzen der Parlamentswahlen in Griechenland als nicht verhandelbare Bedingung für Zusagen und Zahlungen jeglicher Art gemacht, gäbe es das Problem der Linken in Griechenland heute so nicht. Es war doch klar, dass die Bevölkerung sich den bequemsten Weg suchen würde und diejenigen wählen würde, die ihnen die Abkehr von den schmerzlichen Sparmassnahmen versprachen.
die ganze GR Diskussion ist komplett surreal. GR ist ein Balkanland das
von Familien seit Jahrzehnten regiert wird. Europäische
Massstäbe an diese Regierungsform anzulegen ist ähnlich
sinnig, wie im Fall Syrien. Ein Problem hat die EU lediglich durch ihre
Politiker und ihre Funktionäre, die glauben dieses Land in die EU
integrieren zu müssen. Das Land hat sich durch die Mitgliedschaft
in der EU nichts an seinen Sitten und Gebräuchen geändert, es
hat die Finanzhilfen entgegengenommen und seinen Wohlstand an die
Spender angenähert oder diese z.T. übertroffen. Zudem hat es
sich gefreut mit der Klubbonität mehr und unter günstigeren
Konditionen Schulden machen zu können. Das alles wurde wohlwollend
seitens der anderen EU Staaten ingnoriert und toleriert.
Warum also sollten die griechischen Staatsbürger inkl. ihrer
Politiker nicht auf eine Fortsetzung des bewährten Konzepts
vertrauen?
Wenn sie die Syriza wählen, vertrauen sie lediglich der Partei der
grössten Versprechungen, wie bisher.
Europa braucht einen, zwei viele Tsipras!
Einen spanischen, einen portugisischen, einen italienischen, einen
französischen - damit auch der letzte Mohikaner hier begreift: so
geht es nicht.
Hollande hat ja das Kriegsbeil bereits ausgegraben, Rajoy liegt schon im
Dickicht auf der Lauer.
Die Chinesen haben eine zu unserer Lage passende Verwünschung:
"Mögest Du in interessanten Zeiten leben."
@ S.Sturm: Deutschland haben Sie vergessen-Sahra Wagenknecht ist die schon vorhandene Vertreterin
Von Marktwirtschaft keine Ahnung und drischt letztlich nur Phrasen. Kann man wunderbar nachlesen hier in der FAZ, sie wurde zum Abschied von Ackermann befragt. Sie ist und bleibt die Salonkommunistin, dies sagen meine Kollegen die sie kurz vor der Wende in der Karl-Marx-Allee, Berlin Antiquitäten verkaufen sahen für Schalck-Golodkowski ("KoKo"). Geschehen damit das Überleben dieses Staates noch ein bißchen länger dauerte - er war schon 1985 laut interner Berichte der Staatsführung bankrott.Unter welchen Rahmenbedingungen diese Stücke zum Verkauf kamen ist wunderbar nachzulesen in einem Buch von Ulf Bischoff: "Die Kunst und Antiquitäten GmbH im Bereich Kommerzielle Koordinierung". Hinweis:Wagenknechts Mutter war im Kunsthandel der DDR beschäftigt.Diese Tätigkeit findet keinen Niederschlag in ihrer Vita.Verständlich da zu sehr beschämend, da dies belegt wie Kunstliebhaber über fiktive Steuerschulden um ihr Eigentum gebracht wurden im Rahmen von Pfändungen. Im III.Reich kein deut besser !
Rechtzeitig vor der griechischen Wahl sollte die Bundesregierung
klarstellen, daß sie jeden Erpressungsversuch hart ablehnen und
bei Regelverstoß den sofortigen Ausschluß Griechenland
betreiben wird.
Ohne deutsches Geld können auch Hollande und Juncker keine weiteren
Geldpakete nach Griechenland schicken.
Es sei denn, Herr Hollande wil die Hilfe für seine
Gesinnungsfreunde allein übernehmen, was natürlich sehr zu
begrüßen wäre.
Ein hübsches Beispiel dafür, warum es einfach eine dämliche Idee ist, sich auf Gedeih und ...
... Verderb mit uberechenbaren Größen wie Griechenland, Italien, aber auch Bulgarien oder Rumänien zu verbinden. "Viele Freunde für seine Vorstellung von Solidarität wird Tsipras in Europa allerdings nicht finden." Das ist auch gar nicht nötig: Was er braucht, sind lediglich genügend Wähler, die ihm auf den Leim kriechen und ein paar Polit-Clowns in Rest-Europa, die sich - auf Kosten der Steuerzahler - erpressen lassen. Beides wird kein Problem sein, da halte ich jede Wette. Und Euromantiker, die allen Ernstes glauben, man könnte auf dieser Basis, gepaart mit Lug, Betrug und Vertragsbruch, funktionierende "vereinigte Staaten von Europa" formen, sind politische Geisterfahrer, die wir schnellstmöglich und mit großer Energie bekämpfen sollten, solange es noch geht. Wenn die Diktatur der Euorkraten nämlich erst mal alle Bereiche des politischen Lebens durchdrungen hat, ist Widerstand leider nicht mehr möglich. Letzte (schwache) Hoffnung Bundesverfassungsgericht? Demokraten aufgewacht!
„Unsere Kreditgeber besitzen als Atomwaffe die Einstellung ihrer
Zahlungen. Wir dagegen drohen damit, die Begleichung unserer
Staatsschulden zu stoppen. Allen ist aber bewusst, drückt einer auf
den roten Knopf, dann gibt es keine Sieger. Nur Verlierer.“
---------
ALLE wissen doch, dass Griechenland in JEDEM Fall seine Schulden NIE
zurückzahlen wird.
Die Frage ist nur noch, wer wahnsinniger ist, Tsipras der mit der
Nicht-Rückzahlung droht, oder die EURO-Phantasten, die uns das
Märchen von der Rückzahlung erzählen.
"Atombombe"? Es gibt einen gewissen Unterschied...
...zwischen einer Wasserbombe und einer Wasserstoffbombe.
Also: Der deutsche Außenhandel nach Griechenland beträgt ~ 6
Mrd. Euro p.a. Man könnte die Gelder des Rettungsfonds also einfach
dazu verwenden, allen Unternehmen, die nach Griechenland exportieren,
ihre Kosten zu ersetzen.
Deutsche Banken, Versicherungen usw. sind nur noch marginal in
Griechenland exponiert, die Anleihen sind weitgehend abgeschrieben. Auch
denen täte eine Zahlungseinstellung nicht weh.
Man wünscht sich doch, einen Politiker zu haben, der diesen Tsipras
einfach mal in einem Interview als Witzfigur bezeichnet und klarstellt,
dass der überhaupt nichts in der Hand hat. Nach einer
Zahlungseinstellung würde dieser Vogel spätestens nach drei
Monaten angekrochen kommen und betteln, das Sparprogramm
weiterführen zu dürfen :-)
Huuuh
Huuuh, wenigstens noch eine Gescheite Meinung bei der FAZ! :) So sollte
es laufen!
Aber nicht mit Schwarz-Gelb - Banken als beeinflussende Lobbyisten sind
dafür nicht zu gewinnen.
Thumbs up.
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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