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Alexander Dibelius : Die Hochzeit des Jahres

Das Brautpaar in der Kutsche: Alexander Dibelius hat am heutigen Samstag die Schauspielerin Laila Maria Witt geheiratet. Bild: People Picture/Willi Schneider

Der Star-Banker Alexander Dibelius heiratet an diesem Samstag in Kitzbühel. Seine Trauung inszeniert er als zweitägiges gesellschaftliches Ereignis.

          Feiern kann er, da hat er nichts verlernt, Deutschlands Investmentbanker Nummer Eins, der ehemalige Goldman-Sachs-Chef Alexander Dibelius, der am heutigen Samstag geheiratet hat. Natürlich nicht klein und beschaulich (das würde niemand erwarten von dem verwegensten Typen der Finanzszene), und auch nicht irgendwo, sondern im Promi-Skiort Kitzbühel, wo ihm ein Haus gehört - und er vor Jahren schon seine erste Gattin geehelicht hatte.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Rosenkrieg mit Ex-Frau Andrea ist überstanden, seit vorigen Sommer ist Dibelius geschieden, im Februar dieses Jahres hat er in Berlin standesamtlich die Schauspielerin Laila Maria Witt geheiratet, ein kleines Kind hat das Paar auch - und „Alex ist so glücklich und ausgeglichen wie lange nicht“, berichten Top-Manager, die ihn seit Jahren aus nächster Distanz erlebt haben. Die kirchliche Hochzeit hat er nun als zweitägiges gesellschaftliches Ereignis inszeniert. Banker aus New York und Zürich, London und Frankfurt kamen eingeflogen. Dazu reichlich Familie und Freunde aus München (wo Dibelius bis zu seiner Scheidung die Thomas-Mann-Villa bewohnte) und Berlin, wo er jetzt Quartier bezogen hat. An die 500 Leute waren alles in allem geladen.

          Ein rauschendes Fest hatte sich der Anti-Alkoholiker Dibelius vorgenommen, abgeliefert hat er die Promi-Hochzeit des Jahres, zumindest gemessen an der Dichte der vertretenen Wirtschaftselite. Maria-Elisabeth Schaeffler, eine der reichsten Frauen des Landes, verheiratet mit Ex-BDI-Präsident Jürgen Thumann und Nachbar in Kitzbühel, war selbstverständlich mit von der Partie, ebenso der aktuelle BDI-Präsident Ulrich Grillo, langjährige Weggefährten wie Eckhard Cordes (Ex-Mercedes, Ex-Haniel, Ex-Metro), Jürgen Großmann (Ex-RWE), natürlich auch die beiden Goldmänner Wolfgang Fink und Jörg Kukies, die Dibelius als Deutschland-Chef der Investmentbank nachfolgen. Paul Achleitner, starker Mann der Deutschen Bank, stieß von deren Aufsichtsratssitzung am Tegernsee zu der Festgesellschaft.

          Die Pfarrkirche Aschau vor den Kitzbüheler Alpen. Bilderstrecke

          Los ging es am Freitag in Dirndl und Tracht, mit einem Almfest, was den weiblichen Teil der Gäste vor erste Herausforderungen stellte: die Schuhfrage war zu klären, da ein sanfter Aufstieg zu bewältigen war. Oben wartete eine eigens aufgebaute Almhütte, wo Tafelspitz, Rehgulasch und Kaiserschmarrn serviert wurden, Schauspiel-Freunde der Braut formierten eine Band, ein Mozart-Lied wurde auf das Brautpaar umgetextet. Die kirchliche Trauung fand dann Samstag um zwölf Uhr in der Pfarrkirche Aschau statt, anschließend zog man auf den Jochberg, ins noble Kempinski Hotel „Das Tirol“, sieben Kilometer von Kitzbühel entfernt, Güteklasse Fünf Sterne Superior.

          Als Trauzeuge fungierte ein alter Freund, der jetzt, da Dibelius ins Private-Equity-Lager wechselt, zum geschäftlichen Konkurrenten wird: Johannes Huth, Europa-Chef von KKR, den legendären amerikanischen Finanzinvestoren mit Europa-Sitz in London und reichlich Beteiligungen auf dem Festland. Auf Huths zweiter Hochzeit stand Dibelius ihm ebenfalls als Trauzeuge bei. Beruflich treiben sich beide nun in der selben Szene herum: Seit Anfang September steht auch Alexander Dibelius in Diensten von Finanzinvestoren, auch er arbeitet für eine Drei-Buchstaben-Private-Equity-Firma, nur heißt die nicht KKR, sondern CVC; von Frankfurt aus steuert er deren Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, „Managing Partner“ lautet sein offizieller Titel auf der Visitenkarte, darüber stehen nur die drei Gründer, von denen einer zur Hochzeit seiner neuen Spitzenkraft in die Alpen gereist war.

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